Buchprojekt “feelingwords” – von der Idee bis zum fertigen Buch & zu dem guten Gefühl noch Jahre danach …

Buchprojekt – feelingwords und Sigrun Ender

Ein Einblick in den Entwicklungsprozess eines Buches im Selbstverlag

Vor 9 Jahren durfte ich für und mit Sigrun Ender ein faszinierendes Buchprojekt realisieren. 

Faszinierend deshalb, weil es so viel mehr war, als nur ein Buch zu kreieren und zu veröffentlichen. Gut, es ist immer mehr als es aussieht, doch hier ging es richtig tief und an Themen, die ich nie vermutete.

* Vorstellung eines Buchprojektes mit Verlinkungen und Empfehlungen // Keine beauftragte Werbung.

Sigrun Ender ist Engelscoach. Für sie sind Gespräche mit Erzengel Gabriel tägliche (darf ich hier Normalität schreiben?) … Doch, ja, ich denke schon. Für Sigrun ist es normal, mit Engel zu sprechen und mit ihnen zu arbeiten. Nicht für mich. Überhaupt nicht. Dabei ist es nicht so, dass ich nicht wüsste, dass es sie gibt. Das steht außer Frage, dufte ich ja selbst schon so einige Dialoge mit den Engeln führen … Doch mein Verhältnis zu ihnen ist ein völlig anderes, als Sigrun es hat. Sie nennt sie bei den Namen, die ihnen irgendwann gegeben wurden, sie spricht voller Demut und Liebe mit und über sie. Auch das ist faszinierend. 

In einem ihrer Dialoge mit Erzengel Gabriel hieß es dann: mache ein Buch daraus. Sigrun wandte sich an mich, da ich kurz zuvor selbst eines veröffentliche und somit frische Erfahrung damit hatte. Wir nahmen das Projekt in Angriff und es war einfach nur WOW. Ja, auch ich als Schreiberin habe kein besseres Wort dafür. 

Von Anfang an war es mein Bestreben, ein Buch zu gestalten, dem man den Selbstverlag nicht ansieht. Schön sollte es sein und professionell in der Ausführung und so lernte ich, was Schmutzseiten sind und ein Impressum etc. Ich mag mein Buch immer noch, auch wenn ich es nicht mehr anbiete, zumindest nicht mehr in der Form. Sigruns Buch gibt es noch, überall wo es Bücher gibt und natürlich auf ihre Webseite.

Ein kreativer Prozess für inneren Frieden

Es ist gut geworden und schön und ich bin auch stolz darauf, das alles ohne mega Ausstattung hinbekommen zu haben. Die eigentliche Herausforderung war aber nicht das Layout. Auch nicht das Cover, das zwar einige Anläufe brauchte, letztlich aber ein wundervoller kreativer Prozess war – nein, es war der Inhalt. Die Aussagen des Erzengels. Ich kam mit manchen davon überhaupt nicht klar! Mit Sigrun stellte ich unsere Freundschaft damit auf die Probe, ja, wir hatten heftige Gespräche deswegen. Letztlich ging alles gut.

Ich habe eine Menge gelernt dabei. Auch, dass es richtig ist, zu prüfen worunter ich meinen Namen schreibe, zu prüfen, was ein “feelingwords” Buch ist und was nicht (ich habe einige Anfragen deshalb abgelehnt, da ich mit den Themen nicht überein kam). Ich bin nicht die Autorin, ich bin nicht in der Verantwortung für den Inhalt. Dennoch war es mir wichtig, zu verstehen. Mein Dialog mit Gabriel lief daher nicht so respektvoll und demütig ab, wie es sich eigentlich gebührte. Ich werde nie vergessen, wie Sigrun entsetzt darüber war. 

Ich habe meinen Frieden mit Gabriel gefunden und freue mich auch heute noch über so manches Gespräch. Dennoch, unser Verhältnis war nie wirklich herzig, ich würde es heute aber respektvoll nennen. Ja, das stimmt schon. Ich habe begriffen, dass wir nicht einer Meinung sein müssen, dass ich nicht alles Wort für Wort wahr-nehmen muss und auch, dass ich mit der Zeit, mit meinem Leben, meinen Erfahrungen, meine Ansichten darüber ändern kann.

Aus Engelssicht sieht halt auch alles anders aus.

Was mir noch bei Sigruns Arbeit gefällt, ist, dass sie nicht nur channelt, sondern auch lehrt, wie das funktioniert. Für sich selbst channeln ist meiner Meinung nach die korrektere Art, mit den Engeln und Erzengeln u. ä. zu kommunizieren. Wir alle haben unsere Muster und Filter, durch die Informationen niemals 1:1 weitergegeben werden können. Auch im normalen Gespräch nicht.

Nimm als Beispiel ein Buch, egal welches. Du liest es, bist begeistert und erzählst anderen davon. Selbst wenn du manches exakt zitierst, wirst du DEIN Bild des Buches, deiner Eindrücke wiedergeben. Das ist völlig normal.

Umso wichtiger, sich jemanden zu suchen, dem man vertraut und der mit sich und den eigenen Mustern einen reflektieren Umgang pflegt. Zu lernen, wie man für sich selbst channelt, ist eine Lebenshilfe, für die es keinen Vergleich gibt. Dass Sigrun das kann und anbietet, ist ein Geschenk für diese Welt. 

Das Buch “Gespräche mit Erzengel Gabriel” war für Sigrun Ender der Beginn eines neuen Bereichs in ihrer Arbeit als Coach. Über die Jahre ist dieser wundervoll gewachsen und es gibt neben Engelsbildern und Legekarten eine ganze Reihe von zauberhaften Produkten, die einem die Engel und Erzengel näher bringen. 

Sie sind Freund und Freundin, Beschützer und Begleiter, Ansprechpartner, Zuhörer, liebevoller Beistand, kreative Stupser …

Ein Geschenk für die Welt

Sich den Engeln zu öffnen, dafür braucht es auch Mut. Weniger sich selbst gegenüber, denn da hört man einfach auf sein Gefühl, auf das innere Rufen. Nein, Mut braucht es für die anderen, die einen vielleicht schief anschauen, belächeln, sich über einen lustig machen. Oh, ich weiß, wovon ich rede …

Dabei habe ich letztlich erkannt, dass es trotz allem besser ist, dazu zu stehen, zu sich zu stehen, zu der Verbindung zu stehen, statt alles zu verleugnen und zu verheimlichen. Menschen spüren das und sie wollen Authentizität. Die lautesten Lacher werden still, wenn du dich davon nicht beeindrucken lässt. 

Ich habe Menschen mein und/oder Sigruns Buch ehrfürchtig berühren sehen, Menschen, die mir erstaunt mitteilten, dass sie “eigentlich nicht so sind” oder “eigentlich nicht an sowas glauben”. Innen spüren wir diese Verbindung und auch die leise Hoffnung, dass da doch noch mehr ist, sein könnte …

Buchprojekt – feelingwords und Sigrun Ender

“Das Leben ist leicht und wunderbar! Gespräche mit Erzengel Gabriel” von Sigrun Ender

Mit diesem Jahrestag und der Erinnerung daran verbinde ich aber noch mehr. Ich erlebe selten Erkenntnisse oder Entscheidungen punktgenau, auf den Tag genau. Es ist ein Prozess über Tage oder Wochen. Oft zeigen sich Zusammenhänge erst in der Rückschau. So habe ich mein Angebot, für Menschen wieder einzeln, direkt und persönlich zu schreiben, wieder aufgenommen – aber nicht nur. Ähnlich wie Sigrun, möchte ich interessierten Menschen zeigen, wie sie auch für sich selbst schreiben können. Wie sie den Zugang zu den inneren Worten (wieder) finden können.

Außerdem arbeite ich daran, mein Buch “Die Sternenflaum-Geschichte Band 1” mit dem Titel “Die Reise nach innen” doch als Druckausgabe zu veröffentlichen. Derzeit gibt es sie “nur” als E-Book. Die Erinnerung an Sigrun und ihr Buch ließ mich recherchieren, was es denn heute, so viele Jahre später, für Möglichkeiten gibt. Ich war erstaunt, wie wenig sich auf dem Buchmarkt verändert hat. Über Monate hinweg suchte ich nach einer Book-on-demand bzw. Print-on-demand Lösung, die nachhaltiges Drucken auf Recyclingpapier anbietet. Doch leider vergeblich. Es bliebe entweder der Gang zu einem Verlag, aber auch da gibt es erst wenige, die sich mit ökologischem Druck beschäftigen oder in spezialisierten Druckereien alles selbst in Auftrag zu geben. Beides kommt für mich derzeit nicht infrage, aus diversen Gründen (es kann sein, dass ich darüber noch einen eigenen Beitrag schreibe).

Mein erstes “feelingwords” Büchlein und eben das von Sigrun wurden mit lulu.com realisiert. Das klappte gut und deshalb fiel auch diesmal wieder die Entscheidung darauf. Für Wald, Umwelt und mein Gewissen werde ich Baumpflanzprojekte unterstützen. Das mache ich zwar auch jetzt schon, bzw. die letzten Jahre schon, doch für die Sternenflaum-Geschichte werde extra noch Bäume pflanzen lassen. Sobald ich da genaueres weiß, schreibe ich natürlich darüber.

Buchprojekt “feelingwords”

Mein Wunsch an mich ist, dies alles noch in 2021 zu schaffen, doch das größere Versprechen ist, auf mein Gefühl zu achten, auf meine innere Stimme zu lauschen und die Gedankenstimme dafür leiser zu drehen. Mein Herz kann vernünftig sein und meine Vernunft auch mal voll Gefühl. 

Solltest du jetzt auf die Idee gekommen sein, selbst auch ein Buchprojekt anzupacken, melde dich gerne, tauschen wir uns aus und wer weiß, vielleicht finden wir zusammen und ich kann dich bei deinem Abenteuer unterstützen …

Denn das es ein Abenteuer ist, steht außer Frage! 

Ein Buch zu veröffentlichen ist soviel mehr, als Wörter auf Papier zu bringen. Es sind unfassbar viele Schritte zu machen, es ist ein wunderschöner Prozess und Weg. Immer wieder.

9 Jahre gibt es Sigruns Buch also schon. Wie gut, dass ich kein Zeitgefühl habe. Die Themen sind ja an sich auch zeitlos und die Engel sowieso.

Zum Buch gibt es auch ein professionell eingesprochenes Hörbuch und ein Kartenset mit Affirmationen. Schau gerne in Sigruns Shop rein, da wimmelt es vor liebevoller Engelsenergie!

Für Fragen rund um das oder ein neues Buchprojekt nutze bitte das Kontaktformular, ich melde mich baldmöglichst zurück.

Wenn du keinen neuen Beitrag verpassen möchtest und ich dir zwei feine Downloadposter der aktuellen “Sternenflaum-Gold-Edition” schenken darf, dann melde dich zur kostenlosen Montagspost an.

Wen dürfen diese Worte noch erreichen?

Warum ich hier schreibe

Warum ich schreibe, werde ich immer mal wieder gefragt. Manchmal frage ich mich das selbst. Kürzlich wurde ich jedoch gefragt, warum ich nicht mehr “persönlich” schreibe, also nur noch so allgemein, für alle. Ich habe darüber nachgedacht und bin dankbar für diese Frage. Sie hat mir meine Gabe wieder vor Augen geführt und auch, dass und warum ich sie versteckte.

Ja, ich darf

Ja, ich darf helfen, auch wenn ich selbst Hilfe in Anspruch nehme.

Ja, ich darf für andere da sein, auch wenn ich selbst wen um mich brauche.

Ja, ich darf reden, auch wenn ich nicht alles weiß.

Ja, ich darf sagen, was ich mir denke, auch wenn ich es morgen womöglich anders sehe.



Mit dem Blick und dem Ja zu mir.



Ich muss nicht irgendwie »weit« sein.

Ich muss nicht fehlerfrei sein.

Ich muss nicht schon alles gelernt haben.

Ich muss nicht angstfrei sein.

Ich muss nicht in einer Beziehung sein.

Ich muss nicht erfolgreich sein.



Aus dem Blickwinkel anderer.



Welche Schritte ich in meinem Leben gemacht habe, wie weit sie mich gebracht haben, wie sich das für mich anfühlt, ob es mir weit genug ist oder war oder eben nicht, ist für andere unsichtbar.

Was für mich ein Fehler war, was letztlich ein Segen, wie ich Fehler definiere, ist für andere unsichtbar.

Mein innerer Stolz, wenn ich einen Meilenstein geschafft habe, ist für andere unsichtbar.

Wie gut es sich für mich anfühlt, anderen geholfen zu haben, auch wenn es mir selbst in dem Moment nicht gut ging, ist für andere unsichtbar.

Mein Danke zu mir, wenn ich mutig war, wo andere nur lachen, ist für andere unsichtbar.

Der ganz innere Punkt, der pocht, wenn es um ein Ja oder Nein in einer Beziehung geht, ist für andere unsichtbar.

Was für mich Erfolg bedeutet, wann und wodurch ich mich erfolgreich fühle, ist für andere unsichtbar.



Ich muss keine Zauberin sein, um all das für andere sichtbar zu machen.



Du musst das nicht sehen.

Du musst das nicht verstehen.

Du musst auch mich nicht verstehen.



Doch wenn du fühlen kannst, was ich meine, wenn du ein inneres Ja spürst, dann verneige ich mich in Dankbarkeit. Ich ehre die Herzen, die, und sei es nur für einen Moment, gleich schwingen. Ich ehre das Lächeln, das ich in meinen Augen spüre.

– Judith Eherer

Ja, es geht weiter.

Und wenn es dir guttut was du liest, wenn es dich berührt, dann ja, dann schreibe ich gerne für dich – oder schreiben wir gemeinsam?

Seit gut zwei Jahren veröffentliche ich hier, auf meiner Webseite. Ein Blog, so nennt sich das, doch mir gefiel die Bezeichnung nie, also benannte ich es neu. Es ist mein Notizbuch, mein Online-Notizbuch, in welchem ich dich lesen lasse, welches ich mit dir teile.

Warum? Weil mir vor Jahren gesagt wurde, dass es guttut, darin zu lesen. Weil ich darum gebeten wurde, meine Worte öffentlicht zu machen und ich unzählige Danke dafür erhalten habe. 

Persönliche Seelenbriefe

Ob du nun an eine Seele glaubst oder nicht, wenn du hier liest und es immer noch tust, dann ist da zumindest etwas, das du in dir spürst und über das du mehr wissen möchtest, ja?

Meine feelingwords, Gedanken, Geschichten & Gedichte sind für alle und leicht zugänglich. Dein Seelenbrief ist nur für dich. Den schreibe ich auch nur in deiner Gegenwart (online). Ich biete dir kein Coaching, kein Mentoring, keine Therapie. Ich biete dir meine Gabe, zu schreiben, was gelesen werden will. 

Du kannst den Brief natürlich mit zu deiner Therapie oder deinem nächsten Coaching nehmen, falls das für dich gerade auf dem Weg ist. Der Inhalt ist zwar nur für dich und wird auch nur dir etwas bedeuten, doch als Gesprächsgrundlage kannst du ihn sehr wohl nutzen.

Mit viel Gefühl

Ich sehe Menschen ihren Brief an sich drücken wie einen Teddy oder ein Kuschelkissen oder das Bild eines geliebten Menschen.

Ich sehe, wie über die Bücher und Briefe und Bilder sanft gestreichelt wird und ich sehe die Blicke, die glänzenden Augen, die Hoffnung und Berührung darin.

Lange war mir das zu viel, ich konnte es nicht nehmen, nicht annehmen, nicht verstehen. Zweifel kamen hoch und die Gedanken, ob ich das darf? Darf ich Menschen so nahekommen? Mit Worten? Also zog ich mich zurück, schrieb nur noch mit Abstand. Die Bitten um weitere Worte schob ich von mir. Das tut mir sehr leid, doch es war mein Prozess, mein Weg zu begreifen, zu reifen. 

Heute halte ich auch noch Abstand, nur nicht mehr von den Worten, sondern davon, sie persönlich zu nehmen, die Reaktion darauf persönlich zu nehmen. Es sind die Worte, um die es geht, um die Botschaft darin.

Ich schreibe sie für dich.

Von Herzen

Darf ich für dich schreiben? Ich freue mich auch über deine Worte, Fragen, Feedback …

K o n t a k t

Wen dürfen diese Worte noch erreichen?

Der Stimme Raum geben

Heute durfte ich erleben, wie es ist, wenn meine Stimme Raum bekommt. Freien Raum, ohne Bewertung und doch wertvoll, ohne Urteil und doch geteilt.

Ich nutze hauptsächlich meine Schreibstimme, um mich auszudrücken und auch, um mich zu drücken, vor der Sprache, dem Ausgesprochenen, dem was nicht zurückgenommen werden kann, dem was verletzen kann aber auch berühren.

Vor kurzem bemerkte ich, dass es hier auf der Webseite eine Statistik gibt, welche die Beitragsaufrufe zeigt. Jene mit Audioaufnahmen von mir sind mit Abstand die beliebtesten. Das hat mich verblüfft.

Letztes Weihnachten habe ich mir ein Mikrophon gekauft, es gibt da diesen Traum eines Podcasts … Doch dann fehlte ein Verbindungskabel und ich habe es bis heute nicht ergänzt. Wie einfach es doch ist, sich zu verstecken.

Denn ich bräuchte das Mikrophon überhaupt nicht. Im Laptop ist doch eines integriert. Nun, vielleicht nicht mit der besten Qualität, doch die könnte ich in der Wohnung sowieso nicht erreichen. Außerdem ist es für einen Podcast ja nicht notwendig, wie eine perfekte Studioaufnahme zu klingen. Vielmehr möchte ich dort plaudern, philosophieren, sprechen wie im Kaffeehaus unter Freunden. Wieso mache ich es dann nicht? Gute Frage.

Lebensinstrument

Der Traum
ist ein uns ebenso geschenktes
Lebensinstrument,
wie das Denken
und Fühlen.
Mehr noch als das Sehen,
das Hören, das Tasten,
das vielen nicht gegeben ist,
ist der Traum uns allen
EINS.

Fühle wie ein Kind träumt,
fühle wie ein Kätzchen träumt,
fühle wie ein Löwe träumt,
fühle wie ein Opa träumt,
fühle wie eine Mutter träumt,
fühle wie ein Freund träumt,
fühle …

Wer auch immer den Traum
aus der Realität verbannt hat,
hat mit seiner Angst eine Trennung
bewirkt.

Fügen wir zusammen,
was unser Herz schon immer
eint.

Wenn ich träume,
bin ich ebenso real und lebend,
wie wenn ich wach bin – und sogar
dann wenn ich Tagträume …

Denn ist die Phantasie
nicht ein uns ebenso geschenktes
Lebensinstrument?

Judith Eherer • feelingwords

Eingeladen zu einer Impuls-Session zum Thema Ahnenclearing, der ich spontan folgte, darf ich nun dankbar und erleichtert mich meiner Stimmen öffnen

Hintergrundmelodie: Harmony von AshamaluevMusic

Den beiden zauberhaften Wesen Andrea Pernsteiner und Reena Winters von »ROOTED WOMAN MEETS HEALING VOICE« widme ich zum Dank diesen Beitrag und auch die Worte “Lebensinstrument” die aus dem Archiv meines früheren Blogs »Herzgedanken» stammen. Geschrieben am 12. Oktober 2011, also vor genau 10 Jahren.

Wen dürfen diese Worte noch erreichen?

»No risk, no magic.« oder Den Mutigen gehört die Welt

Der Satz begleitet mich seit meiner Jugend und hier, mit diesem Beitrag möchte ich ihn auch dir ans Herz legen …

»Den Mutigen gehört die Welt.« Viel gehört und gelesen, oftmals als motivierend empfunden, aber auch abgetan als ja ja, leichter gesagt als getan.

Kennst du das?

Ich höre immer wieder, dass ich zu den Mutigen zähle. Für Freude, Bekannte, Familie, ist es kaum etwas Besonderes, wenn ich mal wieder mutig war. Wer denn sonst? Klar schaffst du das usw.

Innen sieht das natürlich anders aus. Mutig zu sein heißt nicht, keine Angst zu haben oder nicht nervös oder aufgeregt zu sein. Mutig sein heißt, es trotzdem zu tun.

Ich habe diesen Mut zum Glück in mir und eine liebevolle, sanfte Kraft, die ihn mir immer wieder zuschupst. Denn manchmal kann so ein Mut ein ganz schöner Feigling sein.

Mut ist nicht sorglos, ist nicht verantwortungslos, ist nicht übermütig. Ganz im Gegenteil. Mut weiß, was es bedeutet, mutig zu sein.

Dennoch, um das Glitzern des Neuen zu sehen, muss man zuerst die Türe des Risikos öffnen.

Um das zu schaffen, braucht es eines mehr als Mut, nämlich Vertrauen.

Vertrauen zu sich selbst

Vertrauen in die eigene Kraft

Vertrauen ins Leben

Vertrauen in die Verbundenheit

Vertrauen darauf, dass, selbst wenn alles schiefgeht, es glitzert

Heißt, nichts ist vorbei, nichts ist verloren. Es kann dauern bis die Wunden heilen, doch der Mut stirbt dabei nicht. Er mag sich weit ins Innere verzogen haben, doch er ist eine Diva. Etwas Geglitzer und die Aussicht auf was Neues bringt ihn schnell aus dem Versteck.

Mutig zu sein heißt auch nicht, etwas zu tun, wovor der Verstand einen warnt. Lebensbedrohliches zum Beispiel oder etwas, was sich und/oder anderen schaden könnte. Dennoch ist es zu hinterfragen, was der Verstand einem einflüstert. Denn es könnte sich dabei auch um die Worte des Feiglings handeln.

Den kenne ich auch gut. Nicht immer gehe ich mutig voran oder bleibe dran, was ich begonnen habe. Manchmal ist das okay oder genau richtig, manchmal mag ich mich dabei selbst nicht. Aber auch da bin ich nicht mehr streng mit mir. Es geht vorbei. Ich nehme mir Zeit für mich und meine Ängste, Sorgen oder was auch immer, nicht übertrieben viel, aber genug um sie nicht zu ignorieren, das mögen sie nämlich gar nicht. Früher zerdenkte ich dann alles hundertfach und ich litt darunter. Heute schaue ich hin, lasse sie aber weiterziehen wie Wolken am Himmel. Im Vertrauen darauf, dass der Impuls für neue Gedanken, neue Gefühle, neue Aktivitäten kommen wird.

Für mich heißt das: hin fühlen.

Nicht hineinfühlen, hin fühlen, an den Punkt im Inneren reisen und fühlen, was da ist. Nur im Einklang mit meiner Intuition, einem Ja aus der inneren Führung, einem Ja zu mir selbst, kann ich mich mutig an Neues wagen.

Da auch Angst ein Gefühl ist, braucht es da etwas Übung und achtsames nach innen lauschen. Was ist echt? Was ist maskiert? Was bringt mich weiter? Was will mich blockieren? Warum? Was kann ich ändern? Was darf ich mir anschauen?

Achtung: ich habe erlebt, wenn ich mich zu sehr mit diesen Fragen und der Angst beschäftige, dass das der Angst nur mehr Energie gibt. Also schauen, fragen, fühlen, danken und dann in Ruhe lassen.

Diese sanfte Kraft, die ich vorhin beschrieb, sie ist es, die ich Vertrauen nenne. Sie schupst mir den Mut zu, sie gibt mir das gute Gefühl. Vertrauen will wahrgenommen, angenommen und geübt werden. Wer sich selbst vertrauen will, darf zu erst selbstverbindlich sein. Hältst du ein, was du dir selbst zusagst? Dabei meine ich nicht die Neujahrsvorsätze, die glaubt ja kaum einer bereits beim aussprechen. Aber sonst, so im Alltag. Kannst du dir selbst vertrauen? Tust du, was zu sagst? Falls nicht, übe dich darin. Es ist für dich.

Vertrauen ist auch, vertrauen ins Leben, in das Gefühl des Beschütztseins. Eine Wahrnehmung der Verbundenheit mit dem Leben. An das, was meinen Körper leben lässt, woher mein Herz weiß, wie es zu schlagen hat, meine Organe wie von Zauberhand zusammenspielen. Die Haut weiß, wie sie heilt, wenn ich mich mal wieder am Papier geschnitten habe. Ich vertraue darauf, dass dies bei den körperlichen Angelegenheiten nicht aufhört.

Hoffnung ist meiner Meinung nach fehlendes Vertrauen.

Ist dieses Neue, wozu ich Mut bräuchte, visualisiert ein Kuschelkissen das ich an mich drücken will oder ist es eines, das stinkt und kratzt und welches ich nicht halten möchte? Mir das vorzustellen hilft mir bei vielen Entscheidungen. Probiere es gerne einmal aus und schreib mir deine Erfahrung damit.

Menschen, die wie selbstverständlich auf einer Bühne stehen oder in einer Ausstellung ihre Werke zeigen oder aus ihrem Buch vorlesen, brauchen scheinbar keinen Mut. Es wirkt, als wäre es ihnen eine pure Freude, ihre Botschaft zu vermitteln. Doch glaubt mir, viele davon vergehen kurz davor vor Nervosität. Berühmte Sänger:innen quälen sich mit Lampenfieber – und dennoch singen sie. Dennoch gehen sie auf die Bühne. Sie leben. Sie lassen sich vom Feigling nicht das Leben nehmen.

In Bewundernswert stecken die Wörter “Wunder” und “Wert”. Wenn du es dir wert bist, wirst du dich wundern, was du alles kannst, wird dein Leben zu einem Wunderwerk.

In einer meiner Lieblingsmeditationen von Selbstwärts* heißt es: “Sei stolz auf dich und dankbar für alle Hilfe”.

Ja.

* Mein Dank geht an dieser Stelle an @doris.luber für den Satz “no risk, no magic” und an @katharinaheilen für ihre Motivationsarbeit und an @robertweberartist für die Unterstützung und das Titelbild (aufgenommen in der Schweiz 2012) und an @setsuko_fukushima für die Inspiration zu meiner Teilnahme beim Event “Kunst am Zaun 2021” in Wien.

Wer mich besuchen möchte: Samstag, 11.09.2021 von 12 bis 18 Uhr in Wien beim Börsepark (genau Anschrift: Hermann-Gmeiner-Park, 1010 Wien, hinter der Börse)

Ja, es braucht all meinen Mut um dort mitzumachen, aber mein Herz hüpft vor Vorfreude!

* Empfehlungen / Werbung ohne Auftrag

Wen dürfen diese Worte noch erreichen?

Trau dich und fühl!

Gefühle und Fühlen als Wahrnehmung sind nicht dasselbe. Wieso du dich trauen darfst, zu fühlen, darüber schreibe ich hier (…)

Ja, beizeiten braucht es Mut, um zu fühlen.

Mit “fühlen” meine ich hier allerdings nicht die Gefühle an sich. Es geht mir um die Wahrnehmung des Fühlens.

Es ist Zeit, dies klarer zu beschreiben, denn ich wurde darauf angesprochen, wieso ich über etwas schreiben würde, was doch niemand mag. Gefühle mag niemand? Okay, zumindest kaum wer, hieß es. Gefühle sind doch lästig und schmerzhaft …

Wir kennen es, unsere Gefühle “zu haben”. Gute, schlechte. Oder auch, unsere Gefühle “zu sein”. Wir sind verliebt, glücklich, entspannt oder wir haben Angst, Wut … Ja, oft definieren wir uns sogar über unsere jeweiligen Gefühle. Wenn wir überwiegend schlechte Erfahrungen mit Gefühlen haben, wir verletzt wurden, uns ungeliebt fühlen, verlassen wurden … dann verdrängen wir sie gerne und suchen lieber anderswo nach dem Glück.

TRAU DICH UND FÜHL!

Fühl dich
Innen
Nach außen
Nimm dich wahr
Für wahr
Gut
Echt
Einzig

Trau dich
Zu dir
Fragen

Nach
Innen
Lauschen


Wahrnehmen
Was ist
Gehört werden
Will
Gelebt
Sein will

Sich
Ausdrücken will
Durch dich

Trau dich
Und fühl
Was du suchst

Judith Eherer • feelingwords

Wir fragen »Wie fühlst du dich?« und meinen »Wie geht es dir?«

Ich aber frage dich:

Wie fühlst du dich?

Was tust du, um dich zu fühlen?

Fühlen als Wahrnehmung des Selbst. Fühlen als Wahrnehmung wer du bist, wer wir sind. Wirklich. Essenziell. Von innen heraus.

Nicht definiert von deiner Kleidung, deinem Beruf, deinem Status, sondern danach, wie du dich fühlst, wie du dich wahrnimmst.

Gefühle entstammen den Gedanken. Das geht so schnell, wir merken das meist nicht. In der Rückschau, ja, da können wir es erkennen. Wir erinnern uns an Worte, Bilder, Erlebnisse und haben sofort die passenden Gefühle dazu. Nicht unbedingt die echten, aber wir glauben sie gern.

Wir glauben unseren Gefühlen und unseren Gedanken, aber vertrauen unserem Fühlen kaum.

Dabei ist das Fühlen die Gabe und ein wertvolles Tool noch dazu. Fühlen bereichert unser Leben, lässt es uns erst tatsächlich gewahr werden. Gedanken und Gefühle hingegen kommen und gehen. Sie täuschen uns in der Erinnerung und lassen Sehnsüchte zu, mit denen wir uns selbst verletzen.

Fühlen als Kompass. Fühlen als Antwortgeberin. Fühlen als Wegweiser. Fühlen als Begleiterin. Fühlen als Entscheidungshilfe. Fühlen als Sinnfinder. Fühlen als Impulsgeberin. Fühlen als Weg zu dir selbst.

Trau dich und fühl!

Das geht! Wirklich. Einmal abgekoppelt von den unliebsamen Gedankengefühlen, öffnet sich dir eine neue Welt. Das kann ich dir sagen, denn ich habe sie gesehen, sehe sie, erlebe und erfahre sie.

Hier mit meiner Webseite, den feelingwords und der Sternenflaum-Geschichte widme ich mich dieser Wahrnehmung des Fühlens mit jedem Beitrag, auf ganz unterschiedliche Weise, verschiedenen Perspektiven. Du bist eingeladen, hier zu sein.

Lesen, erkennen, reflektieren, meditieren, berühren lassen, staunen und fühlen, dich fühlen …

Es ist für dich.

»Mindset-Poesie ist Inspiration, Begleitung und Herzlichkeit. Mit meinen Gedanken, Gedichten & der Sternenflaum-Geschichte möchte ich dir zeigen, dass Fühlen nicht nur möglich, sondern der Kompass durchs Leben ist.«

Judith Eherer

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Wen dürfen diese Worte noch erreichen?

Eine neue Chance, oder?

Eine tolle Chance, sagen alle. Du auch, doch dein Gefühl sagt etwas anderes. Was ist nun “dein” Weg?

Und dann ist da plötzlich eine Chance …

Ein Angebot.
Eine verlockende Aussicht.
Eine, von der du weißt, dass es so ziemlich alle in deinem Umfeld freuen würde …
Eine, von der die Menschen sagen, wow, das ist toll
Es ist sogar eine, die Menschen beruhigt, du sie innerlich schon sagen hörst
Endlich
Das passt
Das hast du dir verdient
Jetzt kannst du …

Dein Verstand spielt mit, bejaht das alles
Dein Herz schlägt schneller
Du fühlst dich lächeln

Doch

Doch?

Wieso jetzt doch?

Klar musst du Kompromisse eingehen und ja, es ist sicher nicht alles nach deinen Werten, aber kannst du das erwarten?

Jetzt spürst du schon, wie die lieben Menschen in deinem Leben es mit der Angst bekommen …
Das kann man doch nicht ablehnen!

Natürlich nicht, denkst du dir.

Doch

Dein Herz schlägt nicht schneller, weil alles so toll und so aufregend ist

Du weißt das

Du weißt, dass du einen Teil von dir zurücklassen müsstest, deine Werte hintanstellen und die Phrasen der anderen für dich als Mantra wiederholen wiederholen wiederholen …

Das ist gut, das bringt Geld, das ist nicht schwer, das hast du dir verdient, denk an die Zukunft, das ist gut, das ist gut …

Es ist so, als ob du auf einer Brücke stehen würdest

Zwei Seiten, zwei Möglichkeiten und du in der Mitte

Doch

Ja, doch

Es ist ein Trugbild

Es bist immer du

Alles bist du

Welchen Weg du auch wählst

Du bist es

Du gehst ihn

Und ja, es kann sein, dass dieses Angebot zurückgenommen wird, wenn du diese Klarheit für dich hast, wenn unbewusst deine Stärke wahrgenommen wird, wenn du dadurch nicht mehr so geeignet erscheinst

Hast du dann etwas verloren?

Es wird für die anderen und von den anderen her so klingen.

Doch

Ja, doch

Fühl mal

Hast du nicht in Wahrheit viel gewonnen?

Es ist an der Zeit,
eigene Wege zu gehen

Wege

Die noch nicht sichtbar sind

Ja

Es werden Menschen sich fürchten, dich warnen und zurückhalten wollen, dich lieber auf einem schönen Pfad sehen wollen

Wie viele Generationen zurück ist das schon so?

Also verständlich

Verständlich auch

Dass es da immer mal wieder jemanden gibt
Der etwas anders machen möchte, von innen heraus es regelrecht anders machen muss

Pioniere

Für die Welt oder aber auch nur für sich selbst

Und ist es nicht so, dass der ach so wunderbare Weg oft gar nicht so wunderbar ist?

Wie viele kennst du
die den vorgegebenen Weg gehen und gegangen sind
und dabei ihr Glück gefunden haben?

Ja, doch

Spürst du, wie das Doch schwächer wird?

Schau,
es gibt den Weg
zu den Sternen
über die Träume
und den Glauben
an sich selbst

Judith Eherer • feelingwords

Übrigens, auf dem Bild steht “Do not walk outside this area.” Ja, das steht so auf dem Flügel eines Flugzeugs. Als ich das damals las, dachte ich, klar, ich werde mich hüten, außerhalb des Flugzeugs herumzuwandern und selbst wenn ich auf diesem Flügel stehen würde, könnt ihr sicher sein, dass ich nicht in die Wolken hüpfe. Aber Spaß beiseite, es ist eine wunderbare Metapher für das Leben. Wie oft hören wir, dass wir die Wege nicht verlassen sollen? Es ist ja nur zu unserer Sicherheit …

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Eine Geschichte über kleine und große Herzen und den Ruf nach Mama

Ein Babyvogelbesuch auf meinem Balkon inspirierte mich zu einer lyrischen Kurzgeschichte. Mein Herz wurde berührt und das möchte ich an dich weitergeben. Von Babyvogelherz zu mir zu dir.

Babyvogelbesuch

Süßer, kleiner Babyvogel
Machst Rast auf meinem Balkon
Magst du Pink?
Ich mag Pink

Du magst wohl lieber den Schatten
Den Schutz vor der Sonne
Ich beobachte dich
Durch die geschlossene Balkontüre

Will dich nicht erschrecken
Also verschiebe ich meine 
Kaffeepause
Schaue dir stattdessen zu

Und freue mich über das Geschenk
Des Zeitvergessens
Dein Schnäbelchen ruft
Nach der Mama

Wo ist sie?
Wo bist du hier bloß?
Du wolltest doch nur ein bisschen fliegen
So wie die anderen auch

Dieser Wind
Der ist so gemein
Hier hast du Ruhe
Der Wind ist schwächer auf dem Balkon

Die Sonne wandert
Dein schützender Schatten wird weniger
Dein Schnäbelchen ruft
Nach der Mama

Dein kleines Herz
Ich spüre es mit dir
Es klopft und ängstigt dich
Wo ist sie?

Unsere Menschenherzen kennen das auch
Egal wie groß oder klein
Der Ruf nach Mama
Und wie es sich im Herzen anfühlt

Wenn sie nicht da ist
Nicht kommt
Schütze dein Herz kleines Baby
Im Geiste umarme ich dich

Bin für dich da
Innen
Dein Flaum weht mit dem Wind
Die Sonne berührt dein Schäbelchen

Und fort
Fort fliegst du
Noch ungelenk
Ich schaue dir nach

Deine Flügel tragen dich noch nicht richtig
Das Spiel mit dem Wind
Darfst du noch lernen
Wirst du

Und du
weißt das auch
Unbewusst
Mit Urvertrauen

Deine Mama
Da ist sie
Sie war immer da
Ganz nah

© Ju. feelingwords

Wen dürfen diese Worte noch erreichen?

Du darfst DU sein und du bist nicht “zu” was auch immer

Lass bitte das „zu“ weg

Du bist zu still.
> Du bist still.
> Heißt, du lebst nach deiner (inneren) Lautstärke.

Du bist zu nett.
> Du bist nett.
> Heißt, es ist deine Art, mit den Menschen umzugehen.

Du bist zu langsam.
> Du bist langsam.
> Heißt, du hast dein eigenes Tempo, deinen Rhythmus.

Du bist zu ängstlich.
> Du bist ängstlich.
> Heißt, dir fehlt es an Vertrauen.

Jemanden mit dem Wort „zu“ zu betiteln, ist eine (Be-)Wertung in der Annahme, dass es so etwas wie eine Norm gibt. 

Tatsächlich aber, wird mit den eigenen Erwartungen und Erfahrungen gemessen.

Wenn du dir selbst oft „zu“ sagst, hast du vielleicht die Erwartungen und Erfahrungen anderer übernommen. Du möchtest an ein bestimmtes Ziel? Du sagst dir, du bist zu träge, zu unfähig, zu dumm, weil du nicht im gewünschten Tempo dort ankommst?

Bist du träge, unfähig, dumm? Wohl nicht. Du tust, was du kannst, du gehst über dich hinaus, du kämpfst. Das Ziel kommt nicht näher und du meinst, es reicht nicht. Du reichst nicht.

Zu-Wörter beschreiben das, bejahen das.

Stimmt es?

Du bist zu träge.
> Du bist träge.
> Heißt, die Motivation reicht nicht aus.

Du bist zu unfähig?
> Du bist unfähig.
> Heißt, was auch immer du da machst, passt wohl nicht zu dir.

Du bist zu dumm?
> Du bist dumm.
> Heißt, es interessiert dich nicht genug, um mehr darüber zu erfahren.

Check lieber nochmal dein Ziel. Ist es wirklich deines? Gefällt dir auch der Weg dorthin? Willst du das Ziel tatsächlich für dich erreichen? Oder, um jemanden zu beeindrucken? 

Auf deinem Weg, in deinem Leben, bist du nie „zu“ irgendwas. Davon bin ich überzeugt.

Lass das „zu“ weg, wann immer es dir begegnet.

Ich wäre zu extrem, hörte und höre ich. Ich bin extrem. Bin ich das? Bin ich extrem? Ich stehe zu mir und meinen Werten. Ist das extrem? Okay. Lieber so, als mich selbst verleugnen.

Dabei ist gerade dieses Beispiel unsinnig. Extrem kommt vom lateinischen extremus für (der, die oder das) „Äußerste“ . Lässt sich somit nicht steigern. Extrem steht auch für „bis an die äußerste Grenze gehend“. Somit auch hier, keine Steigerung oder Erweiterung möglich. Ist ja schon am Äußersten. Was soll hier also das „zu“? Extrem wird auch als Synonym für „unübertrefflich“ genannt. Wohhhooo, das macht Angst, nicht? Etwas Unübertreffliches, da kommt Ablehnung in einem auf. Es muss doch noch mehr geben, oder? Wird der Ehrgeiz geweckt? Entsteht da Wettbewerb, Gier oder gar Neid?

Im Duden heißt es: „Zu“ kennzeichnet ein (hohes oder geringes) Maß, das nicht mehr angemessen oder akzeptabel erscheint.

Quelle: duden.de

Merkst du, dass es dabei immer um diejenigen geht, die die Aussage treffen, und nicht um jene die sie zu hören bekommen?

Wer setzt den Maßstab? Wer bitte? 

Du? Für dich? Lass es mal sein und fühl den Unterschied.

Lies auch gerne bei „Über mich“ rein. Dort erzähle ich ebenfalls vom Wörtchen „zu“ und was es für meinen Weg bedeutete und noch bedeutet.

Wen dürfen diese Worte noch erreichen?

Annie und das Leben

Eine Kurzgeschichte aus »feelingwords Gedanken & Gedichte«

~ zum Earth Day 2021 + zum 35. Jahrestag von Tschernobyl ~

Es war einmal ein junges Mädchen, Annie. Sie war hübsch, wohnte mit ihren Eltern und Geschwistern in einem schönen Haus, hatte ein großes Zimmer für sich alleine, eine Miezekatze und auch sonst fehlte es ihr an nichts. Sie war glücklich und hatte stets ein freundliches Lächeln im Gesicht. Wenn sie im Wald spazieren ging, summte sie leise Melodien vor sich hin und freute sich über jeden Schmetterling und jedes andere Tier, das ihr begegnete.

Sie ging sehr oft spazieren. Leider nicht nur, weil sie gerne in der Natur war. Ihr fröhliches, glückliches Wesen war den anderen Menschen im Ort zuwider. Ständig musste sie sich anhören, wie weltfremd sie doch wäre, wie fern jeglicher Realität ihr Lächeln wäre. Selbst Annies Eltern waren ratlos, sie konnten sich nicht erklären, warum gerade ihre Tochter so glücklich ist. Von wem sie das hat? Jetzt haben sie schon mehr Fernsehstunden eingeführt, und die Zeitung legen sie ihr auch jeden Morgen hin. Aber nichts scheint zu helfen. Annie lächelt immer glücklich.

Obwohl ihr in letzter Zeit sehr oft nach weinen ist, denn es schmerzt sie, ständig von jammernden und klagenden Menschen umgeben zu sein. Es tut ihr weh, immer gesagt zu bekommen, dass es anmaßend wäre, wie sie einen anlächelte.

Natürlich versuchte Annie, mit den Menschen zu reden. Sie fragte sie, warum sie denn so unglücklich wären? Und warum sie sich über alles beklagten, was sie sich doch selber aufgebaut hätten? Und warum sie denn nichts ändern würden, an ihrem Leben, wenn sie es doch so wie es ist, nicht mögen? Annie bemühte sich sehr. Aber je mehr sie versuchte, das Glück mit anderen zu teilen, umso mehr Ablehnung erfuhr sie. Wo sie auch hinging, sie wurde gemieden. Selbst die Schule war für sie kein Ort der Freude mehr. Es wurde mit dem Finger auf sie gezeigt und hinter ihrem Rücken getuschelt. Auch die Lehrer riefen bereits bei Annies Eltern an, um sich zu beschweren. Annie würde die Energie in der Schule vergiften, es wären schon Kinder aufgefallen, die auch plötzlich lächelten und meinten, der Regenbogen draußen wäre schön. Das geht doch nicht, dass die Kinder vergessen, dass es vor einem Regenbogen nun mal geregnet hat! Wie kann man nur so tun, als wäre alles in Ordnung? Aber, wie gesagt, Annies Eltern wussten sich auch keinen Rat.

Einzig Annies Urgroßmutter, ja die könnte vielleicht wissen, was mit Annie los ist. Aber die ist schon so lange im Heim, die kennt bestimmt niemanden mehr. Nein, sie ist schon zu alt, um sie bei so etwas wichtigem um Rat zu fragen. Vielleicht sollte man einen Psychologen aufsuchen? Aber was das wieder kostet, die Krankenkasse zahlt das bestimmt nicht, meinte Annies Vater. Er hatte eine bessere Idee. Wie wäre es mit einem Ausflug, Annie? Ich möchte dir gerne meinen Arbeitsplatz zeigen, es ist sehr spannend in einem Atomkraftwerk zu arbeiten. Das wird dich auf andere Gedanken bringen. Und innerlich setzte er noch hinzu, und dann wirst du hoffentlich mal endlich aufhören mit glücklich sein.

Aber Annie widersetzte sich ihm, höflich lehnte sie diesen Ausflug ab. Sie sagte: Papa, hör doch was die Lehrer sagen, ich würde mich nicht gut auf andere auswirken, es wäre zu gefährlich, denn stell dir vor deine Arbeitskollegen wären dann plötzlich glücklich. Dann würden sie dort nicht mehr arbeiten wollen, verstehst du Papa? Ja, Papa verstand. Leider. So ein glückliches Kind ist aber auch eine Strafe. Bestimmt hat das alles was mit diesem Gott zu tun, mit dem Annie manchmal spricht. Gott, er weiß noch, dass er als Kind davon gehört hat, dass es so etwas mal gegeben hat. Aber das ist lange her. Wo Annie das nur wieder herhat? Weil sie aber auch ständig ihre Nase in Bücher vergräbt. Oh nein, wo soll das nur hinführen?

Annie ist derweil wieder draußen im Wald, sie genießt die Sonne, lacht mit den Vögeln, und erfreut sich an den Häschen und Rehen die umherspringen. Danke, ruft sie in den Himmel. Danke, es ist so schön!

© 2010 Judith Eherer
feelingwords.art/annie

Wen dürfen diese Worte noch erreichen?

Sanftmut

»Ein weiches Herz in einer grausamen Welt zu haben, ist Mut, nicht Schwäche. Das sollten wir nicht vergessen.«

Having a soft heart in a cruel world is courage, not weakness. Let’s not forget that.

@onceuponacream // Instagram

Ja, es ist mutig, sich nicht zu verstecken, sondern sich zurückzuziehen, Zeit für sich zu nehmen und für die eigenen Gefühle. Es ist auch mutig, sich nicht zu schützen, wie es von so vielen Seiten schallt. Brich mal ein weiches Herz. Aber die Mauern darum anzugreifen, das ist wie Krieg.

Ich muss mein Herz nicht beschützen, ich muss es achten, darauf achten. Wenn es sich zusammenzieht, ziehe ich mich zurück. Wenn es klopft und pocht, tanze ich. Wenn es weint, lasse ich es weinen. Niemand außer mir selbst kann mich brechen.

Wir alle haben weiche Herzen. Zu kaltem, hartem Stein geworden sind nur die Mauern außen rum. Angst vor Gefühlen, Angst vor Schmerzen, Angst vor Verletzung, Verlust und Verrat.

Schütz dich! Wie oft habe ich das schon gehört. Und ebenso oft habe ich mich dagegen gewehrt. Unverstanden und für dumm erklärt, für selbst Schuld erklärt, beginnt es immer wieder von vorn, sobald ich Gefühle zeige.

Da gibt es Menschen, die haben Angst um mich, dass es mir zu viel wird.

Zu viel Gefühle, zu wenig Emotionen.

Das muss doch aus dir raus!, heißt es. Aber nicht mit Tränen. Tränen gehören zu den gefürchtetem Teil der Gefühle. Wut dagegen scheint in Ordnung zu sein, eine fast schon gesunde Emotion in unserer Welt.

Mich hält Wut vom Fühlen ab. Wut steckt mir im Kopf, Worte formen sich im Geist und erschaffen Gefühle, die unangenehm sind. Mitgefühl ist doch das gesündere Gefühl, oder nicht?

Verständnis. Milde. Sanftheit. Sanftmut.

Wie? Verständnis? Für all das grausame, ungerechte da draußen? Nein, natürlich nicht. Aber ich verstehe, warum Menschen handeln, und ich glaube nicht an Monster. Ich glaube an die Gewalt um die verborgenen, versteckten und ach so beschützten Herzen.

Die Worte, die sie zu sich sagen, sind das Blut, das durch ihre Herzen fließt.

Wen dürfen diese Worte noch erreichen?

Den eigenen Weg finden

»Wir finden unseren eigenen Weg nicht, wenn wir in die Fußstapfen vor uns treten.«

Von wem ist dieser Spruch? Ich weiß es nicht, er begleitet mich jedenfalls schon sehr lange. Kürzlich wurde ich wieder einmal daran erinnert.

Vieles im Leben scheint so klar, anderes wiederum verworren, wie ein großes Rätsel. Der Ruf nach einer Anleitung wird laut. Eine Gebrauchsanweisung für das Leben. Wer hat noch nicht nach einer gefragt?

Das Paradox dabei ist jedoch, dass sie, sollte es eine solche Anleitung geben, unserem tiefstem Wunsch nach Selbstverwirklichung und eben den Drang, den eigenen Weg zu gehen, widerspricht. 

Es ist ein Geschäftsmodell geworden, solche Anleitungen anzubieten. Vielerorts und sehr kreativ wird man gelockt und umworben. Im privaten wie im geschäftlichen Umfeld. Auf Instagram zum Beispiel häufen sich diese Angebote. Sie tarnen sich. Es heißt, es sind Anleitungen für das Programm. Für mehr Reichweite, mehr Follower, mehr Likes – ergo auch mehr Beliebtheit, mehr Erfolg und auch mehr Geld. Sie spielen mit unseren Bedürfnissen, ja, sie spielen sogar mit dem Paradox – und, sie lassen sich gut dafür bezahlen. Was wiederum für deren Erfolg spricht und einen toxischen Kreislauf bedient.

Was meine ich damit?

In diesen Anleitungen lernen wir (ich nehme Instagram nur als Beispiel), was wir schreiben, sprich posten müssen, wie oft und mit welchem Inhalt. Wie viele Storys, wann und wo. Ausgeklügelte Systeme sind das, die für viele tatsächlich funktionieren (die, die das wollen), für andere bedeuten sie puren Stress. 

Wer seinen eigenen Weg finden will, für den ist es stressig, den vorgegebenen Fußstapfen zu folgen.

Nochmal zum Paradox:

Wer ist wirklich erfolgreich? Überlegt mal. Mir fallen in erster Linie Menschen ein, die etwas anderes machen als die Masse. Die innovativ und mutig sind. Erfinder, Visionäre, Künstler, Verrückte. Verrückt im Sinne von ver-rückt. Also aus der Rolle gefallen, vom Weg abgerückt.

Ein Beispiel der Eurovision-Song-Contest. Regelmäßig gewinnt dort das Neue, das was sich vom Vorjahr unterscheidet. Leiser, lauter, sanfter, irrer. Egal, Hauptsache anders. Dennoch gibt es jedes Mal eine Vielzahl von Darbietungen, die dem des Siegersongs des Vorjahres ähneln. Sei es die Performance oder das Lied selbst. Nachahmungen. Ich frage mich, warum?

Nehmen wir noch einmal das Beispiel Instagram. Es gibt da u. a. einen Hashtag #fürmehrrealitätaufinstagram. Es ist also durchaus der Wunsch dazu da. Auf der anderen Seite dient diese Plattform als Bühne. Und welcher Künstler stellt sich unvorbereitet und ungeschminkt oder ohne Kostüm auf die Bühne? Ebenso wie diese Künstler wollen wir uns zeigen, etwas Eigenes darbringen, Fans gewinnen, Herzchen für unsere Beiträge, es schmeichelt unserem Ego, es ist der Applaus im Social Media.

Was also tun?

Wie finden wir unseren eigenen Weg, wenn wir den Anleitungen der anderen folgen? Was, wenn wir gar nicht so anders sein wollen, schon etwas, aber nicht zu sehr. Wie gehen wir den eigenen Weg, wenn wir nicht viele finden, die applaudieren, die uns bestätigen oder gar fördern? Dann vielleicht doch lieber das machen, was für andere schon erfolgreich war?

Du und ich, wir werden es für uns selbst herausfinden müssen oder dürfen. Ist ja auch eine Chance darin, mehr über sich selbst zu erfahren.

Instagram diente hier als Beispiel, weil mich die liebe Doris @aprilgefuehle dazu inspirierte. Das ist nämlich das Schöne daran, es kann wertvollen Austausch geben. Ein weiteres Beispiel, welches ich erlebt habe, ist der Businessplan. Ein Unternehmen in Gründung und das Bankgespräch. Ein Thema für sich und dennoch fast eins zu eins mit dem vorigen Text vergleichbar. Im Grunde könnte ich Instagram mit dem Wort Businessplan tauschen. UnternehmerInnen sollen mutig und innovativ sein, doch im Finanzierungsplan müssen Erfahrungswerte ähnlicher Gewerke aufgeführt werden. Wer hat das schon gemacht, wie viel Umsatz wird damit generiert, etc.

Wie immer also. Alle bitte gleich, und doch feiern wir das Neue.

»Mindset-Poesie ist Inspiration, Begleitung und Herzlichkeit. Mit meinen Gedanken, Gedichten & der Sternenflaum-Geschichte möchte ich dir zeigen, dass Fühlen nicht nur möglich, sondern der Kompass durchs Leben ist.«

Judith Eherer
Wen dürfen diese Worte noch erreichen?

feelingwords 4.0

Willkommen 2020. Etwas spät? Nun, für mich beginnt dieses Jahr heute zum zweiten Mal.

Es gibt einen sehr schönen Grund dafür:

Mein neues Herzensbusiness beginnt im Jahr der “Metall/Ratte” nach dem chin. Horoskop, dem ersten Jahr im neuen Zyklus. Seit Jahren begleitet mich die östliche Weisheit des Feng Shui, das wird auch so bleiben, auch wenn ich es nun nicht mehr als Dienstleistung anbiete.

Mich auf die feelingwords zu konzentrieren, heißt für mich auch, diese Lehren tatsächlich anzuwenden.

Ich gehe hier nicht weiter darauf ein, es ist mir nur wichtig zu erwähnen, so als schönen Übergang von der Human-/Raumenergetik zum neuen Unternehmen.

Schreiben, fühlbar und gefühlt, setzt für mich ein gewisses Maß an innerer Balance voraus. Diese zu erlangen und zu erhalten ist bereits, und wird auch weiterhin, Teil der feelingwords Gedanken, Geschichten und Gedichte bleiben.

Happy Neues Jahr – Happy neues Business – Happy neue Möglichkeiten

Wen dürfen diese Worte noch erreichen?

Freiheit schenken

Loslassen bedeutet, sich selbst zu befreien.

Vor etwa eineinhalb Jahren schenkte ich mir so eine Freiheit. Losgelassen hab ich, vielleicht sogar abgestoßen – das war intensiv, weil ich lange krampfhaft festhielt, was nichts in und an mir noch haben wollte. Ein paar Stunden danach, als sich der Adrenalinschub wieder legte, machte ich einen Spaziergang und las in einem Schaufenster „Freiheit schmeckt wie Tränen mit Champagner“ – das ging durch und durch! So wahr wie seltsam. 

Heute, lange danach, fällt mir der Satz wieder ein, weil ich wieder etwas losgelassen habe, friedlicher diesmal. Doch nicht weniger intensiv. Ich habe mich befreit, losgelassen von vermeintlicher Sicherheit die mich nur festhielt. Doch wieder diese Tränen die nach Champagner schmecken.

Freiheit ist ein vielgeliebtes Ziel, doch kaum erreicht (zumindest etwas, denn ganz frei sein, da fehlt mir die Vorstellung, wie das sein könnte) macht sich die Selbstverantwortung breit. Lächelnd und mächtig. Wunderbar, doch auch ganz schön schwer.

Freiheit schmeckt wie Tränen mit Champagner

Verf. unbekannt

Und die Tränen? Erleichterung, Seelenschmerz, erstaunte Mut-Tränen, Angst ein bisschen und Freude. Der Champagner prickelt ja auch etwas bitter … und dennoch, hoch die Gläser, Korken knallen. Es ist wieder ein Schritt vollbracht.


Update:

„Ich habe Angst loszulassen, was ist wenn ich falle?“

Ein viel gehörtes Feedback.

Doch liegt das nur am Wortspiel, weil wir loslassen für verschiedene Bereiche einsetzen. So können wir uns drücken und schützen und verstecken und weiter nicht loslassen.

Dabei, mal ehrlich gefragt, wo hältst du dich fest? Ist es ein Geländer vor einem Abgrund? Oder die Idee der perfekten Partnerschaft? Oder der Gedanke an Existenzangst bei einem Jobwechsel?

Wir machen uns alle so viel vor. Schade.

Denn einmal losgelassen, einmal gespürt wie es ist, sich selbst zu vertrauen, einmal den Mut gefasst, zur eigenen Herzentscheidung zu stehen – wow, das ist so groß!

Klar springt das Adrenalin Trampolin. Und? Zeit sich richtig lebendig zu fühlen!

Loslassen bedeutet nicht,

zu fallen,

sondern der eigenen Urteilsfähigkeit

zu vertrauen.

Bild: unsplash

DIY – feelingwords an der Wand

Kürzlich fand ich auf einen meiner Streifzüge durch Wien eine sehr schöne Rolle Geschenkpapier. Sie ist schlicht, mit schönen Worten und kleinen Herzchen bedruckt.

Ich konnte es kaum erwarten, nach Hause zu kommen und eine Wand damit zu schmücken. Meine Wohnung ist ja auch irgendwie ein Geschenk. Zumindest sehe ich sie als Glücksfall und so gar nicht selbstverständlich. Es ist mir eine Freude, dieses schöne Papier als Wandtapete zu benutzen und die Wohnung damit zu schmücken.

Nicht immer ist es angebracht oder möglich, Wände zu bemalen oder kreativ zu gestalten. In manchen Wohnungen ist man auch nur kurz, vielleicht ein paar Wochen oder Monate, berufsbedingt zum Beispiel.

Günstig, kreativ und sehr individuell lässt sich da mit Geschenkpapier Abhilfe schaffen.

Lebensfacetten

Eine Erinnerung

Das Leben zeigt sich uns in den verschiedensten Facetten. Einmal nur spazieren gehen, einmal nur mit offenen Augen durch den Park schlendern, einmal nur mit offenen Ohren den Menschen zuhören, einmal nur Gefühle zulassen, auch für vermeintlich Fremde. Facetten des Lebens eröffnen sich einem. Schöne wie Schmerzliche, unfassbar fast.

Wieder zuhause, im warmen Wohnzimmer, lässt man den Tag Revue passieren. Ein seltsames Gefühl stellt sich ein. Seltsam deswegen, weil man plötzlich dankbar ist, für das was man hat. Seltsam auch, weil man sich glücklicher fühlt, als noch am Morgen, und das, obwohl man nicht nur schönes gehört und gesehen hat. Oder vielleicht genau deswegen?
Auch das Denken und Fühlen erleben wir in tausend Facetten. Das Genießen ebenso wie auch das schlechte Gewissen. Sind Schuldgefühle angebracht, wenn man das Schicksal von anderen erfährt? Weil man selber oft jammert, obwohl es einem nie so „schlecht“ gegangen ist, wie so manch anderen?

Zeitlose Herzgedanken

Bevor sich in dir, der du diese Zeilen gerade liest, jetzt genau dieses schlechte Gewissen breitmacht, möchte ich dir sagen: „Nein.“ Wir brauchen uns wegen des Schicksals anderer nicht schlecht fühlen. Ich habe heute die Bestätigung dieses „Neins“ erlebt. Eben bei einem Spaziergang lernte ich Patrick kennen (den Namen habe ich aus Respekt vor seiner Privatsphäre abgeändert). Ihn hat das Leben arg gebeutelt, er war mehr als am Boden zerstört. Meine Probleme kamen mir da sofort winzig vor und ein Schamgefühl stellte sich ein. Jedoch, ihm ein menschliches Ohr zu leihen, ihm das Gefühl zu geben, dass es in dieser Welt noch Hoffnung gibt, dies konnte ich nur, weil ich dieses schlechte Gewissen durch Dankbarkeit ersetzte. Er merkte dies und er gab mir das Gefühl, dass genau diese ehrliche Menschlichkeit ihm jetzt eine Hilfe ist. Ich kann sein Leben nicht verändern, ich kann sein Schicksal nicht beeinflussen, aber ich helfe ihm keineswegs mit einem schlechten Gewissen. Und dann, nach ein paar Minuten reden, konnte er aufhören mit weinen, und einmal, ganz kurz, zeigte sich ein Lächeln in seinem Gesicht.
Lebensfacetten. Seine und meine. Authentisch und ehrlich.

Ich habe meine Schwierigkeiten mit dem Leben nicht verborgen, aber ich habe sie auch nicht wie ein Schild vor mir hergetragen. Ich habe ihm mit positiver Kraft und einem Lächeln gezeigt, dass die Sonne immer scheint, auch wenn sie gerade mal hinter einer Wolke versteckt ist. Seine Wolke mag größer sein wie meine. Und es mag wohl länger dauern, bis er wieder Licht sieht. Aber hätte ich mitgejammert oder mich hinter einem schlechten Gewissen versteckt, er hätte mir das mit der Sonne nie geglaubt.

Bild: unsplash

Anmerkung: Dieses Erlebnis hat sich vor einigen Jahren in der Schweiz zugetragen. Es tut mir gut, mich daran zu erinnern. Ich fühle es noch, sehe den Park, die Trauer und das Lächeln …


Wen dürfen diese Worte noch erreichen?

Die Reise geht weiter

Die »Schreiben-Reise«

Vor vielen Jahren beginn sie mit dem Blog »Herzgedanken«. Meinen ersten Blogpost schrieb ich im September 2009. Der Titel »Die Reise zum Ich«

Nun geht die Reise weiter. Natürlich tut sie das stets, doch meist nicht so bewusst. Mit dem Beitrag »Verwandelplatzter Traum« endete mein erstes Blogger-Abenteuer im Januar 2014.

Dabei beendete ich nicht nur mein Herzgedanken-Blog, sondern hörte überhaupt mit dem Schreiben auf. Bis an diesem Tag im August 2018 in Wien, nach einem Kinobesuch. »Deine Juliet« hieß der Film. Da begann es wieder, das Schreiben.

Passend dazu, dass es in dem Film um Bücher geht, ums Lesen und ums Schreiben. Ja, und darum dem Herzen zu folgen. Klingt kitschig? Schade, denn es ist der wohl einzige Rat, der den Namen verdient hat: »Folge deinem Herzen«.

Ich habe das schon mal gemacht – und auch nicht. Bin meinem Herzen schier nachgerannt und hab andermals der Vernunft den Vorrang gelassen. Dabei drängelte sie nicht, es reichte ihre plötzliche Anwesenheit. Schwups machte das Herz dem Verstand platz. Weinend natürlich. Melodramatisch und voller Selbstmitleid versteht sich.

Ein Kinobesuch lässt mich nach Jahren wieder zu Stift und Notizbuch greifen …

Im Grunde wartet das Herz nur auf das Happy End. Es kann ja leicht zurückstecken, traurig sein inmitten der Liebe. Es weiß, dass es gewinnt. Nur weiß ich das auch? Lebe ich noch, wenn es denn soweit sein sollte? Ich meine, erlebe ich den Schluss des Buches? Des eigenen Lebensbuches wohlgemerkt und vorausgesetzt der Fantasie, dass es so eines tatsächlich gäbe.

Weißt du, was mir manchmal hilft? Zu denken, ich bin erst irgendwo in der Mitte des Romans (ich sag jetzt bewusst nicht Drama oder Komödie). Es gilt nicht, Seiten zu überspringen und den Schluss vorab zu lesen! Dieses Buch hat für mich unzählige Seiten und die meisten davon sind leer. Zwischendurch tauchen Sätze auf, manchmal nur Worte, oft Namen oder Orte oder auch ein Film. So wie »Deine Juliet«.

Eigenartiger Titel »Deine Juliet« (dabei ist der Originaltitel noch viel eigenartiger: ›The Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society). Beim Suchen nach einem Montagskino las ich diese zwei Worte »Deine Juliet« und was dachte ich? Ein Brief. Der Film handelt sicher von einem Brief und dieser Juliet, die ihn schrieb. Kinokarte reserviert. Klarer Fall, schöner Montagabend. Sehr sehenswerter Film.

Ich merke gerade, dass ich in den Themen springe. Bitte sieh es mir nach, ich schreibe heute seit langer langer Pause mal wieder. Jahre vergingen … Wie viele Seiten das in meinem Lebensbuch wohl waren?

Hier weiter lesen: Die Reise geht weiter | Teil 2