Gedanken zum 1. Advent

Es gibt diese Zeiten, an denen man sich gerne mehr Gedanken macht, auch tiefergehende und rückblickende. Die Adventszeit und der Jahreswechsel laden förmlich dazu ein.

Im Winter, der dem Element Wasser zugeschriebenen Zeit, geht es viel nach innen, von der äußeren Kälte zur inneren Wärme.

Kälte, Dunkelheit, Rückzug, das alles kann auch Angst machen. Umso wertvoller ist diese Zeit, die uns ganz natürlich zeigt, dass auch dies zum Kreislauf des Lebens und zum Leben selbst gehört.

Diese Zeit nennt man auch das “große Yin”. Die höchste weibliche Energie, aus der Tiefe, in die Tiefe. Sanft und beharrlich. Wie das Wasser stetig und nährend. Wir können Klarheit finden in dieser Zeit, den Fluss, die Natürlichkeit, das Vertrauen. Mit unserer inneren Wärme und Herzlichkeit. Das Element Wasser ist auch den Nieren zugeordnet. Die Nieren sind das Organ, um welches wir uns jetzt besonders sorgsam kümmern dürfen. Sie, also wir, brauchen viel klares Wasser und Wärme. Die Nieren speichern erlebtes und erfahrenes, sind für Reinigung und Ausgewogenheit zuständig.

Ruhe und Stille begegnen Dunkelheit und Kälte, achtsam, wertschätzend

Schönen 1. Advent

Mit Kälte meine ich nicht nur die Temperaturen. Vielfach nehmen wir auch die Menschen und die Gesellschaft um uns so wahr. Gerade jetzt erleben wir vielfach Trennung und Spaltung statt Gemeinsinn und Zusammenhalt.

In unserem Inneren ist es warm. Unser Körper hält die Temperatur, er sorgt für uns, selbst wenn unsere Gedanken in die Gefühlskälte abschweifen.

Es wird uns warm ums Herz

Wir lieben das, nicht wahr? Warum erschaffen wir es dann nicht öfter? Für andere! Wir können Herzen berühren! Wir können machen, dass anderen warm ums Herz wird. Wir können da sein, trösten, Zuversicht schenken. Wir können kreativ sein und auch mit Worten umarmen, wenn die räumliche Nähe nicht möglich ist.

Unsere Gedanken können fliegen

Wer kennt es nicht, zu sagen, oh, gerade habe ich an dich gedacht! Unzählige Male schon sagte ich am Telefon: perfektes Timing. Der Zufall ist sichtbar gewordene Gedanken. Diese Kraft, diese Gabe und Macht können wir nutzen. Denken wir in Liebe an andere und für andere und an uns selbst und für uns selbst. Schreib eine Liste mit Namen, schreib, an wen du liebevoll denken möchtest und schreibe auch deinen Namen darauf, am besten mehr als einmal.

Ein Licht brennt

Das erste Licht ist angezündet. Es wird uns die nächsten Wochen begleiten. Natürlich tut es das immer, doch in dieser Zeit bewusster. Man muss nicht religiös sein oder einer Religion angehören, um diese besondere Energie zu spüren. Es ist nicht der Name, der das Gefühl ausmacht, es ist diese Zeit und das Licht.

Natürlich werden seit jeher Kerzen angezündet, ist ja auch sehr dunkel im Winter. Doch es ist auch Sinnbild. Licht im Raum, Licht im Leben, Licht im Herzen. Licht erhellt, nimmt die Angst, zeigt verborgenes, lässt graues leuchten. Licht schenkt Wärme.

Wenn du nach einem Rat suchst, wie du dich in dieser herausfordernden Zeit wieder selbst finden kannst, dann probiere es doch mit dem Licht.

Schon viele Jahre schreibe ich mit dem Licht. Von innen nach außen. Berührt, begleitet und verbunden. Oft brennt hier auf dem Schreibtisch eine Kerze, eine runde, die ich festhalten kann. Manchmal halte ich inne, schiebe Block oder Laptop zur Seite und nehme das Licht. Mit beiden Händen an der Kerze, den Blick in die Flamme gerichtet, das Herz weit, weit auf … minutenlang … atmen, lächeln, dankbar sein.

Atmen
Mein Licht
Ich Licht
Wir
Atmen
In meine Mitte
In meiner Mitte
Mein Zuhause
Zuhause Sein
Atmen
Atmen
Danke
Atmen
Liebe fühlen
Lächeln
Jetzt
Nochmal lächeln
Nicken
Ja
Mein Licht
Atmen
Ich bin in meiner Mitte
Atmen
Frieden
Ruhe
Danke atmen

Licht in den Händen

Ans Herz gelegt

Viele von den Leser:innen hier kennen schon meinen feelingwords-Shop. Doch da stetig neue Menschen hinzukommen, gestattet mir den Hinweis darauf. Gerade jetzt, aber nicht nur jetzt, können die von mir handdesignte Produkte & Briefe ein Herzensgeschenk sein, eine Verbindung zeigen oder wiederherstellen – auch zu sich selbst. Schau gerne in mein Angebot und melde dich, wenn es Fragen dazu gibt.

Kommentare

In den Adventsbeiträgen öffne ich die Kommentarfunktion. Es ist eine besondere Zeit und mit gegenseitigen Worten und Grüßen können wir uns auch über alle Entfernungen hinweg begegnen. Wer seinen Kommentar nicht veröffentlicht sehen will, schreibt bitte “anonym”. Die E-Mail-Adresse wird sowieso nie angezeigt.

Einen schönen 1. Advent uns allen

Teile diesen Beitrag gerne mit Menschen, deren Herz du berühren möchtest, die Worte der Verbundenheit und Zuversicht gut brauchen können. Mit Klick auf das Briefchen-Symbol verwandelt sich dieser Beitrag in eine Advents-E-Mail an liebe Freunde.
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Der Stimme Raum geben

Heute durfte ich erleben, wie es ist, wenn meine Stimme Raum bekommt. Freien Raum, ohne Bewertung und doch wertvoll, ohne Urteil und doch geteilt.

Ich nutze hauptsächlich meine Schreibstimme, um mich auszudrücken und auch, um mich zu drücken, vor der Sprache, dem Ausgesprochenen, dem was nicht zurückgenommen werden kann, dem was verletzen kann aber auch berühren.

Vor kurzem bemerkte ich, dass es hier auf der Webseite eine Statistik gibt, welche die Beitragsaufrufe zeigt. Jene mit Audioaufnahmen von mir sind mit Abstand die beliebtesten. Das hat mich verblüfft.

Letztes Weihnachten habe ich mir ein Mikrophon gekauft, es gibt da diesen Traum eines Podcasts … Doch dann fehlte ein Verbindungskabel und ich habe es bis heute nicht ergänzt. Wie einfach es doch ist, sich zu verstecken.

Denn ich bräuchte das Mikrophon überhaupt nicht. Im Laptop ist doch eines integriert. Nun, vielleicht nicht mit der besten Qualität, doch die könnte ich in der Wohnung sowieso nicht erreichen. Außerdem ist es für einen Podcast ja nicht notwendig, wie eine perfekte Studioaufnahme zu klingen. Vielmehr möchte ich dort plaudern, philosophieren, sprechen wie im Kaffeehaus unter Freunden. Wieso mache ich es dann nicht? Gute Frage.

Lebensinstrument

Der Traum
ist ein uns ebenso geschenktes
Lebensinstrument,
wie das Denken
und Fühlen.
Mehr noch als das Sehen,
das Hören, das Tasten,
das vielen nicht gegeben ist,
ist der Traum uns allen
EINS.

Fühle wie ein Kind träumt,
fühle wie ein Kätzchen träumt,
fühle wie ein Löwe träumt,
fühle wie ein Opa träumt,
fühle wie eine Mutter träumt,
fühle wie ein Freund träumt,
fühle …

Wer auch immer den Traum
aus der Realität verbannt hat,
hat mit seiner Angst eine Trennung
bewirkt.

Fügen wir zusammen,
was unser Herz schon immer
eint.

Wenn ich träume,
bin ich ebenso real und lebend,
wie wenn ich wach bin – und sogar
dann wenn ich Tagträume …

Denn ist die Phantasie
nicht ein uns ebenso geschenktes
Lebensinstrument?

Judith Eherer • feelingwords

Eingeladen zu einer Impuls-Session zum Thema Ahnenclearing, der ich spontan folgte, darf ich nun dankbar und erleichtert mich meiner Stimmen öffnen

Hintergrundmelodie: Harmony von AshamaluevMusic

Den beiden zauberhaften Wesen Andrea Pernsteiner und Reena Winters von »ROOTED WOMAN MEETS HEALING VOICE« widme ich zum Dank diesen Beitrag und auch die Worte “Lebensinstrument” die aus dem Archiv meines früheren Blogs »Herzgedanken» stammen. Geschrieben am 12. Oktober 2011, also vor genau 10 Jahren.

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Sehnsucht

Schreibimpulsen zu folgen ist immer dann interessant, wenn ich dabei eine innere Melodie vernehme. Ihr zu lauschen ist wie von selbst mit dem Schreiben beginnen.

Die Sehnsucht

Ist eine große Dichterin

Sie schreibt Worte ins Herz

Gefühle in den Geist

Und trägt sich in die Welt

Judith Eherer • feelingwords

Manchmal ertönen auch Worte der Erinnerung. Darf ein neues Lied daraus werden? Heute schon. Die oberen Worte über die Sehnsucht zeugen davon.

Vor Jahren habe ich die Sehnsucht zu meiner Freundin gemacht. Wir mussten uns regelrecht zusammenraufen. Es hat sich gelohnt, denn sie kann wundervolle Träume schenken und richtungsweisend bei Zielen sein. Visionen liebt sie und es gefällt mir, sie in meinem Atem zu wissen.

Klick auf das Bild und du kommst zum “Sehnsuchtsbeitrag der Erinnerung”

SEHNSUCHT LEBEN Blogartikel / Gedicht
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Trau dich und fühl!

Gefühle und Fühlen als Wahrnehmung sind nicht dasselbe. Wieso du dich trauen darfst, zu fühlen, darüber schreibe ich hier (…)

Ja, beizeiten braucht es Mut, um zu fühlen.

Mit “fühlen” meine ich hier allerdings nicht die Gefühle an sich. Es geht mir um die Wahrnehmung des Fühlens.

Es ist Zeit, dies klarer zu beschreiben, denn ich wurde darauf angesprochen, wieso ich über etwas schreiben würde, was doch niemand mag. Gefühle mag niemand? Okay, zumindest kaum wer, hieß es. Gefühle sind doch lästig und schmerzhaft …

Wir kennen es, unsere Gefühle “zu haben”. Gute, schlechte. Oder auch, unsere Gefühle “zu sein”. Wir sind verliebt, glücklich, entspannt oder wir haben Angst, Wut … Ja, oft definieren wir uns sogar über unsere jeweiligen Gefühle. Wenn wir überwiegend schlechte Erfahrungen mit Gefühlen haben, wir verletzt wurden, uns ungeliebt fühlen, verlassen wurden … dann verdrängen wir sie gerne und suchen lieber anderswo nach dem Glück.

TRAU DICH UND FÜHL!

Fühl dich
Innen
Nach außen
Nimm dich wahr
Für wahr
Gut
Echt
Einzig

Trau dich
Zu dir
Fragen

Nach
Innen
Lauschen


Wahrnehmen
Was ist
Gehört werden
Will
Gelebt
Sein will

Sich
Ausdrücken will
Durch dich

Trau dich
Und fühl
Was du suchst

Judith Eherer • feelingwords

Wir fragen »Wie fühlst du dich?« und meinen »Wie geht es dir?«

Ich aber frage dich:

Wie fühlst du dich?

Was tust du, um dich zu fühlen?

Fühlen als Wahrnehmung des Selbst. Fühlen als Wahrnehmung wer du bist, wer wir sind. Wirklich. Essenziell. Von innen heraus.

Nicht definiert von deiner Kleidung, deinem Beruf, deinem Status, sondern danach, wie du dich fühlst, wie du dich wahrnimmst.

Gefühle entstammen den Gedanken. Das geht so schnell, wir merken das meist nicht. In der Rückschau, ja, da können wir es erkennen. Wir erinnern uns an Worte, Bilder, Erlebnisse und haben sofort die passenden Gefühle dazu. Nicht unbedingt die echten, aber wir glauben sie gern.

Wir glauben unseren Gefühlen und unseren Gedanken, aber vertrauen unserem Fühlen kaum.

Dabei ist das Fühlen die Gabe und ein wertvolles Tool noch dazu. Fühlen bereichert unser Leben, lässt es uns erst tatsächlich gewahr werden. Gedanken und Gefühle hingegen kommen und gehen. Sie täuschen uns in der Erinnerung und lassen Sehnsüchte zu, mit denen wir uns selbst verletzen.

Fühlen als Kompass. Fühlen als Antwortgeberin. Fühlen als Wegweiser. Fühlen als Begleiterin. Fühlen als Entscheidungshilfe. Fühlen als Sinnfinder. Fühlen als Impulsgeberin. Fühlen als Weg zu dir selbst.

Trau dich und fühl!

Das geht! Wirklich. Einmal abgekoppelt von den unliebsamen Gedankengefühlen, öffnet sich dir eine neue Welt. Das kann ich dir sagen, denn ich habe sie gesehen, sehe sie, erlebe und erfahre sie.

Hier mit meiner Webseite, den feelingwords und der Sternenflaum-Geschichte widme ich mich dieser Wahrnehmung des Fühlens mit jedem Beitrag, auf ganz unterschiedliche Weise, verschiedenen Perspektiven. Du bist eingeladen, hier zu sein.

Lesen, erkennen, reflektieren, meditieren, berühren lassen, staunen und fühlen, dich fühlen …

Es ist für dich.

»Mindset-Poesie ist Inspiration, Begleitung und Herzlichkeit. Mit meinen Gedanken, Gedichten & der Sternenflaum-Geschichte möchte ich dir zeigen, dass Fühlen nicht nur möglich, sondern der Kompass durchs Leben ist.«

Judith Eherer

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Zuversicht *

Das Gedicht »Zuversicht« ist ein Gastbeitrag von Sonja Fasel ♥

Sonja hier vorzustellen, ihr Gedicht mit euch zu teilen, ihre feine Arbeit vorzustellen, war als Idee geboren, als ich dachte, ich möchte sie gerne unterstützen. Sie ist ein Segen für diese Welt und es ist mir Freude und Ehre, sie hier bei feelingwords willkommen zu heißen.

ZUVERSICHT

Zuversicht führt uns
zurück zum Licht
von innen nach außen,
Schritt für Schritt.

Zuversicht ist Liebe,
Mut & tiefes Vertrauen.

Das Fundament,
auf das wir eine neue,
wundervolle Welt
gemeinsam wieder
können aufbauen.

Zuversicht ist pures Glück,
das Alles wieder an seinen
ursprünglichen Platz
auf ganz wundersame
Art & Weise zurecht rückt.

Zuversicht – alle Dunkelheit
durchbricht und wieder
erhellt – unsere ganze,
magische, zauberhafte Welt.

Zuversicht – ganz leise
& liebevoll sie
zu Dir spricht.

Herz und Verstand
wieder zu vereinen,
um das wahre Wunder
– das LEBEN, alles SEIN
von allem Negativem
zu befreien.

Alles Liebe von
ihr zu Dir.

Von Herzen
– Deine Zuversicht.

Dein innerstes,
strahlendes,
kindliches Licht.

Sonja Fasel – 21.04.2021

*Wer ist Sonja?

Sonja macht sich auf, ein bisschen “Werbung” für unsere wunderschöne Natur, die Erde zu machen, sagt sie. “Meistens wird immer für irgendwelche “Konsumgüter” geworben und die natürliche Schönheit, die uns alle tagtäglich umgibt, nehmen wir nicht immer wahr. Daher die Idee, den Fokus auf unsere farbenfrohe Natur zu richten mit der Herzenshoffnung, Menschen dadurch auch eine kleine Freude zu bereiten.”

Das gelingt ihr wunderbar, findet ihr nicht auch?

Ihr Gedicht “Zuversicht” hat sie, zusammen mit einem ganz zauberhaften Foto als Flyer drucken lassen, die sie nun großzügig und von Herzen verteilt.

Naturbilder und Gedichte

“We are Nature” ist ihr Slogan und wohl auch ihre Lebenseinstellung. Mit ihren Bildern gibt sie uns liebevolle Anregung, wieder einmal genauer hinzusehen. Nicht einfach nur beim vorbeieilen festzustellen, dass da eine schöne Blume ist, sondern innezuhalten und zu betrachten.

Viele ihrer Bilder sind beeindruckende Makroaufnahmen, die das ganze Wunder der Natur, des Lebens zeigen. Sonja schreibt auf ihrer Webseite, dass sie es liebt, die vielen Wunder unserer Erde zu fotografieren.

Sie ist zu sehen und zu fühlen, diese Liebe, in den Bildern wie auch in ihren Gedichten.

{Psst … ein ganz besonderes Bild von ihr, eine Seerose, ist schon seit längerem in der Pipeline … Es entsteht da etwas Schönes in Kombination mit den feelingwords … Hol dir das kostenlose Beitrags-Abo und du bekommst eine E-Mail sobald der Beitrag erscheint.}

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Schreibimpuls “Theater” – einmal etwas andere feelingwords

Sonniger Sonntag. Duftender Kaffee. Alles gut.

Kopfkino. Erledigungszeugs.

Was muss ich alles tun, heute? Was will ich alles tun? Wie will ich mich fühlen, jetzt und am Abend?

Erstmal Balkon und ach schade, es ist laut und schon sehr sehr warm. Okay, ist ja Sommer, also nicht jammern, lieber freuen. Instagram öffnen. Eine Stimme, die mir flüstert, dass das keine gute Idee ist, nur Ablenkung, verdrängen was alles zu tun ist … Jaja, ich weiß, ist ja nur auf eine Tasse Kaffee …

Doch schau, was lese ich da? Schreibimpuls “Theater” von Doris Hönig. Was meint sie damit? Klick ich mal an … 10 Minuten schreiben, ohne nachzudenken, ohne Pause, ohne ausbessern oder schöner machen oder Worte suchen, einfach drauflos schreiben. Das Wort “Theater” als Impuls.

Oh, mein Kopf! Dieses Wort löst ja gleich so einiges aus! Also, bitte, gern, da mache ich doch ganz spontan mit!

Block, Füllfeder und los.

Der Kaffee wurde kalt. Doch das macht mir nichts, Funfact am Rande: ich mag kalten Kaffee. Wirklich.

Hast du schon einmal bei so etwas mitgemacht? Bist du schon mal spontan so einem Schreibimpuls gefolgt?

Erzähle mir gern davon, schreib mir was du davon hältst, auch gerne deine Eindrücke zu meinen “Theater-Impulsen”. Ich freue mich, von dir zu lesen.

> mehr davon? Folge mir und Doris Hönig auf Instagram

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Meditation “Fühl dich”

Ein Geschenk! Eine Meditation für dich, mit Audio-Aufnahme. Nimm dir ein paar Minuten für dein Herz.

Vergiss mal bitte für einen Moment, wie du darüber denkst, was dich gerade beschäftigt. Lass die Gefühle, die es auslöst, einfach so stehen …

… wahrnehmen, was ist … fühlen … atmen … eintauchen in die Meditation … für ein paar Minuten … Zeit für dich …

Meditation “Fühl dich” // Hintergrundmelodie “Harmony” von AShamaluevMusic

FÜHL DICH

Wahrnehmen

Was ist

Fühlen

Atmen

Ruhig atmen

Tief durch die Nase einatmen

Langsam durch den Mund ausatmen

Spüre den Einatem

Wie sich die Lungen füllen

Halte kurz inne

Halte den Atem

Und lasse los

Atme aus

Langsam

Ganz langsam

Halte inne

Hole nochmal tief Luft

Fülle dich an

Richte dich auf dabei

Halte den Atem kurz an

Und befreie dich

Atme alles aus dir hinaus

Leere dich

Atme ganz aus

Genieße

Genieße die Ruhe

Den Moment für dich

Atme entspannt weiter

In deinem Rhythmus

Versuche dich zu fühlen

Dich wahrzunehmen

Gestalte keine Gefühle

Nimm wahr

Was ist

Fühle dich

Vergiss für einen Moment

Wie du darüber denkst

Was dich gerade beschäftigt

Lass die Gedanken

Die Gefühle

Die du auslöst

Einfach so stehen

Nimm wahr

Was ist

Ohne zu bewerten

Fühl dich

Fühl einen Moment Ruhe

Fühl einen Moment

Ganz

Dich

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Fühl, wie ich an dich denke

Ich sehe uns.

Wir sitzen auf einer Bank, manchmal still, manchmal angeregt plaudernd. Ich höre uns lachen. Ich fühle, wie wir an jene denken, durch die wir verbunden sind. Die jetzt und die im Herzen. Wir verstehen den Schmerz und auch die Freude, die Dankbarkeit und die Sehnsucht.

Auch wenn uns Kilometer trennen, Jahre, Welten oft
So fühle dennoch
Ich bin da und denk an dich

Wir gehen ein paar Schritte und nehmen die Schönheit des Tages in uns auf. Wir sind im Frieden, auch mit allem, was noch nicht friedlich ist. Irgendwo in uns wissen wir, dass wir das schaffen. Das alles.

Wir atmen tief, fast gleichzeitig und lächeln uns an. Die Verbindung steht.

Fühl doch, du bist nicht alleine.

Wir sind – da.

©Judith Eherer • feelingwords

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Lichtbrücke & Nara

Nara – der natürlichste Raum

Im ersten Kapitel oder besser gesagt, im Prolog zur Sternenflaum-Geschichte, wird Anna, die sich selbst lieber Fee nennt, von einem Licht geweckt. Noch nicht sicher, ob sie wach ist oder träumt, lässt sie sich auf eine wundersame Reise ein.

Nara ist das Ziel und für Fee fühlt sich das gut an, obwohl sie noch nicht wirklich weiß, was damit gemeint ist.

Auf dem Weg lernt sie Sternenflaum kennen und die beiden führen interessante, tiefgründige Dialoge, weise und beschützt.

Lass dein Licht leuchten und es eine Brücke sein – zu dir selbst

Sternenflaum

Fee lernt sich immer mehr selbst kennen, sie lernt zu hinterfragen und auch mal einen anderen Blickwinkel einzunehmen. Sternenflaum hilft ihr nach innen zu schauen und die Angst vor dem Fühlen zu verstehen.

Die Geschichte möchte inspirieren und animieren. Gefühlvoll, poetisch und mit ein bisschen Magie.

Keine Zauberei, nein. Magie liegt im Staunen – und staunen lässt unser all inneres Licht leuchten. So finden wir nach Innen und zu uns selbst durch uns selbst.

Nara, so nenne ich diesen inneren Raum, den natürlichsten Raum der Welt. Nara ist immer da, hat immer Zeit, stellt keine Fragen, richtet und wertet nicht, urteilt und verurteilt nicht. Es ist ein Raum für Rückzug, für Ruhe, für Antworten. Wer mag, findet im Meditieren zu Nara. Aber auch bewusstes Atmen ist ein guter Wegbegleiter.

Wenn wir genug Kind geblieben sind, um noch zu staunen, können wir uns begeistern, hinterfragen, ausprobieren und die Energie aufbringen, die es braucht um unser Leben selbst in die Hand zu nehmen. Wer allerdings so richtig erwachsen geworden ist, darf umso mehr Zeit auf feelingwords.art verbringen – denn hier lässt sich Bekanntschaft mit »Sternenflaum« machen, der sich gern zwischen den Zeilen versteckt und hauptsächlich fühlbar ist …

feel Nara – feel you
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Wiener Park-Poesie

Gedicht & Audio-Aufnahme.

Ein Spaziergang im schönen Liechtenstein-Park in Wien hat mich zu ein paar Zeilen inspiriert …

Du schöner Park
Erwartest mich
Wann immer ich will

Schenkst mir dein Grün
Deinen feinen Duft
Erlaubst mir

Deine Blumen zu schauen
Einzutauchen in das Wunder
Der Blüten

Ich ehre die Zeit bei dir
Mit dir
Verzaubert

Beruhigt, heiler und sensitiver
Erfüllt mit Dankbarkeit

©Judith Eherer


Inspiration und Rosen: Liechtenstein-Park in Wien
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Eine Geschichte über kleine und große Herzen und den Ruf nach Mama

Ein Babyvogelbesuch auf meinem Balkon inspirierte mich zu einer lyrischen Kurzgeschichte. Mein Herz wurde berührt und das möchte ich an dich weitergeben. Von Babyvogelherz zu mir zu dir.

Babyvogelbesuch

Süßer, kleiner Babyvogel
Machst Rast auf meinem Balkon
Magst du Pink?
Ich mag Pink

Du magst wohl lieber den Schatten
Den Schutz vor der Sonne
Ich beobachte dich
Durch die geschlossene Balkontüre

Will dich nicht erschrecken
Also verschiebe ich meine 
Kaffeepause
Schaue dir stattdessen zu

Und freue mich über das Geschenk
Des Zeitvergessens
Dein Schnäbelchen ruft
Nach der Mama

Wo ist sie?
Wo bist du hier bloß?
Du wolltest doch nur ein bisschen fliegen
So wie die anderen auch

Dieser Wind
Der ist so gemein
Hier hast du Ruhe
Der Wind ist schwächer auf dem Balkon

Die Sonne wandert
Dein schützender Schatten wird weniger
Dein Schnäbelchen ruft
Nach der Mama

Dein kleines Herz
Ich spüre es mit dir
Es klopft und ängstigt dich
Wo ist sie?

Unsere Menschenherzen kennen das auch
Egal wie groß oder klein
Der Ruf nach Mama
Und wie es sich im Herzen anfühlt

Wenn sie nicht da ist
Nicht kommt
Schütze dein Herz kleines Baby
Im Geiste umarme ich dich

Bin für dich da
Innen
Dein Flaum weht mit dem Wind
Die Sonne berührt dein Schäbelchen

Und fort
Fort fliegst du
Noch ungelenk
Ich schaue dir nach

Deine Flügel tragen dich noch nicht richtig
Das Spiel mit dem Wind
Darfst du noch lernen
Wirst du

Und du
weißt das auch
Unbewusst
Mit Urvertrauen

Deine Mama
Da ist sie
Sie war immer da
Ganz nah

© Ju. feelingwords

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Annie und das Leben

Eine Kurzgeschichte aus »feelingwords Gedanken & Gedichte«

~ zum Earth Day 2021 + zum 35. Jahrestag von Tschernobyl ~

Es war einmal ein junges Mädchen, Annie. Sie war hübsch, wohnte mit ihren Eltern und Geschwistern in einem schönen Haus, hatte ein großes Zimmer für sich alleine, eine Miezekatze und auch sonst fehlte es ihr an nichts. Sie war glücklich und hatte stets ein freundliches Lächeln im Gesicht. Wenn sie im Wald spazieren ging, summte sie leise Melodien vor sich hin und freute sich über jeden Schmetterling und jedes andere Tier, das ihr begegnete.

Sie ging sehr oft spazieren. Leider nicht nur, weil sie gerne in der Natur war. Ihr fröhliches, glückliches Wesen war den anderen Menschen im Ort zuwider. Ständig musste sie sich anhören, wie weltfremd sie doch wäre, wie fern jeglicher Realität ihr Lächeln wäre. Selbst Annies Eltern waren ratlos, sie konnten sich nicht erklären, warum gerade ihre Tochter so glücklich ist. Von wem sie das hat? Jetzt haben sie schon mehr Fernsehstunden eingeführt, und die Zeitung legen sie ihr auch jeden Morgen hin. Aber nichts scheint zu helfen. Annie lächelt immer glücklich.

Obwohl ihr in letzter Zeit sehr oft nach weinen ist, denn es schmerzt sie, ständig von jammernden und klagenden Menschen umgeben zu sein. Es tut ihr weh, immer gesagt zu bekommen, dass es anmaßend wäre, wie sie einen anlächelte.

Natürlich versuchte Annie, mit den Menschen zu reden. Sie fragte sie, warum sie denn so unglücklich wären? Und warum sie sich über alles beklagten, was sie sich doch selber aufgebaut hätten? Und warum sie denn nichts ändern würden, an ihrem Leben, wenn sie es doch so wie es ist, nicht mögen? Annie bemühte sich sehr. Aber je mehr sie versuchte, das Glück mit anderen zu teilen, umso mehr Ablehnung erfuhr sie. Wo sie auch hinging, sie wurde gemieden. Selbst die Schule war für sie kein Ort der Freude mehr. Es wurde mit dem Finger auf sie gezeigt und hinter ihrem Rücken getuschelt. Auch die Lehrer riefen bereits bei Annies Eltern an, um sich zu beschweren. Annie würde die Energie in der Schule vergiften, es wären schon Kinder aufgefallen, die auch plötzlich lächelten und meinten, der Regenbogen draußen wäre schön. Das geht doch nicht, dass die Kinder vergessen, dass es vor einem Regenbogen nun mal geregnet hat! Wie kann man nur so tun, als wäre alles in Ordnung? Aber, wie gesagt, Annies Eltern wussten sich auch keinen Rat.

Einzig Annies Urgroßmutter, ja die könnte vielleicht wissen, was mit Annie los ist. Aber die ist schon so lange im Heim, die kennt bestimmt niemanden mehr. Nein, sie ist schon zu alt, um sie bei so etwas wichtigem um Rat zu fragen. Vielleicht sollte man einen Psychologen aufsuchen? Aber was das wieder kostet, die Krankenkasse zahlt das bestimmt nicht, meinte Annies Vater. Er hatte eine bessere Idee. Wie wäre es mit einem Ausflug, Annie? Ich möchte dir gerne meinen Arbeitsplatz zeigen, es ist sehr spannend in einem Atomkraftwerk zu arbeiten. Das wird dich auf andere Gedanken bringen. Und innerlich setzte er noch hinzu, und dann wirst du hoffentlich mal endlich aufhören mit glücklich sein.

Aber Annie widersetzte sich ihm, höflich lehnte sie diesen Ausflug ab. Sie sagte: Papa, hör doch was die Lehrer sagen, ich würde mich nicht gut auf andere auswirken, es wäre zu gefährlich, denn stell dir vor deine Arbeitskollegen wären dann plötzlich glücklich. Dann würden sie dort nicht mehr arbeiten wollen, verstehst du Papa? Ja, Papa verstand. Leider. So ein glückliches Kind ist aber auch eine Strafe. Bestimmt hat das alles was mit diesem Gott zu tun, mit dem Annie manchmal spricht. Gott, er weiß noch, dass er als Kind davon gehört hat, dass es so etwas mal gegeben hat. Aber das ist lange her. Wo Annie das nur wieder herhat? Weil sie aber auch ständig ihre Nase in Bücher vergräbt. Oh nein, wo soll das nur hinführen?

Annie ist derweil wieder draußen im Wald, sie genießt die Sonne, lacht mit den Vögeln, und erfreut sich an den Häschen und Rehen die umherspringen. Danke, ruft sie in den Himmel. Danke, es ist so schön!

© 2010 Judith Eherer
feelingwords.art/annie

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Sehnsucht Leben

Die Sehnsucht
Sie schreibt Worte ins Herz
Sie ist eine große Dichterin
Sie füllt die Zeilen
In der Tiefe der Seele mit
Leben
Die Träume 
Sie erschaffen Visionen
Sie sind reinste Energie
Sie treiben uns vorwärts
Begleiten treu den Weg durchs
Leben
Die Hoffnung 
Sie malt Bilder im Kopf
Sie ist eine große Künstlerin
Sie erweckt die Farben
Auf der Leinwand des Glaubens zum
Leben
Die Liebe 
Sie zeigt uns den Sinn
Sie ist die höchste Macht
Sie verzaubert die Gefühle
Strebt nach der Wahrheit in unserem
Leben
Die Geduld 
Sie hadert mit den Zweifeln 
Sie ist getragen von Hoffnung 
Sie begleitet die Träume 
Der Sehnsucht nach Liebe im 
Leben

Herzgedanken 13.4.2010

© Judith Eherer • feelingwords

♡ Danke Diana für das zauberhafte Winterbild ♡

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Suche nach Liebe

Von Freundschaft, Selbstfürsorge und Instagram

Heute las ich auf Instagram einen Post einer lieben Freundin. »Schatz, du wirst geliebt!«, war mein erster Impuls, ihr zu antworten. Doch ich tat es nicht. Es kam mir zu persönlich vor. 

Außerdem, was löst dieser Satz wohl aus? Ich bin nicht ihn ihrer Nähe, kann sie nicht in die Arme nehmen, nicht mit ihr sprechen.

Sie will gefallen, schreibt sie. Gefallen. Fallen. Gefallene. Menschen, die im Krieg gestorben sind, Soldaten, nennen wir so. Will sie eine Heldin sein? Wichtiger noch als zu leben?

Sie ist eine junge Mutter. Eine Löwin, die alles für ihr Baby tun würde. Ich wünschte, sie täte all das auch für sich. »Schatz, steh auf, wenn du gefallen bist!« Du Wunder, du liebevolles Wesen.

Manchmal, oder auch öfter, zeigen wir Mängel und Fehler von uns. Wir präsentieren sie geradezu und schreiben oder sagen, dass wir uns nichts aus Perfektion machen. Ich glaube, dass wir uns da selbst belügen. Wir zeigen das nur, damit wir TROTZDEM Zuspruch bekommen, damit wir eine Bestätigung erhalten, trotz des Fehlers geliebt zu werden. Wir tun uns sogar leichter damit, als uns schön zu zeigen. Selbst wenn es uns mal gelingt, weisen wir Komplimente dazu gerne zurück. Wir wollen nicht eitel oder selbstverliebt scheinen. Wir geben uns gleichmütig und verwechseln das mit Anmut. 

»Wenn wer meine Fehler liebt, meint er/sie das ehrlich.« Was für eine riesengroße Selbstlüge! Wir wollen doch nur, dass die Fehler dadurch reingewaschen werden! »Vergib mir meine Sünden, liebe mich trotzdem …« Ja, das funktioniert schon seit Jahrhunderten nicht. Wir bitten permanent um Vergebung, betteln um Liebe und glauben doch nicht daran. Wir hoffen.

Schatz! Kümmere dich bitte gut um dich selbst.

Du singst, wenn du den Brei für dein Baby zubereitest. Sing bitte auch für dich, wenn du dein Essen kochst.

Du wäschst und cremst dein Baby liebevoll. Achte darauf, bei der nächsten Dusche, sei zärtlich mit dir. Duftende Seife, verwöhnende Öle. Du kannst das.

Die Kleidung deines Babys verzückt dich und es macht dir sogar Freude, sie zu waschen und zu bügeln. Mach das bitte auch mit deinen Sachen. Zieh an was dir gefällt, freue dich über die schönen Stoffe anstatt über das Bügeln zu klagen.

Du gehst mit deinem Baby spazieren, es braucht die frische Luft, sagst du. Ja, mein Herz, und du auch! Du bist nicht nur die, die den Kinderwagen schiebt. Atme, staune, genieße die Natur. Du bewegst dich, bist draußen. Auch für dich! Bitte, für dich!

Dein Baby lächelt dich an. Du lächelst zurück. Das ist Liebe. Nicht mehr und nicht weniger.

Du wirst geliebt – genau so, wie du bist.

Wenn du nun noch aufhören magst, alle Liebe zurückzuweisen, bitte.

Du tust das, weil du sie nicht glaubst, sie an anderer Stelle suchst, eine andere Vorstellung von ihr hast, sie vermisst. Ich verstehe das. Doch Schatz, öffne dein Herz, finde deinen Frieden darin und du wirst vergeben können, auch dir selbst.

Ich wünsche es dir. Ja, ich wüsche dir, dass du bald die Sonne in dir siehst, die schon so viele andere wärmt und erfreut.

Und dir, liebe Leserin, lieber Leser, wünsche ich, dass du dich berühren ließest und inspiriert zu mehr Achtsamkeit mit dir selbst.

Wen dürfen diese Worte noch erreichen?

Engel? Echt jetzt?

Über Engel zu schreiben ist eine heikle Angelegenheit. Esoecke, Religion, Aberglaube, Einbildung …

Ich frage mich, ob es Engel bereits vorm Christentum gab … und wenn, wie wurden sie genannt? Die bekannten Namen z. B. der Erzengel sind ja hinlänglich bekannt, Gabriel, Raphael, Uriel usw. Doch die gibt es ja noch nicht sehr lange. Was war vorher?

Was mich auch beschäftigt, gibt es in Gegenden ohne Christentum auch Engelswesen? Wie werden sie dort genannt? Ist es so wie mit Gott? Jede Religion hat ihre eigene Vorstellung davon, ihren eigenen Namen und doch reden alle vom selben?

Ich bin im katholischen Niederbayern aufgewachsen. So sollte klar sein, dass Engel in die Kirche gehören, Flügel haben und dass sie aussehen wie Menschen nur mit etwas entrückteren Gesichtern.

Meine eigenen Engelsbegegnungen stimmen allerdings mit diesem Bild nicht überein, was mich glauben ließ, dass es etwas anderes gewesen sein musste. Engel habe ich bislang nie »gesehen«, es ist mehr ein Spüren, eine Wahrnehmung, doch die meist klar und deutlich. Engel mit den eigenen Augen durfte ich dennoch schon sehen: Gesichter geliebter Menschen in glücklichen Momenten, in seligem Schlaf – so engelsgleich, dass sich die Frage nach Wundern erübrigt.

LESETIPP

Sternenflaum Geschichte | 5. Kapitel | Engel

Ist vom selben die Rede? Nein, keinesfalls. Wohl fehlen uns in der deutschen Sprache mal wieder unterschiedliche Begriffe. Wir haben einfach zu wenig Worte!

Wie viele verschiedene Arten zu lieben wird es geben? Alle heißen gleich. Wie viele Arten von Freunden … Er ist mein Freund. Ach was kann das alles heißen! Ist sie deine Freundin? Nun, nicht direkt, ja doch, eigentlich schon, doch nicht so eng … Wie denn nun? Wieso haben wir so wenig Begriffe?

Zurück zu den Engeln. Engel ist auch ein Kosewort, eine Schmeichelei, ein Kompliment, eine erdrückende Erwartung, ein Käfig, wenn es heißt “du lieber Mensch, mein Engel” – dann ist es vorbei mit Whisky, Zigaretten und Lügen. Wieso machen wir das? Weshalb benennen wir die absolut wundersame, neutrale und stets begleitende Kraft der »Wesenheiten« mit einem Namen, den wir dann auch vielem anderen übertragen? Wer soll sich da noch auskennen?

»Glaubst du an Engel?« Was lässt sich darauf bitte antworten? Natürlich ist mir klar, welche Art von Engel damit gemeint ist, doch was hat das mit glauben zu tun? Was ich wahrnehme weiß ich doch. Das muss ich nicht glauben. Wenn der Wind weht und ich ihn an den Armen spüre, muss ich dann sagen, ich glaube daran, dass es so etwas wie Wind gibt?

Es ist ein Thema, definitiv. Einmal in der Buchhandlung dem Räucherstäbchenduft gefolgt, fliegen einem die Engelsbücher geradezu entgegen. Heute blätterte ich in einer älteren Ausgabe des Engelmagazins. Es ist zeitlos. Ich stelle mir vor, von allen Heften das Erscheinungsdatum zu streichen und dann zu versuchen, sie chronologisch zu sortieren …

Über Generationen hinweg begleitet uns die Frage nach dem Unsichtbaren. Warum lese ich in einem Engelmagazin? Was ist mein Beweggrund? Ehrlich? Mir geht es um Gleichgesinnte. Ich will lesen, dass ich nicht verrückt bin. Es tut gut, mich in Geschichten wieder zu finden, zu lesen, dass es Menschen gibt, die sich trauen dazu zu stehen, auch wenn sie völlig crazy dabei wirken. Das bewundere ich.

Wen dürfen diese Worte noch erreichen?

zu nah – gefühlt

Vieles in meinem Leben verarbeite ich schreibend. So wie diese Begegnung vor ein paar Wochen, wie du sie weiter unten lesen kannst. Ich bin sehr dankbar, dass ich die Situation auf – für mich neue – Art und Weise gelöst habe.

Dieses intensive Fühlen, diese feine Wahrnehmung, sie kommt immer mehr zu mir zurück. Vor etwa 10 Jahren war sie sehr intensiv, so sehr, dass ich mich damit unwohl fühlte. Dann gab es einen Bruch, vieles änderte sich in meinem Leben und erst seit gut einem Jahr fühle ich wieder und klarer. Heute kann ich besser damit umgehen, es macht mir keine Angst mehr und es ist auch nichts was ich verbergen oder verleugnen muss.

Im Grunde brauche ich es nicht einmal thematisieren, doch in Gesprächen kam heraus, dass dies auch anderen dient bzw. nützlich ist, um mit eigenen, ähnlichen Empfindungen umzugehen.

ZU NAH GEFÜHLT

Du kommst mir gerade
Zu nah
Nicht körperlich
Gefühlt

Deine Wut
Dein Stress
Deine Ungeduld
Wie ein verletztes Tier

Oh
Das triggert dich
Dabei habe ich es nur
Gedacht

Mein erster Impuls war
Weglaufen
Doch ich habe gelernt
Besser damit umzugehen

Ich atme
Konzentriere mich
Auf den Atem und
Umarme dich in Gedanken

So liebevoll 
Und freundschaftlich
Wie es mir 
Gerade möglich ist

Ich atme weiter
Tief in mein Herz und
Stelle mir vor
Wie es sich lädt

Mit Verständnis
Zeit
Wärme 
Und Liebe

All das fließt 
Zu dir
Ich spüre
Visualisiere es

Die Umarmung
Die innere Ruhe
Mein 
Für dich da sein

Ich atme 
Immer ruhiger
Bewusster
Feiner

Ich kenne dich nicht
Sehe nicht
Wer du bist
Wie du aussiehst

Ich fühle 
Dich
Und 
Was du aussendest

Uns trennt
Ein Einkaufswagen
Wir stehen hintereinander
An der Kasse

Schon allein wie du 
Die Waren auf's Band warfst
Lies mich 
Zusammenzucken

Ich drehte mich nicht um
Widerstand dem Impuls
Noch eine Runde zu machen
Im Laden

Irgendwas zu suchen
Nur
Damit ich dich
Nicht wahrnehmen muss

Doch
Ja
Dem Leben sei Dank
Und den Erfahrungen

Es geht
Ging
Auch anders
Liebevoller

Beim Zahlen hätte ich
Aufblicken können
Dein Gesicht sehen
Doch ich ließ es sein

Es spielt keine Rolle
Ich fühle deine Ruhe
Deine neue Ruhe
Und wie sie dich wundert

Ganz gleich woher sie kommt
Du hast sie angenommen
Die guten Gefühle
Die dir gesendet wurden

Die innere Aufmerksamkeit
Nur für dich
Alles Gute wünsch ich dir
Liebe Unbekannte

Wer sich da sieht oder angesprochen fühlt, liebe Seele, sei dir gewiss, dein Fühlen ist wesentlich. Es ist weder eine Gabe noch eine Bürde. In dir schlägt ein Herz und ein ganzes Universum an Wundern brachte dich ins Leben. Erlaube dir den Prozess, erlaube dir, damit umzugehen. Fühle. Ja, fühle.

Wenn du dich darüber austauschen willst, folge mir gerne auf Instagram und schreib mir eine Nachricht.

Wen dürfen diese Worte noch erreichen?

Silvesterspaziergang in Wien

Eine Begegnung

Excuse me!

Ja?

Excuse me, my English is not good.

Oh, not a problem, my English is also bad.

Great!

(…)

Are you living in Vienna?

Yes.

Oh, this is great!

Ja. Really. Thank you.

Do you visit your family at Christmas?

Oh yes, it was lovely.

So great! You are blessed!

Right.

Can you walk with your legs?

Yes. (?)

Great!

Yap. I’m grateful.

Oh, I love you! Do you have a dream?

(…)

Do you have a dream????

hmmmmm…

Do you have a dream?

It’s not so simple to say … I can’t remember … No, I don’t have a dream now …

This is great!

What?

This is great! You can now dream whatever you want! Oh, I love your great chance!

Danke altes Jahr

Was für ein Jahr!

Es wundert mich stets aufs Neue, wie viel in so ein Jahr passt. Danke 2019 und bye bye, du lehrtest mich viel und herzlich und tränenreich und mutig und bangend und froh und traurig und staunend und dankbar und lachend und voller Wunder und mit Willkommen und Abschieden.

  • Danke auch, dass ich die feelingwords.de Seite wieder zurückbekam und somit die Sternenflaum beginnen konnte 
  • Danke an alle LeserInnen und BesucherInnen dieser Seite
  • Danke an alle UnterstützerInnen, die mir halfen, das Projekt “feelingwords” ins Leben zurückzurufen
  • Danke natürlich an Sternenflaum und Fee und das Licht
  • Danke 2019 – i gfrei mi dennoch so richtig gscheid auf 2020 

Frau sein

Frau sein ist mehr, als der Tochter zu entwachsen. Es ist mehr als dieses Leben. Frau sein ist erinnern.

Nicht nur zur Zeit des Samhain, doch speziell dann, mit mehr Intensität, ein Gedenken, Denken, Erinnern, Wahrhaben und Andenken der Ahninnen.

Was mich als Frau ausmacht ist viel mehr als das was ich bin. Mehr als mein Leben, meine Entscheidungen und Erfahrungen. Es ist auch mehr als das, was ich über mich denke. Viel mehr als das, was andere denken.

Ich fühle vor allem eine tiefe Verbundenheit mit den Frauen der vergangenen Zeit. Da spüre ich, dass Tod nur eine Veränderung ist.

Es sind dabei nicht nur jene, die ich persönlich kannte. Das ganze Leben, das ganze Sein und Werden geht viel weiter als nur diese kurze Dekade.

Wir begegnen uns.

Hier und Jetzt. Gestern und Vorgestern. In diesem Leben und in anderen.

Ich streichle sanft über das Holz. Mein Urgroßvater hatte es in den Händen, hat es bearbeitet, einen Küchenschrank daraus gebaut. Dieses Möbel begleitet mich, erinnert an die Uroma, die Kindheit, an alte Zeit. Erinnert an eine Frau, die weder Kühlschrank noch Telefon hatte, deren Haus aber ein Heim war. Ich atme den Duft der Küche. Sehe mich im wilden Garten unter den Obstbäumen …

Ich bin froh, dass ich meine vielen Fragen auch noch heute an sie richten kann. An sie und unsere Schwestern, an mich und meine Leben.

WIR sind. Frauen.

Da ich glaube, dass wir durchaus in den Leben in verschiedene Geschlechterrollen schlüpfen, schließt dieses feine Erinnern die Opas und Onkels und verstorbenen Freunde nicht aus. Es sind die Seelen in uns. Diese weibliche, fühlende, verstehende und verbundene Essenz in allem.

Vielleicht braucht es deshalb einen „Vater unser“ in der Kirche. Da die Mutter aller sowieso IST. Eine umgedrehte Emanzipation von vor 2000 Jahren. Wer weiß …

Samhain soll der Ursprung der Feierlichkeiten um Ende Oktober / Anfang November sein. Darüber ranken sich Geschichten und Sagen … Für mich klar ist, dass es ein Übergang ist. Ich spüre zwei davon im Jahr. Einen eben jetzt, Ende Oktober, den anderen zum April.

Allerheiligen ist in vielen Ländern ein staatlicher Feiertag. Dabei spielt es keine Rolle, ob du oder ich diesen Glauben teilen. Es stehen auch viele an den Gräbern und Gedenken der Verstorbenen, dabei wäre doch das erst morgen, an Allerseelen. Das Heiligengedenken ist ein Feiertag, das Gedenken an die eigenen Ahnen nicht. Beim Gräbergang wird das vermischt. Seltsam irgendwie. Darf ich sagen, dass mir die Ahnen und Ahninnen heilig sind? Mir persönlich?

Es brennt ein Licht für euch. Manchmal in einer Kapelle, manchmal hier auf dem Tisch, immer in meinem Herzen.

Stille

Wie wohltuend Stille ist.

Die rastlose Suche nach Zerstreuung und stets Neuem lässt die Welt laut sein.

Stille kann nervös machen.

Sie lädt ein, hinzuhören.

Sich zu hören.

Dich zu hören.

Wie ist es, Antworten nicht in Form von Worten wahrzunehmen?

Ungewohnt.

Stecken ja die Worte schon in den AntWORTEn.

Die Stille kennt keine Buchstaben.

Stille füllt den Raum, dehnt ihn, schluckt die Zeit.

Ein Ergebnis im Da Sein. Gegeben. Erhalten. Nicht zum festhalten. Doch aufhalten, ja, das Herz, die Sinne, die Bereitschaft.