Schlagwort: Herzgedanken

Suche nach Liebe

Von Freundschaft, Selbstfürsorge und Instagram

Heute las ich auf Instagram einen Post einer lieben Freundin. »Schatz, du wirst geliebt!«, war mein erster Impuls, ihr zu antworten. Doch ich tat es nicht. Es kam mir zu persönlich vor. 

Außerdem, was löst dieser Satz wohl aus? Ich bin nicht ihn ihrer Nähe, kann sie nicht in die Arme nehmen, nicht mit ihr sprechen.

Sie will gefallen, schreibt sie. Gefallen. Fallen. Gefallene. Menschen, die im Krieg gestorben sind, Soldaten, nennen wir so. Will sie eine Heldin sein? Wichtiger noch als zu leben?

Sie ist eine junge Mutter. Eine Löwin, die alles für ihr Baby tun würde. Ich wünschte, sie täte all das auch für sich. »Schatz, steh auf, wenn du gefallen bist!« Du Wunder, du liebevolles Wesen.

Manchmal, oder auch öfter, zeigen wir Mängel und Fehler von uns. Wir präsentieren sie geradezu und schreiben oder sagen, dass wir uns nichts aus Perfektion machen. Ich glaube, dass wir uns da selbst belügen. Wir zeigen das nur, damit wir TROTZDEM Zuspruch bekommen, damit wir eine Bestätigung erhalten, trotz des Fehlers geliebt zu werden. Wir tun uns sogar leichter damit, als uns schön zu zeigen. Selbst wenn es uns mal gelingt, weisen wir Komplimente dazu gerne zurück. Wir wollen nicht eitel oder selbstverliebt scheinen. Wir geben uns gleichmütig und verwechseln das mit Anmut. 

»Wenn wer meine Fehler liebt, meint er/sie das ehrlich.« Was für eine riesengroße Selbstlüge! Wir wollen doch nur, dass die Fehler dadurch reingewaschen werden! »Vergib mir meine Sünden, liebe mich trotzdem …« Ja, das funktioniert schon seit Jahrhunderten nicht. Wir bitten permanent um Vergebung, betteln um Liebe und glauben doch nicht daran. Wir hoffen.

Schatz! Kümmere dich bitte gut um dich selbst.

Du singst, wenn du den Brei für dein Baby zubereitest. Sing bitte auch für dich, wenn du dein Essen kochst.

Du wäschst und cremst dein Baby liebevoll. Achte darauf, bei der nächsten Dusche, sei zärtlich mit dir. Duftende Seife, verwöhnende Öle. Du kannst das.

Die Kleidung deines Babys verzückt dich und es macht dir sogar Freude, sie zu waschen und zu bügeln. Mach das bitte auch mit deinen Sachen. Zieh an was dir gefällt, freue dich über die schönen Stoffe anstatt über das Bügeln zu klagen.

Du gehst mit deinem Baby spazieren, es braucht die frische Luft, sagst du. Ja, mein Herz, und du auch! Du bist nicht nur die, die den Kinderwagen schiebt. Atme, staune, genieße die Natur. Du bewegst dich, bist draußen. Auch für dich! Bitte, für dich!

Dein Baby lächelt dich an. Du lächelst zurück. Das ist Liebe. Nicht mehr und nicht weniger.

Du wirst geliebt – genau so, wie du bist.

Wenn du nun noch aufhören magst, alle Liebe zurückzuweisen, bitte.

Du tust das, weil du sie nicht glaubst, sie an anderer Stelle suchst, eine andere Vorstellung von ihr hast, sie vermisst. Ich verstehe das. Doch Schatz, öffne dein Herz, finde deinen Frieden darin und du wirst vergeben können, auch dir selbst.

Ich wünsche es dir. Ja, ich wüsche dir, dass du bald die Sonne in dir siehst, die schon so viele andere wärmt und erfreut.

Und dir liebe Leserin, liebe Leser, wünsche ich, dass du dich berühren ließest und inspiriert zu mehr Achtsamkeit mit dir selbst.

Die Reise geht weiter | 2

Nachtrag zum ersten Beitrag auf dieser Website “Die Reise geht weiter”

Heute ist ein Aufräumtag. Außen wie innen. Natürlich. Ich habe heute Vormittag ein vollgeschriebenes Notizbuch zur Hand genommen. Auf dem Umschlag steht nichts, es ist schön, dunkelblau und fühlt sich gut an, ich hatte es oft in der Hand. Erst wollte ich mich mit einem Kaffee in den Lieblingssessel setzen, um darin zu lesen. Doch dann öffnete ich die Notizen am Mac und fing an zu tippen. Bis ich mich versah, war es Nachmittag und ich habe fast das ganze Notizbuch abgetippt (und sortiert!). Vieles waren nur Gedankenfetzen oder Reminder. Einiges wirklich interessant, Büchertipps, Webseitentipps, Zitate usw. Jetzt habe ich die letzten Seiten vor mir liegen. Sie sind anders als die anderen, ließen mich innehalten. Sie gehören zu einem Erlebnis von vor zwei Jahren. Ein Kinobesuch, der mich nachhaltig berührt, bewegt und begleitet. »Deine Juliet«.

Es ist der erste Beitrag hier im Blog und ich hatte keine Erinnerung mehr daran, dass ich weitere Notizen dazu in einem Buch gesammelt hatte. Heute fand ich sie und ich möchte sie nun mit euch teilen.


Meine Notizen vom 13.08.2018, in einem Café mitten in Wien, spät Abends nach dem Kino:

»Deine Juliet« heißt der Film, den ich gerade schaute. Ich bin dankbar, er ist wie für mich gemacht. Wobei ich das nicht wörtlich meine, natürlich nicht. Es ist nur so, dass er genau auf mich und meine Lebenssituation passt, so genau, dass es wohl sogar Zweifler an Wunder glauben ließe.

Bücher bringen Menschen zusammen. Geschichten helfen Menschen in schweren Zeiten zu überleben. Ich weiß das, ja wusste das natürlich schon vor dem Film, doch wie ein Zauber hat er es mir so gewaltig vor Augen geführt, dass es mir im Kinosessel schwindlig wurde. Jetzt sitze ich hier, in dieser warmen Augustnacht und schreibe wie selbstverständlich in mein Notizheft. Ohne dieses und meinen Lieblingsbleistift gehe ich ja schon Jahre nicht mehr aus dem Haus. Beide waren geduldig mit mir. Manchmal habe ich auch noch ein Buch in der Tasche, meistens sogar, doch Heft und Stift fehlen nicht einmal auf dem Weg zum Supermarkt. Dabei kann ich mich nicht erinnern, jemals auf dem Weg zum Einkaufen innegehalten zu haben, um etwas aufzuschreiben. Auch auf dem Rückweg fiel mir das nicht ein … Was treibt mich also dazu, beides ständig mitzunehmen? Na egal, sind ja nicht schwer.

Ganz tief in mir höre ich, dass ich darauf wartete wieder zu schreiben. Ich mochte die Zeit im Badischen und in der Schweiz, meine Vielschreiberzeit.

Doch dann hörte alles auf.

Der Stift rührte sich nicht mehr, die Seiten blieben leer. Lange Jahre. Ich merke, dass mir die damalige Routine fehlt, dass es mir schwerfällt in Schreibgeschwindigkeit zu denken und bei der Sache zu bleiben. Nein, das stimmt nicht ganz, ich meine beim Gedanken zu bleiben. Möglicherweise springe ich von Gedanken zu Gedanken und ich darf zurücklesen und Worte einfügen. Nun gut, das sind die Anfänge. Da ich das alles schon einmal erlebt habe, weiß ich wie sich das Schreiben entwickelt, mache ich mir deswegen keine Sorgen, ganz im Gegenteil: Ich freue mich auf die Reise! Auf geht’s, wieder in das Abenteuer der Worte!

Eine Einfügung fällt mir jetzt schon ein, es waren die Gedanken vor dem Film. Da ich noch Zeit hatte, stöberte ich in einer Buchhandlung durch die Werke und landete bei den sogenannten Lebenshilfebüchern und der Esoterik Ecke. Einiges von dem, was da angeboten wird, habe ich gelesen oder noch Zuhause. Da ich mich derzeit nicht in meiner glücklichsten Lebensphase befinde, hatte ich ehrlich gesagt nur Verachtung für diese Art von Büchern übrig. Ganz nach »Ihr könnt mir auch nicht helfen!«

So viele kluge Ratgeber und alles nur Theorie. Soll ich da noch weitere hinzufügen? Bitte nicht! Ich würde mich schämen. Anderen Ratschläge zu erteilen, jetzt da ich selbst mit tiefsitzenden Ängsten um die Vorherrschaft meiner Gefühle kämpfe! Keines dieser ach so wunderbaren Bücher – von sicher ganz zauberhaften Menschen – kann mir dabei helfen. Sie muntern einen auf, geben Mut und Zuversicht, ja, das machen sie sehr gut, doch helfen kann ich mir nur selbst. Punkt. Wenn ich also kein Lebenshilfebuch schreiben will und werde, was dann? Mein Leben hat definitiv mit dem geschriebenen Wort zu tun …

Ich werde einfach nichts versprechen!

Werde stattdessen Geschichten und Gedanken liefern … welche, die selbst zum Denken anregen, die Gefühle hervorrufen und innehalten lassen …

Was mir so alles durch den Kopf schwirrt: Engel. Gibt es sie? Was haben sie mit der Religion zu tun? Gab es sie schon vorher? Wenn ja, wie nannten die Menschen sie? Können einen Engel im Leben begleiten? Gott. Dasselbe Thema. Wer oder was war Gott vor der christlichen Kirche? Und Jesus? Irgendwas in mir sagt mir, dass es Jesus so als Mensch / Mann nicht gab. In meinen Seelengesprächen war da immer nur Sananda. Auch wichtig: das Thema Toleranz oder doch nur die Angst, sich zu wehren? Was bedeutet es, sein Licht in die Welt zu bringen? Wachstum. Der Mensch strebt danach und schämt sich dafür.


Was für ein eigenartiges Gefühl, diese Aufzeichnungen nach fast zwei Jahren zu lesen … Mein Zeitgefühl ist wieder einmal nicht vorhanden. Ich könnte das auch gestern erst geschrieben haben. Interessant ist jedoch, dass ich einige meiner Fragen schon hier im Blog zum Thema machte. Es schadet also nicht, selbst ab und an durch meine eigene Seite zu lesen.

Sternenflaum | Vorwort

Die Sternenflaum Geschichte

Den Gefühlen und der Reise zu sich selbst gewidmet

Sternenflaum ist wie alle feelingwords bitte nicht mit dem Verstand zu lesen. Was nicht heißt, dass sie einen nicht zum Nachdenken anregen können. Doch zuallererst geht es um unsere Gefühle. Sie kommen in unserer hektischen Hochleistungswelt eindeutig zu kurz. Wir lähmen uns mit Aussagen wie „reiß dich zusammen“ oder „du bist doch kein Kind mehr“. Natürlich ist es auch wichtig, etwas durchzustehen, zu lernen mit den Emotionen umzugehen, doch das ist eben ein großer Unterschied. Unsere Emotionen sind nicht unsere Gefühle, sie sind ihre Symptome.

Auf dieser Reise, die von Sternenflaum begleitet wird, mache ich mich auf die Suche nach Antworten. Die verschiedenen Arten zu fühlen, welchen Bezug haben Gedanken und Gefühle, wie kann ich meinen Gefühlen vertrauen und was ist das eigentlich alles für ein Durcheinander in mir drinnen?

Schreiben wie lesen hilft zu verstehen. Das kann ich aus eigener Erfahrung wirklich sagen. Natürlich kommt die Erkenntnis, die uns weiterbringt aus unseren Inneren, doch auch da haben wir Worte und unser Inneres ist nicht abgeschnitten von der äußeren Welt.

Alle feelingwords entstehen wie ich sie fühle. Manches Mal fühlten sich Worte überhaupt nicht gut an, doch wenn ich das in mir prüfte, stellte ich fest, dass sie sich dennoch richtig anfühlten. Auch das ist ein großer Unterschied.

Zeit & Raum, Nachtlicht, Schönes, Ent-täuschung, Verletzlich, Fühlst du dich, Seelenfreunde, Jetzt, Engel, Dankbarkeit, Zauberkerze, Licht …

Eine Auswahl bisheriger Themenkapitel der
Sternenflaum Geschichte

Komm mit, lerne Sternenflaum kennen und Fee und das Licht und wer sonst noch alles so auftauchen wird auf dem Weg, auf dieser Reise …

Ich teile meine Erfahrungen und Erkenntnisse auf diesem Weg mit dir, weil ich davon überzeugt bin, dass wir ihn sowieso nie alleine gehen.

Von Herz zu Herz

Judith

1. Kapitel | Fee

Die Sternenflaum Geschichte erzähle ich hier online und kostenfrei.

Ich bitte im Sinne der Fairness, die Geschichte nicht zu kopieren, sondern gerne zu teilen.

♡ DANKE ♡