Schlagwort: Schreiben

Die Reise geht weiter | 2

Nachtrag zum ersten Beitrag auf dieser Website “Die Reise geht weiter”

Heute ist ein Aufräumtag. Außen wie innen. Natürlich. Ich habe heute Vormittag ein vollgeschriebenes Notizbuch zur Hand genommen. Auf dem Umschlag steht nichts, es ist schön, dunkelblau und fühlt sich gut an, ich hatte es oft in der Hand. Erst wollte ich mich mit einem Kaffee in den Lieblingssessel setzen, um darin zu lesen. Doch dann öffnete ich die Notizen am Mac und fing an zu tippen. Bis ich mich versah, war es Nachmittag und ich habe fast das ganze Notizbuch abgetippt (und sortiert!). Vieles waren nur Gedankenfetzen oder Reminder. Einiges wirklich interessant, Büchertipps, Webseitentipps, Zitate usw. Jetzt habe ich die letzten Seiten vor mir liegen. Sie sind anders als die anderen, ließen mich innehalten. Sie gehören zu einem Erlebnis von vor zwei Jahren. Ein Kinobesuch, der mich nachhaltig berührt, bewegt und begleitet. »Deine Juliet«.

Es ist der erste Beitrag hier im Blog und ich hatte keine Erinnerung mehr daran, dass ich weitere Notizen dazu in einem Buch gesammelt hatte. Heute fand ich sie und ich möchte sie nun mit euch teilen.


Meine Notizen vom 13.08.2018, in einem Café mitten in Wien, spät Abends nach dem Kino:

»Deine Juliet« heißt der Film, den ich gerade schaute. Ich bin dankbar, er ist wie für mich gemacht. Wobei ich das nicht wörtlich meine, natürlich nicht. Es ist nur so, dass er genau auf mich und meine Lebenssituation passt, so genau, dass es wohl sogar Zweifler an Wunder glauben ließe.

Bücher bringen Menschen zusammen. Geschichten helfen Menschen in schweren Zeiten zu überleben. Ich weiß das, ja wusste das natürlich schon vor dem Film, doch wie ein Zauber hat er es mir so gewaltig vor Augen geführt, dass es mir im Kinosessel schwindlig wurde. Jetzt sitze ich hier, in dieser warmen Augustnacht und schreibe wie selbstverständlich in mein Notizheft. Ohne dieses und meinen Lieblingsbleistift gehe ich ja schon Jahre nicht mehr aus dem Haus. Beide waren geduldig mit mir. Manchmal habe ich auch noch ein Buch in der Tasche, meistens sogar, doch Heft und Stift fehlen nicht einmal auf dem Weg zum Supermarkt. Dabei kann ich mich nicht erinnern, jemals auf dem Weg zum Einkaufen innegehalten zu haben, um etwas aufzuschreiben. Auch auf dem Rückweg fiel mir das nicht ein … Was treibt mich also dazu, beides ständig mitzunehmen? Na egal, sind ja nicht schwer.

Ganz tief in mir höre ich, dass ich darauf wartete wieder zu schreiben. Ich mochte die Zeit im Badischen und in der Schweiz, meine Vielschreiberzeit.

Doch dann hörte alles auf.

Der Stift rührte sich nicht mehr, die Seiten blieben leer. Lange Jahre. Ich merke, dass mir die damalige Routine fehlt, dass es mir schwerfällt in Schreibgeschwindigkeit zu denken und bei der Sache zu bleiben. Nein, das stimmt nicht ganz, ich meine beim Gedanken zu bleiben. Möglicherweise springe ich von Gedanken zu Gedanken und ich darf zurücklesen und Worte einfügen. Nun gut, das sind die Anfänge. Da ich das alles schon einmal erlebt habe, weiß ich wie sich das Schreiben entwickelt, mache ich mir deswegen keine Sorgen, ganz im Gegenteil: Ich freue mich auf die Reise! Auf geht’s, wieder in das Abenteuer der Worte!

Eine Einfügung fällt mir jetzt schon ein, es waren die Gedanken vor dem Film. Da ich noch Zeit hatte, stöberte ich in einer Buchhandlung durch die Werke und landete bei den sogenannten Lebenshilfebüchern und der Esoterik Ecke. Einiges von dem, was da angeboten wird, habe ich gelesen oder noch Zuhause. Da ich mich derzeit nicht in meiner glücklichsten Lebensphase befinde, hatte ich ehrlich gesagt nur Verachtung für diese Art von Büchern übrig. Ganz nach »Ihr könnt mir auch nicht helfen!«

So viele kluge Ratgeber und alles nur Theorie. Soll ich da noch weitere hinzufügen? Bitte nicht! Ich würde mich schämen. Anderen Ratschläge zu erteilen, jetzt da ich selbst mit tiefsitzenden Ängsten um die Vorherrschaft meiner Gefühle kämpfe! Keines dieser ach so wunderbaren Bücher – von sicher ganz zauberhaften Menschen – kann mir dabei helfen. Sie muntern einen auf, geben Mut und Zuversicht, ja, das machen sie sehr gut, doch helfen kann ich mir nur selbst. Punkt. Wenn ich also kein Lebenshilfebuch schreiben will und werde, was dann? Mein Leben hat definitiv mit dem geschriebenen Wort zu tun …

Ich werde einfach nichts versprechen!

Werde stattdessen Geschichten und Gedanken liefern … welche, die selbst zum Denken anregen, die Gefühle hervorrufen und innehalten lassen …

Was mir so alles durch den Kopf schwirrt: Engel. Gibt es sie? Was haben sie mit der Religion zu tun? Gab es sie schon vorher? Wenn ja, wie nannten die Menschen sie? Können einen Engel im Leben begleiten? Gott. Dasselbe Thema. Wer oder was war Gott vor der christlichen Kirche? Und Jesus? Irgendwas in mir sagt mir, dass es Jesus so als Mensch / Mann nicht gab. In meinen Seelengesprächen war da immer nur Sananda. Auch wichtig: das Thema Toleranz oder doch nur die Angst, sich zu wehren? Was bedeutet es, sein Licht in die Welt zu bringen? Wachstum. Der Mensch strebt danach und schämt sich dafür.


Was für ein eigenartiges Gefühl, diese Aufzeichnungen nach fast zwei Jahren zu lesen … Mein Zeitgefühl ist wieder einmal nicht vorhanden. Ich könnte das auch gestern erst geschrieben haben. Interessant ist jedoch, dass ich einige meiner Fragen schon hier im Blog zum Thema machte. Es schadet also nicht, selbst ab und an durch meine eigene Seite zu lesen.

Jetzt vorbestellen: Zwischen den Himmeln

UPDATE

Das E-Book ist zwischenzeitlich leider nicht erhältlich, die Neuausgabe wird gerade bearbeitet und erscheint Mitte Juli.

Wer eine Info dazu bekommen möchte, schreibt mir bitte oder trägt sich ins kostenlose E-Mail-Abo ein.

Zwischen den Himmeln. Eine Kurzgeschichte über eine verirrte Seele, die wieder zurück ins Leben fand.

Der erste Band der neuen E-Book »feelingwords« Reihe

ist eine Liebeserklärung an das Leben. Wie leicht verlieren wir den Bezug zu uns selbst, verkennen wir den Wert unseres Daseins, vor allem, wenn Probleme, Stress, Krankheit uns belasten.

In dieser Kurzgeschichte begleiten wir eine liebe Seele, der genau dies passierte, sie verirrte sich und suchte nach Hause.

Trost und Zuversicht möchte die Geschichte schenken, Dankbarkeit und Verbundenheit zeigen. Ganz so, wie die Freundschaft, die sie erschuf.

Das E-Book »Zwischen den Himmeln« wird im gängigen ePub-Format und in allen üblichen Stores erhältlich sein (iBooks, Talino, Weltbild, etc.)

Zudem wird es eine pdf-Version geben, dazu bald mehr.

Zwischen den Himmeln – das neue feelingwords E-Book

Freunden und deren liebevoll weisenden Bitten der erneuten Veröffentlichung der »feelingwords« ist es zu verdanken, dass nun dies die erste wieder aufgelegte Geschichte ist, derer noch weitere folgen werden.

»Leb weiter, liebe Seele – leg los!« war der Titel der Parabel über eine Seele, die sich verirrt hatte und deren Körper in einem Krankenhausbett liegend, auf ihre Rückkehr wartete. Noch nach Jahren fühle ich die Geschichte, spendet sie mir Trost und Zuversicht, erinnert sie mich an Freundschaft und Verbundenheit. Dies ist der Grund, warum ich mich entschied, sie als Erstes wieder zu veröffentlichen, wenngleich auch leicht überarbeitet, so dass sie sich für mich wieder ebenso stimmig anfühlt wie damals.

Die neue »feelingwords« E-Book-Reihe

Mit wenigen Worten lassen sich Herzen mehr berühren, als mit vielen. Davon bin ich überzeugt.

Den Gefühlen verschrieben, sowie dem achtsamen Umgang mit den Gedanken und einer feinen Wahrnehmung der Textmelodie, fließen die Worte intuitiv aufs Papier. 

Die Cover-Bilder dieser Buchreihe sind von mir mit Feder und Tusche auf handgeschöpftem Papier geschrieben.

Weitere Titel sind in Vorbereitung.

Marketing & Sponsoring

Es besteht die Möglichkeit, feelingwords ins Marketing mit einzubeziehen, ebenso wie eine Kooperation.

Bsp: Sonderauflagen mit spez. Vorwort // E-Book Cover mit eigenem Logo // Illustrationen …

Die verschiedenen Titel behandeln unterschiedliche Lebensthemen, die u.a. gut zu Coaches, Trainer, Therapeuten passen.

Aber auch ein völlig neu geschriebenes Werk ist möglich.

Bei Interesse freue ich mich über eine Kontaktaufnahme.

Weiterhin möglich: Ein Charakter in der Sternenflaum Geschichte werden. Hier gibt es mehr Infos dazu.



Die Reise geht weiter

Mein erster Blogpost war am 29.09.2009. Der Titel »Die Reise zum Ich«

Es ist Zeit, dies nun wieder aufzugreifen. Die Reise geht weiter. Natürlich tut sie das stets, doch meist nicht so bewusst. Mit dem Beitrag »Verwandelplatzter Traum« endete mein erstes Blogger Abenteuer im Januar 2014.

Jetzt haben wir August 2018 und einen Kinobesuch. »Deine Juliet«. So beginnt es also wieder, das Schreiben. Mit einem Film. Gut, wieso auch nicht?

Passend dazu, dass es in dem Film um Bücher geht, ums Lesen und ums Schreiben. Ja, und darum dem Herzen zu folgen. Klingt kitschig? Schade, denn es ist der wohl einzige Rat, der den Namen verdient hat: »Folge deinem Herzen«.

Ich habe das schon mal gemacht – und auch nicht. Bin meinem Herzen schier nachgerannt und hab andermals der Vernunft den Vorrang gelassen. Dabei drängelte sie nicht, es reichte ihre plötzliche Anwesenheit. Schwups machte das Herz dem Verstand platz. Weinend natürlich. Melodramatisch und voller Selbstmitleid versteht sich.

Ein Kinobesuch lässt mich nach Jahren wieder zu Stift und Notizbuch greifen …

Im Grunde wartet das Herz nur auf das Happy End. Es kann ja leicht zurückstecken, traurig sein inmitten der Liebe. Es weiß, dass es gewinnt. Nur weiß ich das auch? Lebe ich noch, wenn es denn soweit sein sollte? Ich meine, erlebe ich den Schluss des Buches? Des eigenen Lebensbuches wohlgemerkt und vorausgesetzt der Fantasie, dass es so eines tatsächlich gäbe.

Weißt du, was mir manchmal hilft? Zu denken, ich bin erst irgendwo in der Mitte des Romans (ich sag jetzt bewusst nicht Drama oder Komödie). Es gilt nicht, Seiten zu überspringen und den Schluss vorab zu lesen! Dieses Buch hat für mich unzählige Seiten und die meisten davon sind leer. Zwischendurch tauchen Sätze auf, manchmal nur Worte, oft Namen oder Orte oder auch ein Film. So wie der von heute, »Deine Juliet«.

Eigenartiger Titel »Deine Juliet« (dabei ist der Originaltitel noch viel eigenartiger: ›The Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society). Beim Suchen nach einem Montagskino las ich diese zwei Worte »Deine Juliet« und was dachte ich? Ein Brief. Der Film handelt sicher von einem Brief und dieser Juliet, die ihn schrieb. Kinokarte reserviert. Klarer Fall, schöner Montagabend. Sehr sehenswerter Film.

Ich merke gerade, dass ich in den Themen springe. Bitte sieh es mir nach, ich schreibe heute seit langer langer Pause mal wieder. Jahre vergingen … Wie viele Seiten das in meinem Lebensbuch wohl waren?

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