zu nah – gefühlt

Du kommst mir gerade
Zu nah
Nicht körperlich
Gefühlt


Deine Wut
Dein Stress
Deine Ungeduld
Wie ein verletztes Tier


Oh
Das triggert dich
Dabei habe ich es nur
Gedacht


Mein erster Impuls war
Weglaufen
Doch ich habe gelernt
Besser damit umzugehen


Ich atme
Konzentriere mich
Auf den Atem und
Umarme dich in Gedanken


So liebevoll 
Und freundschaftlich
Wie es mir 
Gerade möglich ist


Ich atme weiter
Tief in mein Herz und
Stelle mir vor
Wie es sich lädt


Mit Verständnis
Zeit
Wärme 
Und Liebe


All das fließt 
Zu dir
Ich spüre
Visualisiere es


Die Umarmung
Die innere Ruhe
Mein 
Für dich da sein


Ich atme 
Immer ruhiger
Bewusster
Feiner


Ich kenne dich nicht
Sehe nicht
Wer du bist
Wie du aussiehst


Ich fühle 
Dich
Und 
Was du aussendest


Uns trennt
Ein Einkaufswagen
Wir stehen hintereinander
An der Kasse


Schon allein wie du 
Die Waren auf's Band warfst
Lies mich 
Zusammenzucken


Ich drehte mich nicht um
Widerstand dem Impuls
Noch eine Runde zu machen
Im Laden


Irgendwas zu suchen
Nur
Damit ich dich
Nicht wahrnehmen muss


Doch
Ja
Dem Leben sei Dank
Und den Erfahrungen


Es geht
Ging
Auch anders
Liebevoller


Beim Zahlen hätte ich
Aufblicken können
Dein Gesicht sehen
Doch ich ließ es sein


Es spielt keine Rolle
Ich fühle deine Ruhe
Deine neue Ruhe
Und wie sie dich wundert


Ganz gleich woher sie kommt
Du hast sie angenommen
Die guten Gefühle
Die dir gesendet wurden


Die innere Aufmerksamkeit
Nur für dich
Alles Gute wünsch ich dir
Liebe Unbekannte



©2020 Judith Eherer - feelingwords

Vieles in meinem Leben verarbeite ich schreibend. So wie diese Begegnung vor ein paar Wochen. Ich bin sehr dankbar, dass ich die Situation auf – für mich neue – Art und Weise gelöst habe.

Dieses intensive Fühlen, diese feine Wahrnehmung, sie kommt immer mehr zu mir zurück. Vor etwa 10 Jahren war sie sehr intensiv, so sehr, dass ich mich damit unwohl fühlte. Dann gab es einen Bruch, vieles änderte sich in meinem Leben und erst seit gut einem Jahr fühle ich wieder und klarer. Heute kann ich besser damit umgehen, es macht mir keine Angst mehr und es ist auch nichts was ich verbergen oder verleugnen muss.

Im Grunde brauche ich es nicht einmal thematisieren, doch in Gesprächen kam heraus, dass dies auch anderen dient bzw. nützlich ist, um mit eigenen, ähnlichen Empfindungen umzugehen.

Wir sind fühlende Wesen

Wer sich da sieht oder angesprochen fühlt, liebe Seele, sei dir gewiss, dein Fühlen ist wesentlich. Es ist weder eine Gabe noch eine Bürde. In dir schlägt ein Herz und ein ganzes Universum an Wundern brachte dich ins Leben. Erlaube dir den Prozess, erlaube dir, damit umzugehen. Fühle. Ja, fühle.


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