Trau dich und fühl!

26.08.2021 | Judith Eherer | feeling&words

Gefühle und Fühlen als Wahrnehmung sind nicht dasselbe. Wieso du dich trauen darfst, zu fühlen, darüber schreibe ich hier.

Ja, beizeiten braucht es Mut, um zu fühlen.

Mit “fühlen” meine ich hier allerdings nicht die Gefühle an sich. Es geht mir um die Wahrnehmung des Fühlens.

Es ist Zeit, dies klarer zu beschreiben, denn ich wurde darauf angesprochen, wieso ich über etwas schreiben würde, was doch niemand mag. Gefühle mag niemand? Okay, zumindest kaum wer, hieß es. Gefühle sind doch lästig und schmerzhaft …

Wir kennen es, unsere Gefühle “zu haben”. Gute, schlechte. Oder auch, unsere Gefühle “zu sein”. Wir sind verliebt, glücklich, entspannt oder wir haben Angst, Wut … Ja, oft definieren wir uns sogar über unsere jeweiligen Gefühle. Wenn wir überwiegend schlechte Erfahrungen mit Gefühlen haben, wir verletzt wurden, uns ungeliebt fühlen, verlassen wurden … dann verdrängen wir sie gerne und suchen lieber anderswo nach dem Glück.

TRAU DICH UND FÜHL!

Fühl dich
Innen
Nach außen
Nimm dich wahr
Für wahr
Gut
Echt
Einzig

Trau dich
Zu dir
Fragen

Nach
Innen
Lauschen


Wahrnehmen
Was ist
Gehört werden
Will
Gelebt
Sein will

Sich
Ausdrücken will
Durch dich

Trau dich
Und fühl
Was du suchst

Judith Eherer • feelingwords

Wir fragen »Wie fühlst du dich?« und meinen »Wie geht es dir?«

Ich aber frage dich:

Wie fühlst du dich?

Was tust du, um dich zu fühlen?

Fühlen als Wahrnehmung des Selbst. Fühlen als Wahrnehmung wer du bist, wer wir sind. Wirklich. Essenziell. Von innen heraus.

Nicht definiert von deiner Kleidung, deinem Beruf, deinem Status, sondern danach, wie du dich fühlst, wie du dich wahrnimmst.

Gefühle entstammen den Gedanken. Das geht so schnell, wir merken das meist nicht. In der Rückschau, ja, da können wir es erkennen. Wir erinnern uns an Worte, Bilder, Erlebnisse und haben sofort die passenden Gefühle dazu. Nicht unbedingt die echten, aber wir glauben sie gern.

Wir glauben unseren Gefühlen und unseren Gedanken, aber vertrauen unserem Fühlen kaum.

Dabei ist das Fühlen die Gabe und ein wertvolles Tool noch dazu. Fühlen bereichert unser Leben, lässt es uns erst tatsächlich gewahr werden. Gedanken und Gefühle hingegen kommen und gehen. Sie täuschen uns in der Erinnerung und lassen Sehnsüchte zu, mit denen wir uns selbst verletzen.

Fühlen als Kompass. Fühlen als Antwortgeberin. Fühlen als Wegweiser. Fühlen als Begleiterin. Fühlen als Entscheidungshilfe. Fühlen als Sinnfinder. Fühlen als Impulsgeberin. Fühlen als Weg zu dir selbst.

Trau dich und fühl!

Das geht! Wirklich. Einmal abgekoppelt von den unliebsamen Gedankengefühlen, öffnet sich dir eine neue Welt. Das kann ich dir sagen, denn ich habe sie gesehen, sehe sie, erlebe und erfahre sie.

Hier mit meiner Webseite, den feelingwords und der Sternenflaum-Geschichte widme ich mich dieser Wahrnehmung des Fühlens mit jedem Beitrag, auf ganz unterschiedliche Weise, verschiedenen Perspektiven. Du bist eingeladen, hier zu sein.

Lesen, erkennen, reflektieren, meditieren, berühren lassen, staunen und fühlen, dich fühlen …

Es ist für dich.


weitere Beiträge zum Thema

»Mindset-Poesie ist Inspiration, Begleitung und Herzlichkeit. Mit meinen Gedanken, Gedichten & der Sternenflaum-Geschichte möchte ich dir zeigen, dass Fühlen nicht nur möglich, sondern der Kompass durchs Leben ist.«

Judith Eherer

Sehen, was wirklich ist

31.07.2021 | Judith Eherer | feeling&words

Es heißt, wir alle wollen gesehen werden. Daraus sind Herzgedanken, ist ein Dialog entstanden. Eine Einladung zum “Sehen, was wirklich ist.”

Schau mich nicht so an!

Wie denn?

So, als würdest du alles wissen, was bei mir schiefläuft.

Ich weiß nicht, was du in deinem Leben so negativ bewertest.

Du schaust aber so.

Willst du nicht gesehen werden?

Nein! Oh, warte, ja, doch, natürlich. Eigentlich …

Wie willst du denn gesehen werden?

So, wie ich mich selbst gerne sehen würde. Aber das ist Unsinn, wie willst du sehen, was nicht ist.

Glaubst du, dass ich sehe was ist?

Leider ja.

Ein wundersames Wesen, ausgestattet mit einem auf zauberhafteste Weise funktionierenden Körper, mit einem innewohnenden Geist, der Welten erschaffen kann, mit einer Seele, die das Zuhause nie vergisst und auch die Freunde und die Liebe nicht. 

Das siehst du?

Das ist, was ich sehe.

Judith Eherer • feelingwords

Meditation “Fühl dich”

24.06.2021 | Judith Eherer | feeling&words

Ein Geschenk! Eine Meditation für dich, mit Audio-Aufnahme. Nimm dir ein paar Minuten für dein Herz.

Vergiss mal bitte für einen Moment, wie du darüber denkst, was dich gerade beschäftigt. Lass die Gefühle, die es auslöst, einfach so stehen …

… wahrnehmen, was ist … fühlen … atmen … eintauchen in die Meditation … für ein paar Minuten … Zeit für dich …

Meditation “Fühl dich” // Hintergrundmelodie “Harmony” von AShamaluevMusic

FÜHL DICH

Wahrnehmen

Was ist

Fühlen

Atmen

Ruhig atmen

Tief durch die Nase einatmen

Langsam durch den Mund ausatmen

Spüre den Einatem

Wie sich die Lungen füllen

Halte kurz inne

Halte den Atem

Und lasse los

Atme aus

Langsam

Ganz langsam

Halte inne

Hole nochmal tief Luft

Fülle dich an

Richte dich auf dabei

Halte den Atem kurz an

Und befreie dich

Atme alles aus dir hinaus

Leere dich

Atme ganz aus

Genieße

Genieße die Ruhe

Den Moment für dich

Atme entspannt weiter

In deinem Rhythmus

Versuche dich zu fühlen

Dich wahrzunehmen

Gestalte keine Gefühle

Nimm wahr

Was ist

Fühle dich

Vergiss für einen Moment

Wie du darüber denkst

Was dich gerade beschäftigt

Lass die Gedanken

Die Gefühle

Die du auslöst

Einfach so stehen

Nimm wahr

Was ist

Ohne zu bewerten

Fühl dich

Fühl einen Moment Ruhe

Fühl einen Moment

Ganz

Dich

Du darfst DU sein und du bist nicht “zu” was auch immer

01.06.2021 | Judith Eherer | feeling&words

Lass bitte das „zu“ weg

Du bist zu still.
> Du bist still.
> Heißt, du lebst nach deiner (inneren) Lautstärke.

Du bist zu nett.
> Du bist nett.
> Heißt, es ist deine Art, mit den Menschen umzugehen.

Du bist zu langsam.
> Du bist langsam.
> Heißt, du hast dein eigenes Tempo, deinen Rhythmus.

Du bist zu ängstlich.
> Du bist ängstlich.
> Heißt, dir fehlt es an Vertrauen.

Jemanden mit dem Wort „zu“ zu betiteln, ist eine (Be-)Wertung in der Annahme, dass es so etwas wie eine Norm gibt. 

Tatsächlich aber, wird mit den eigenen Erwartungen und Erfahrungen gemessen.

Wenn du dir selbst oft „zu“ sagst, hast du vielleicht die Erwartungen und Erfahrungen anderer übernommen. Du möchtest an ein bestimmtes Ziel? Du sagst dir, du bist zu träge, zu unfähig, zu dumm, weil du nicht im gewünschten Tempo dort ankommst?

Bist du träge, unfähig, dumm? Wohl nicht. Du tust, was du kannst, du gehst über dich hinaus, du kämpfst. Das Ziel kommt nicht näher und du meinst, es reicht nicht. Du reichst nicht.

Zu-Wörter beschreiben das, bejahen das.

Stimmt es?

Du bist zu träge.
> Du bist träge.
> Heißt, die Motivation reicht nicht aus.

Du bist zu unfähig?
> Du bist unfähig.
> Heißt, was auch immer du da machst, passt wohl nicht zu dir.

Du bist zu dumm?
> Du bist dumm.
> Heißt, es interessiert dich nicht genug, um mehr darüber zu erfahren.

Check lieber nochmal dein Ziel. Ist es wirklich deines? Gefällt dir auch der Weg dorthin? Willst du das Ziel tatsächlich für dich erreichen? Oder, um jemanden zu beeindrucken? 

Auf deinem Weg, in deinem Leben, bist du nie „zu“ irgendwas. Davon bin ich überzeugt.

Lass das „zu“ weg, wann immer es dir begegnet.

Ich wäre zu extrem, hörte und höre ich. Ich bin extrem. Bin ich das? Bin ich extrem? Ich stehe zu mir und meinen Werten. Ist das extrem? Okay. Lieber so, als mich selbst verleugnen.

Dabei ist gerade dieses Beispiel unsinnig. Extrem kommt vom lateinischen extremus für (der, die oder das) „Äußerste“ . Lässt sich somit nicht steigern. Extrem steht auch für „bis an die äußerste Grenze gehend“. Somit auch hier, keine Steigerung oder Erweiterung möglich. Ist ja schon am Äußersten. Was soll hier also das „zu“? Extrem wird auch als Synonym für „unübertrefflich“ genannt. Wohhhooo, das macht Angst, nicht? Etwas Unübertreffliches, da kommt Ablehnung in einem auf. Es muss doch noch mehr geben, oder? Wird der Ehrgeiz geweckt? Entsteht da Wettbewerb, Gier oder gar Neid?

Im Duden heißt es: „Zu“ kennzeichnet ein (hohes oder geringes) Maß, das nicht mehr angemessen oder akzeptabel erscheint.

Quelle: duden.de

Merkst du, dass es dabei immer um diejenigen geht, die die Aussage treffen, und nicht um jene die sie zu hören bekommen?

Wer setzt den Maßstab? Wer bitte? 

Du? Für dich? Lass es mal sein und fühl den Unterschied.

Lies auch gerne bei „Über mich“ rein. Dort erzähle ich ebenfalls vom Wörtchen „zu“ und was es für meinen Weg bedeutete und noch bedeutet.

Wachse in deinem Tempo

20.05.2021 | Judith Eherer | feeling&words

Wachse ein deinem Tempo und staune über dich, du Wunder!

Schon gehört? Der Baum da hinten unterhält sich mit seinem Nachbarn: Du schau, der da vorne, der ist schon viel grüner, mega was der für Blätter hat. Ja, ich seh’s und der da blüht als wäre es so einfach. Sollten wir uns nicht auch etwas mehr anstrengen?

Absurd? Tja, doch bei uns Menschen scheinbar nicht.

Für alles in meinem Leben hab ich seit jeher mein eigenes Tempo. Für manche ist einiges zu schnell, anderes zu langsam. Ich frage mich, woher sie die Zeit nehmen, um sich darüber Gedanken zu machen?

Ich gehe da lieber mit der Natur. Wachse und gedeihe, halte mein Köpfchen in die Sonne, achte auf meine Ressourcen und ehre meine Wurzeln.

Für all meine Projekte, Vorhaben, Wünsche und Träume gilt das ebenso. Geduld ist des Vertrauens Schwester.

Du lieber Mensch, wachse in deinem Tempo und staune über dich, du Wunder.

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Sanftmut

30.01.2021 | Judith Eherer | feeling&words

»Ein weiches Herz in einer grausamen Welt zu haben, ist Mut, nicht Schwäche. Das sollten wir nicht vergessen.«

Having a soft heart in a cruel world is courage, not weakness. Let’s not forget that.

@onceuponacream // Instagram

Ja, es ist mutig, sich nicht zu verstecken, sondern sich zurückzuziehen, Zeit für sich zu nehmen und für die eigenen Gefühle. Es ist auch mutig, sich nicht zu schützen, wie es von so vielen Seiten schallt. Brich mal ein weiches Herz. Aber die Mauern darum anzugreifen, das ist wie Krieg.

Ich muss mein Herz nicht beschützen, ich muss es achten, darauf achten. Wenn es sich zusammenzieht, ziehe ich mich zurück. Wenn es klopft und pocht, tanze ich. Wenn es weint, lasse ich es weinen. Niemand außer mir selbst kann mich brechen.

Wir alle haben weiche Herzen. Zu kaltem, hartem Stein geworden sind nur die Mauern außen rum. Angst vor Gefühlen, Angst vor Schmerzen, Angst vor Verletzung, Verlust und Verrat.

Schütz dich! Wie oft habe ich das schon gehört. Und ebenso oft habe ich mich dagegen gewehrt. Unverstanden und für dumm erklärt, für selbst Schuld erklärt, beginnt es immer wieder von vorn, sobald ich Gefühle zeige.

Da gibt es Menschen, die haben Angst um mich, dass es mir zu viel wird.

Zu viel Gefühle, zu wenig Emotionen.

Das muss doch aus dir raus!, heißt es. Aber nicht mit Tränen. Tränen gehören zu den gefürchtetem Teil der Gefühle. Wut dagegen scheint in Ordnung zu sein, eine fast schon gesunde Emotion in unserer Welt.

Mich hält Wut vom Fühlen ab. Wut steckt mir im Kopf, Worte formen sich im Geist und erschaffen Gefühle, die unangenehm sind. Mitgefühl ist doch das gesündere Gefühl, oder nicht?

Verständnis. Milde. Sanftheit. Sanftmut.

Wie? Verständnis? Für all das grausame, ungerechte da draußen? Nein, natürlich nicht. Aber ich verstehe, warum Menschen handeln, und ich glaube nicht an Monster. Ich glaube an die Gewalt um die verborgenen, versteckten und ach so beschützten Herzen.

Die Worte, die sie zu sich sagen, sind das Blut, das durch ihre Herzen fließt.

Suche nach Liebe

Von Freundschaft, Selbstfürsorge und Instagram

Heute las ich auf Instagram einen Post einer lieben Freundin. »Schatz, du wirst geliebt!«, war mein erster Impuls, ihr zu antworten. Doch ich tat es nicht. Es kam mir zu persönlich vor. 

Außerdem, was löst dieser Satz wohl aus? Ich bin nicht ihn ihrer Nähe, kann sie nicht in die Arme nehmen, nicht mit ihr sprechen.

Sie will gefallen, schreibt sie. Gefallen. Fallen. Gefallene. Menschen, die im Krieg gestorben sind, Soldaten, nennen wir so. Will sie eine Heldin sein? Wichtiger noch als zu leben?

Sie ist eine junge Mutter. Eine Löwin, die alles für ihr Baby tun würde. Ich wünschte, sie täte all das auch für sich. »Schatz, steh auf, wenn du gefallen bist!« Du Wunder, du liebevolles Wesen.

Manchmal, oder auch öfter, zeigen wir Mängel und Fehler von uns. Wir präsentieren sie geradezu und schreiben oder sagen, dass wir uns nichts aus Perfektion machen. Ich glaube, dass wir uns da selbst belügen. Wir zeigen das nur, damit wir TROTZDEM Zuspruch bekommen, damit wir eine Bestätigung erhalten, trotz des Fehlers geliebt zu werden. Wir tun uns sogar leichter damit, als uns schön zu zeigen. Selbst wenn es uns mal gelingt, weisen wir Komplimente dazu gerne zurück. Wir wollen nicht eitel oder selbstverliebt scheinen. Wir geben uns gleichmütig und verwechseln das mit Anmut. 

»Wenn wer meine Fehler liebt, meint er/sie das ehrlich.« Was für eine riesengroße Selbstlüge! Wir wollen doch nur, dass die Fehler dadurch reingewaschen werden! »Vergib mir meine Sünden, liebe mich trotzdem …« Ja, das funktioniert schon seit Jahrhunderten nicht. Wir bitten permanent um Vergebung, betteln um Liebe und glauben doch nicht daran. Wir hoffen.

Schatz! Kümmere dich bitte gut um dich selbst.

Du singst, wenn du den Brei für dein Baby zubereitest. Sing bitte auch für dich, wenn du dein Essen kochst.

Du wäschst und cremst dein Baby liebevoll. Achte darauf, bei der nächsten Dusche, sei zärtlich mit dir. Duftende Seife, verwöhnende Öle. Du kannst das.

Die Kleidung deines Babys verzückt dich und es macht dir sogar Freude, sie zu waschen und zu bügeln. Mach das bitte auch mit deinen Sachen. Zieh an was dir gefällt, freue dich über die schönen Stoffe anstatt über das Bügeln zu klagen.

Du gehst mit deinem Baby spazieren, es braucht die frische Luft, sagst du. Ja, mein Herz, und du auch! Du bist nicht nur die, die den Kinderwagen schiebt. Atme, staune, genieße die Natur. Du bewegst dich, bist draußen. Auch für dich! Bitte, für dich!

Dein Baby lächelt dich an. Du lächelst zurück. Das ist Liebe. Nicht mehr und nicht weniger.

Du wirst geliebt – genau so, wie du bist.

Wenn du nun noch aufhören magst, alle Liebe zurückzuweisen, bitte.

Du tust das, weil du sie nicht glaubst, sie an anderer Stelle suchst, eine andere Vorstellung von ihr hast, sie vermisst. Ich verstehe das. Doch Schatz, öffne dein Herz, finde deinen Frieden darin und du wirst vergeben können, auch dir selbst.

Ich wünsche es dir. Ja, ich wüsche dir, dass du bald die Sonne in dir siehst, die schon so viele andere wärmt und erfreut.

Und dir, liebe Leserin, lieber Leser, wünsche ich, dass du dich berühren ließest und inspiriert zu mehr Achtsamkeit mit dir selbst.

Mehr denn je – für ein positives Mindset

Ein positives Mindset zu haben oder zu entwickeln, davon lese und höre ich zurzeit an vielen Orten. Es ist nicht neu, doch die Definition klarer und die Wichtigkeit höher.

Wir sind gefordert in diesen Wochen und wahrscheinlich auch Monaten – in vielerlei Hinsicht, doch vor allem ganzheitlich. Es geht um unsere Gesundheit, nicht nur der körperlichen, sondern auch der geistigen und seelischen.

Mit den »feelingwords« und auch der »Sternenflaum Geschichte« geht es mir darum, den Menschen (wieder) mehr Gefühl ins Leben zu bringen. Dass wir alle fühlen, wie wichtig es ist, nicht alleine der Vernunft zu vertrauen, die aus dem rationalen Denken kommt.

Heute hörte ich die Pressekonferenz der österreichischen Bundesregierung zur aktuellen Lage bezüglich des Coronavirus. Unter anderem war vom »gesunden Hausverstand« die Rede. Genau dieser ist es, dem wir uns bedienen sollten. Denn der wohnt nicht allein in unserem Kopf, sondern auch in unseren Herzen.

Wahre Vernunft schließt das Fühlen ein

Wir hören und lesen von Panik und Ängsten. Was können wir tun? Nun, abgesehen von den Maßnahmenpaketen der Regierungen und den Gesundheitsvorkehrungen bezüglich Hygiene, können wir – und das meine ich wirklich – wir KÖNNEN an unserem Mindset arbeiten.

Unsere Einstellung zu uns und den Themen der Welt ist etwas, worüber wir tatsächlich Kontrolle haben. Wir können entscheiden, was wir denken, wie wir die Lage beurteilen, wie wir handeln wollen.

Im besagten Video der Bundesregierung gab es im Anschluss eine Fragerunde der Presse. “Wie sollen Menschen denn nun mit Hochzeiten verfahren? Diese sind schnell mal größer als 50 Personen.” – war eine dieser Fragen. Es geht dabei um Verantwortung. Wie wichtig ist mir MEINS im Sinne ALLER?

Natürlich wird keine Braut gerne ihre Hochzeit verschieben. Doch bitte, im Sinne der positiven Geisteshaltung: Gerade da sind doch auch viele ältere Menschen zu Gast. Wie es vom österreichischen Bundeskanzler gesagt wurde: die jungen Leute haben eine Verantwortung gegenüber den Älteren.

Es mag zynisch klingen, angesichts dessen den Brautleuten Achtsamkeit, Mitgefühl und ein positives Mindset zu empfehlen – ja, allein beim Schreiben ist das schon eine Herausforderung. Doch stecken wir ALLE derzeit in einer solchen.

Wir sind gefordert. Aufgefordert.

Was lösen wir mit Ängsten, mit Ausgrenzung, mit Anklagen? Wird davon je jemand gesund?

Arbeiten wir an uns selbst. Arbeiten wir an unserer Grundeinstellung zum Leben und zu den Menschen. Wir sollen einander nicht mehr die Hände schütteln und auch Umarmungen bitte nur noch in den eigenen vier Wänden, wenn überhaupt. Oh, wie bitter das klingt! Isolieren wir uns voneinander? Äußerlich ja. Wenn wir wollen, dass die Verbreitung des Virus aufhört, ja. Will ich meine Oma umarmen? Ja. Will ich sie in Gefahr bringen? Nein.

Wir Menschen haben zu unserer körperlichen Nähe und Verbindung auch noch eine andere. Sie ist etwas verkümmert, doch nicht verloren. Wir haben unsere Gefühle, Empathie und Sinne.

• Ein Baby kann seine Mutter alleine am Herzschlag erkennen.

• Deine Intuition warnt dich, du kennst das.

• Man greift zum Telefon und hört, gerade wollte ich dich auch anrufen.

Dem chinesischen Schriftzeichen zufolge bedeuten Krise und Chance dasselbe. Ja wirklich, in China wird für beide Begriffe das gleiche Schriftzeichen benutzt. Denken wir da mal darüber nach! Gerade in China sind die Menschen gefordert, ihre eigene Lebensphilosophie wieder anzuwenden. Vieles hat sich, wie bei uns auch, modernerem Denken hingewandt.

Kommen wir zu unseren Instinkten zurück. Besinnen wir uns wieder auf unsere innere Welt. Wir müssen, um zu meditieren, uns nicht in Menschenansammlungen treffen. Wir können das von zu Hause aus. Wir sind verbunden – und damit meine ich nicht das Internet.

Natürlich auch! Wie gut haben wir es, dass wir via Skype und ähnliches kommunizieren können, wir können uns sehen, und austauschen, über die ganze Welt hinweg. Es ist kein Ersatz für körperliche Nähe, doch wie oft haben wir sie denn schon? Merken wir das Fehlen nicht gerade jetzt erst?

Was wir auch noch brauchen ist

M I T G E F Ü H L

Viele sind direkt und noch mehr indirekt betroffen. MitarbeiterInnen in den Theatern, den Hotels, den Krankenhäusern und so weiter. Wir dürfen FÜHLEN, mitfühlen und mit positiven Gedanken allen beistehen.

Das Theater schließt, die Vorstellungen sind abgesagt. Betrifft dich nicht, da du erst für den Herbst Karten hast? Falsch! Es betrifft dich, denn du bist ein Mensch. Es betrifft die Spezies Mensch. Fühle in dich hinein und schicke in Gedanken Positives zu den Menschen, die jetzt um ihren Job bangen, die Verantwortung haben in den Häusern und Spielstätten. Viele sollen – wenn möglich – von zu Hause aus arbeiten. Doch erkläre das einem Sänger oder einer Schauspielerin. Es betrifft uns alle, denn ja, wir haben doch alle schon gute Musik und gute Darstellung genossen, nicht wahr?

Arbeiten wir an unserem Mindset

Ich wiederhole mich? Das macht nichts. Es wurde noch nicht oft genug gesagt.

Ich werde mir selbst auch die Zeit nehmen und die Sternenflaum Geschichte noch einmal lesen. Denn sie beschäftigt sich mit der Reise zu einem Selbst, dem Blick ins Innere und den Gefühlen …

Balsam für die Seele

Den Satz »Balsam für die Seele« habe ich bei einem Spaziergang in der Stadt gelesen. Wo genau weiß ich nicht mehr, jedoch, er blieb hängen, der Satz.

Er erinnerte mich an früher. Es gab eine Zeit, da meinte ich, meine Seele würde weinen. Ich hatte keine genaue Vorstellung davon, was »Seele« ist, doch ich fühlte eine innere Traurigkeit, die ich mir mit meinem Verstand nicht erklären konnte. Mein Leben war schön, es gab keinen Grund unglücklich zu sein. Dennoch, etwas in mir weinte. Jetzt nicht mehr, weil ich nun weiß, was dieses innere Weinen war – Sehnsucht. 

Es braucht keinen Balsam für die Seele, die Seele selbst ist der Balsam. Sie ist die Liebe in mir, sie ist meine eigene Fürsorge, mein eigenes »Liebhaben«, mein inneres Zuhause.

Wie an einem schönen Ort, an dem man sich gar nicht satt fühlen kann, wo es so herrlich ist, dass es kaum zu begreifen ist, man ist dort und sehnt sich danach, dort zu bleiben. 

BEI SICH SEIN

IN SICH SEIN

ZUHAUSE SEIN

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Nebelleben

»Nebel rückwärts gelesen gibt Leben«

Vielleicht, weil wir nie wirklich ganz klar sehen werden, nie alle Zusammenhänge begreifen können … Es ist so schön im Nebel, sich vortasten, umhüllt sein, mutig sein, neue Wege wagen, lauschen … Alles ist so intensiv im Nebel und irgendwie gedämpft … Auch die Zeit scheint ihren eigenen Rhythmus zu haben.

Wenn sich der Nebel lichtet, wenn das Mystische verschwindet und der Alltag Farbe bekommt, wenn plötzlich das bunte, geheimnisvolle Laub zu nassem Matsch wird, dann ist sie wieder da, die Herausforderung hinzusehen, dass Leben zu schauen, um eben dann nicht mit trüben Blick, aus dem Leben wieder Nebel zu machen.

Ich genieße den Nebel im Wald, denn auch wenn ich weiß wie der Wald aussieht, wenn ich die Wege kenne, so ist doch im Nebel alles anders. Es darf mir stets ein Bild sein, dieses nicht ins Leben zu holen, mich verklären zu lassen von Kränkung, Stolz oder Erwartungen.

Denn ich weiß, ich würde mich darin verirren.

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