Sternenflaum 2 | 4. Kapitel »Ich suche dich«

Sternenflaum 2 | 4. Kapitel »Ich suche dich«

Im vierten Kapitel freut sich Fee, endlich wieder die Licht-Stimme zu hören, das geht immer durch und durch …

Sternenflaum Geschichte Teil 2 Kapitel 4 | Ich suche dich | feelingwords

Ich suche dich

Bist du mir nah,
meine Seele,
meine Liebe?

Darf ich dich fühlen,
mich an dich lehnen?

Mein Licht,
strahlst du mir?

Ich kann dich nicht sehen,
nicht im Spiegel, nicht im Traum.
Doch lass mich dich wahrnehmen,
lass mich spüren, dass du da bist,
lass mich wissen, wer ich bin.

Du weißt,
dass ich dich suche,
mich so sehr
nach mir sehne.

Nach mir, meine Liebe.
Nach dir, meine Seele.

Wo bist du, mein Ich?
Sei bei mir bitte
und zeig mir
mein Zuhause.

©Judith Eherer

Sternenflaum! Diese Worte sind wie eine Antwort auf meine Suche und meine Fragen. Es ist schön, mich gehört zu fühlen.

Es sind Worte aus deinem Inneren. Nach und nach vernimmst du mehr davon.

So poetische Worte habe ich in mir? Flaumi, gib es zu, dass die von dir sind!

Fee, lausche …

Liebste Fee, vor nicht allzu langer Zeit hast du dich auf die Reise zu dir selbst gemacht, was sehr bemerkenswert und mutig war und ist. Wir werden dich immer begleiten und für dich da sein. Doch ob du dich noch besser kennenlernen wirst, dich noch klarer finden, wahrnehmen und hören wirst, können wir nicht versprechen.

Licht! Oh, es ist so schön, dich zu hören! Es tut mir leid, dass ich gerade so flapsig war. Die Worte gingen mir wohl zu nah und ich flüchtete, indem ich sie von mir wies. Dabei habe schon verstanden, dass das alles von mir aus geht und dass ich da selbst die Verantwortung trage. Es ist ein stetiges Looping-Spiel, von dem ich hoffe, dass es mal ruhiger wird, dass ich mal ruhiger werde. Innen. Mit den Ängsten und Fragen und Sorgen und Gedanken und so.

Fee, ich freue mich, dass du in deiner Aufzählung die Gefühle nicht erwähnt hast.

Flaumi, wie könnte ich! Das ist mein größtes Glück auf dieser Reise, dass ich erkennen durfte, dass mir meine Gefühle nicht im Weg stehen, ganz im Gegenteil. Nur durchs Fühlen kann ich dich und das Licht überhaupt erst wahrnehmen. Nur gefühlt kann ich meine Gedanken abwägen und mich trauen weiterzugehen. Das ist so ein Geschenk!

Du bist das Geschenk. Liebe Fee, deine Worte von vorhin, sie werden sich irgendwann zwar gleich anhören, doch völlig anders anfühlen. Freu dich darauf, dass Sehnsucht das Herz auch zum Schwingen bringen kann. Freu dich darauf, wenn die Schwere sich in Leichtigkeit wandelt und du uns winkst, weil du nicht mehr überrascht bist, uns bei dir zu haben.

Danke von Herzen, liebes Licht. Ich weiß, dass es so sein wird, denn manchmal spüre ich es schon. Nur kurz, doch klar und schön. Ich freue mich wirklich darauf, mich nicht mehr für verrückt zu halten, mich mit euch auszutauschen. Auch, nicht mehr zu erschrecken, wenn ich die Augen schließe und dann alles hell wird. Aber bitte, du musst zugeben, das ist schon etwas irre.

Nun, Liebe darf das sein.

Liebe.

Ja, Liebe.

Sternenflaum Geschichte Teil 2 Kapitel 4 Ich suche dich | feelingwords

Wer auch immer Du bist, der/die diese Worte gerade las, ich widme sie Dir wie eine Umarmung deiner Selbst. 

Warum? Weil ich Dir danke, ja, danke fürs Lesen und mich somit unterstützen. Es bedeutet mir viel, dass Du das Entstehen der Sternenflaum-Geschichte mitverfolgst. Nur wenn die Geschichte gelesen und weitererzählt wird, fühle ich die Energie, weiterzuschreiben. Falls Du dich fragst, wie es denn weitergehen wird … nun, es wird wohl mit der Liebe weitergehen oder mit Dankbarkeit? So unterschiedlich wäre das ja nicht …

Sternenflaum Geschichte Teil 2 Kapitel 4 Ich suche dich | feelingwords

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>> Die Sternenflaum-Geschichte Inhaltsübersicht

>> Sternenflaum 1 – Das E-Book

Sternenflaum Geschichte Teil 2 Kapitel 4 Ich suche dich | feelingwords

Sternenflaum 2 | 3. Kapitel »Manchmal«

Sternenflaum 2 | 3. Kapitel »Manchmal«

Die Bilder, die Bildsprache, die Metaphern und Geschichten, der Dialog zwischen Fee und Sternenflaum, sind alles Antworten, sind alles Begleitung und Inspiration auf deinem Weg zu dir selbst …

Grafik Pusteblume, Sternenflaum 2 | Manchmal

Manchmal

Manchmal
Ist ein Tag ziemlich müde
Und manchmal
Fehlt Energie überall

Doch manchmal
Erwischt dich ein Zauber
Und plötzlich scheint
Doch nichts verlor'n

Du kannst fröhlich lachen
Und bist überrascht
Warst du nicht vorher
Noch lustlos und matt?

Der Kopf will dir sagen
Vergiss nicht was war
Doch lach einfach lauter
Übertöne sein Mahn'

Müde war gestern
Und morgen vielleicht
Doch jetzt bist du glücklich
Und sorglos zugleich

Du fühlst wie dein Herz hüpft
Du spürst, wie du lebst
Dein Herz, es kann zaubern
Verliebt sein, so schön

Und wenn du dann aufwachst
Vergiss nicht ein Wort
Denn manchmal, ja manchmal
Sind Träume vor Ort

Sie möchten dir zeigen
Wie schön es sein kann
Es lohnt, zu vertrauen
Auf's nächste Manchmal

©Judith Eherer

Flaumi, ist es doch so, dass ich das alles nur träume?

Liebste Fee, du darfst träumen, so viel du willst. Doch wenn du dich an mich wendest, nach innen richtest, dann ist das ein sehr bewusster Weg, eine Entscheidung, die du triffst.

Also wollte ich vom Licht geweckt werden?

Und du hast um Hilfe gebeten.

Ja, das stimmt.

Die Bilder, die Bildsprache, die Metaphern und Geschichten, der Dialog zwischen uns sind alles Antworten, sind alles Begleitung und Inspiration auf deinem Weg zu dir selbst.

Zu mir selbst. Das klingt seltsam, ich bin doch ich. Aber ja, nicht immer kenne ich mich wirklich, oft wundere ich mich über mich selbst und habe keine Ahnung, wie ich auf was reagieren werde. Es stimmt schon, ich möchte mehr über alles wissen, und eben auch über mich.

Auch, wenn du nur manchmal weiterkommst?

Ich sage oft »manchmal«, ja? Ist mir vorher nie aufgefallen. Aber als ich die Worte vorhin fühlte, hörte, also du weißt schon, innen hörte, da wollte ich es ausbessern, dieses »manchmal«.

»Manchmal« kann viel oder wenig sein, wichtig ist nur, dass es wiederkommt. Manchmal heißt nicht einmal oder keinmal …

Im Vertrauen darauf und, dass alles gut ist, auch wenn es sich nicht immer so anfühlt. Mein lieber Sternenflaum, ich lerne von dir.

Fee, wenn du sagst, dass alles gut ist, bist du in der Dankbarkeit und im Vertrauen. Es meint nicht, dass du alles gutheißt.

Manchmal sind da Träume 
begleitet von Zuversicht 

weich
licht
nah

Manchmal ist da Mut
begleitet von Herzklopfen 

groß 
ruhig
klar

Manchmal bin da ich
begleitet vom Leben

wild 
verträumt
wahr 

Flaumi, ich bin froh, dass ich um Hilfe gebeten habe und auch, dass du es bist, der mir bei meinen Antworten hilft.

Sehr, sehr gerne.


>> Fortsetzung: 4. Kapitel »Ich suche dich«

>> Übersicht aller bisherigen Kapitel

Sternenflaum 2 | Manchmal

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Gedanken zum 3. Advent

12.12.2021 | Judith Eherer | feeling&words

Die Natur fühlen. An einen Baum gelehnt, Zeit genießen. Gedanken zum 3. Advent

»Ich gehe nicht mehr zurück.« Diese Worte fühlte ich vor über 10 Jahren so intensiv, so wahr in mir, dass sie bis heute unvergessen sind.

Sie bezeichnen nicht nur eine äußere Veränderung, viel mehr beinhalten sie eine natürliche Wahrheit.

Rückwärts schauen ja, rückwärtsgehen nein.

Alles ist nach vorne gerichtet, das ganze Leben, alles. Dennoch meint es nicht Wachstum um jeden Preis. Nach vorne heißt nicht größer, schneller, weiter.

Am schönsten sehen wir das an den Bäumen und den Jahreszeiten.

Wandel ist es, was bewegt. Wandel ist der Weg, ist Leben.

Oft fühlte ich mich, als würde ich mich im Kreis drehen, nicht vorwärtskommen, immer wieder am selben Punkt landen. Ich mochte das nicht. Las darüber, fand, dass ich noch etwas zu sehen habe oder zu lernen, zu erkennen vielleicht. Mein Verstand bejahte das, doch mein Gefühl nicht. Etwas schien dabei nicht zu stimmen.

Heute sehe ich, der Kreis ist ein Kreislauf, es ist der natürliche Weg, die Wandlung. Selbst, wenn ich dachte, an dem Punkt war ich doch schonmal, war das nur zum Teil richtig. Denn ich war eine andere, ich war bereits gewandelt, es ist Zeit vergangen, viele Erlebnisse und Erkenntnisse und Jahreszeiten waren darin. Es ist niemals dieselbe Judith am selben Platz. 

Ein Baum, der diesen Herbst die Blätter fallen lässt, ist nicht derselbe Baum, der nächstes Jahr die Blätter fallen lässt. Zumindest ein Jahresring kam hinzu. Viel hat er erlebt. Vögel und Insekten kamen und gingen. Winter, Frühling, Sommer, Sonne, Regen, Winde …

Wantalunga, das altdeutsche Wort für Wandlung

Der Kreislauf des Lebens meint nicht, alles immer wieder zu erleben, sondern die Zyklen zu durchlaufen, wieder und wieder und dabei sich entwickeln, wachsen und gedeihen, stark werden und für andere stark sein.

Ein Baum wächst nicht unendlich in den Himmel. Ein Wald lebt in Symbiose. Die Bäume kommunizieren miteinander, tauschen sich über Blattwerk und Wurzeln aus. Sie helfen sich mit Wasser und Informationen, sie wachsen miteinander und aneinander.

Gedanken zum 3. Advent. Engelsgrüße und Kerzenlicht.

Selbst in Wäldern, in die sich der Mensch einmischt, sind nicht alle Bäume gleich. Nicht einmal in der Zucht. Doch wir Menschen sollen es sein, gezüchtigt und erzogen, nach irgendjemandes Bild. 

Die Adventszeit ist Nachdenkzeit. Rückzugszeit. Nicht Rückwärtszeit. Die Blätter sind gefallen, der Winter ist da. Tiefe, Stille, Kälte, Ruhe. Es ist nicht die Zeit für Neues, für Erschaffen und Schöpfung. Diese Zeit kommt bald wieder, im Frühjahr. 

Adventszeit fühlen

Fast hätte ich das ignoriert, mich über die Jahreszeiten hinweggesetzt, so wie wir Menschen das ja tun. Wir machen unsere eigenen Gesetze, an die wir uns dann selbst nicht halten, weil sie eh nicht funktionieren. Doch seit einiger Zeit bin ich der Natur wieder näher. Bin wieder offen dem Fühlen und Wahrnehmen.

So spürte ich, dass im Dezember etwas Neues zu kreieren, zu veröffentlichen, nicht der richtige Zeitpunkt ist. Mein Verstand wehrte sich erstmal heftig, gab mir aus seinem Erfahrungsschatz viele kluge Ratschläge und Hinweise, sogar Drohungen und Ängste. 

Doch die innere Ruhe und das Verständnis, das wieder gewachsen ist, die Verbindung und das Gefühl des Verbundenseins, sind mittlerweile so kräftig, dass sie diesem Sturm im Kopf standhalten. 

Im Frühjahr wird es Neues geben. Schönes, ja. Wer »feelingwords« will, findet auch jetzt schon einige, hier auf der Seite und mit dem E-Book »Die Sternenflaum-Geschichte«. 

Hier eine Auswahl von Texten, die, wie ich finde, gut in diese Zeit passen:

Auch hier zeigt sich, zurückschauen ist Wohlgefühl. Es spielt keine Rolle, an welchem Datum, zu welcher Zeit die Beiträge entstanden. Es geht um die Botschaft darin, zeitlos, wertvoll, begleitend.

Dir ans Herz gelegt

Judith

Kerzenlicht. Gedanken zum 3. Advent

Gedanken zum 1. Advent

28.11.2021 | Judith Eherer | feeling&words

Es gibt diese Zeiten, an denen man sich gerne mehr Gedanken macht, auch tiefergehende und rückblickende. Die Adventszeit und der Jahreswechsel laden förmlich dazu ein.

Im Winter, der dem Element Wasser zugeschriebenen Zeit, geht es viel nach innen, von der äußeren Kälte zur inneren Wärme.

Kälte, Dunkelheit, Rückzug, das alles kann auch Angst machen. Umso wertvoller ist diese Zeit, die uns ganz natürlich zeigt, dass auch dies zum Kreislauf des Lebens und zum Leben selbst gehört.

Diese Zeit nennt man auch das “große Yin”. Die höchste weibliche Energie, aus der Tiefe, in die Tiefe. Sanft und beharrlich. Wie das Wasser stetig und nährend. Wir können Klarheit finden in dieser Zeit, den Fluss, die Natürlichkeit, das Vertrauen. Mit unserer inneren Wärme und Herzlichkeit. Das Element Wasser ist auch den Nieren zugeordnet. Die Nieren sind das Organ, um welches wir uns jetzt besonders sorgsam kümmern dürfen. Sie, also wir, brauchen viel klares Wasser und Wärme. Die Nieren speichern erlebtes und erfahrenes, sind für Reinigung und Ausgewogenheit zuständig.

Ruhe und Stille begegnen Dunkelheit und Kälte, achtsam, wertschätzend

Schönen 1. Advent

Mit Kälte meine ich nicht nur die Temperaturen. Vielfach nehmen wir auch die Menschen und die Gesellschaft um uns so wahr. Gerade jetzt erleben wir vielfach Trennung und Spaltung statt Gemeinsinn und Zusammenhalt.

In unserem Inneren ist es warm. Unser Körper hält die Temperatur, er sorgt für uns, selbst wenn unsere Gedanken in die Gefühlskälte abschweifen.

Es wird uns warm ums Herz

Wir lieben das, nicht wahr? Warum erschaffen wir es dann nicht öfter? Für andere! Wir können Herzen berühren! Wir können machen, dass anderen warm ums Herz wird. Wir können da sein, trösten, Zuversicht schenken. Wir können kreativ sein und auch mit Worten umarmen, wenn die räumliche Nähe nicht möglich ist.

Unsere Gedanken können fliegen

Wer kennt es nicht, zu sagen, oh, gerade habe ich an dich gedacht! Unzählige Male schon sagte ich am Telefon: perfektes Timing. Der Zufall ist sichtbar gewordene Gedanken. Diese Kraft, diese Gabe und Macht können wir nutzen. Denken wir in Liebe an andere und für andere und an uns selbst und für uns selbst. Schreib eine Liste mit Namen, schreib, an wen du liebevoll denken möchtest und schreibe auch deinen Namen darauf, am besten mehr als einmal.

Ein Licht brennt

Das erste Licht ist angezündet. Es wird uns die nächsten Wochen begleiten. Natürlich tut es das immer, doch in dieser Zeit bewusster. Man muss nicht religiös sein oder einer Religion angehören, um diese besondere Energie zu spüren. Es ist nicht der Name, der das Gefühl ausmacht, es ist diese Zeit und das Licht.

Natürlich werden seit jeher Kerzen angezündet, ist ja auch sehr dunkel im Winter. Doch es ist auch Sinnbild. Licht im Raum, Licht im Leben, Licht im Herzen. Licht erhellt, nimmt die Angst, zeigt verborgenes, lässt graues leuchten. Licht schenkt Wärme.

Wenn du nach einem Rat suchst, wie du dich in dieser herausfordernden Zeit wieder selbst finden kannst, dann probiere es doch mit dem Licht.

Schon viele Jahre schreibe ich mit dem Licht. Von innen nach außen. Berührt, begleitet und verbunden. Oft brennt hier auf dem Schreibtisch eine Kerze, eine runde, die ich festhalten kann. Manchmal halte ich inne, schiebe Block oder Laptop zur Seite und nehme das Licht. Mit beiden Händen an der Kerze, den Blick in die Flamme gerichtet, das Herz weit, weit auf … minutenlang … atmen, lächeln, dankbar sein.

Atmen
Mein Licht
Ich Licht
Wir
Atmen
In meine Mitte
In meiner Mitte
Mein Zuhause
Zuhause Sein
Atmen
Atmen
Danke
Atmen
Liebe fühlen
Lächeln
Jetzt
Nochmal lächeln
Nicken
Ja
Mein Licht
Atmen
Ich bin in meiner Mitte
Atmen
Frieden
Ruhe
Danke atmen

Ans Herz gelegt

Viele von den Leser:innen hier kennen schon meinen feelingwords-Shop. Doch da stetig neue Menschen hinzukommen, gestattet mir den Hinweis darauf. Gerade jetzt, aber nicht nur jetzt, können die von mir handdesignte Produkte & Briefe ein Herzensgeschenk sein, eine Verbindung zeigen oder wiederherstellen – auch zu sich selbst. Schau gerne in mein Angebot und melde dich, wenn es Fragen dazu gibt.

Einen schönen 1. Advent uns allen

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Licht in den Händen

Buchprojekt »feelingwords« – von der Idee bis zum fertigen Buch & zu dem guten Gefühl noch Jahre danach …

15.11.2021 | Judith Eherer | feeling&words

feelingwords & Sigrun Ender

Ein Einblick in den Entwicklungsprozess eines Buches im Selbstverlag

Vor 9 Jahren durfte ich für und mit Sigrun Ender ein faszinierendes Buchprojekt realisieren. 

Faszinierend deshalb, weil es so viel mehr war, als nur ein Buch zu kreieren und zu veröffentlichen. Gut, es ist immer mehr als es aussieht, doch hier ging es richtig tief und an Themen, die ich nie vermutete.

* Vorstellung eines Buchprojektes mit Verlinkungen und Empfehlungen // Keine beauftragte Werbung.

Sigrun Ender ist Engelscoach. Für sie sind Gespräche mit Erzengel Gabriel tägliche (darf ich hier Normalität schreiben?) … Doch, ja, ich denke schon. Für Sigrun ist es normal, mit Engel zu sprechen und mit ihnen zu arbeiten. Nicht für mich. Überhaupt nicht. Dabei ist es nicht so, dass ich nicht wüsste, dass es sie gibt. Das steht außer Frage, dufte ich ja selbst schon so einige Dialoge mit den Engeln führen … Doch mein Verhältnis zu ihnen ist ein völlig anderes, als Sigrun es hat. Sie nennt sie bei den Namen, die ihnen irgendwann gegeben wurden, sie spricht voller Demut und Liebe mit und über sie. Auch das ist faszinierend. 

In einem ihrer Dialoge mit Erzengel Gabriel hieß es dann: mache ein Buch daraus. Sigrun wandte sich an mich, da ich kurz zuvor selbst eines veröffentliche und somit frische Erfahrung damit hatte. Wir nahmen das Projekt in Angriff und es war einfach nur WOW. Ja, auch ich als Schreiberin habe kein besseres Wort dafür. 

Von Anfang an war es mein Bestreben, ein Buch zu gestalten, dem man den Selbstverlag nicht ansieht. Schön sollte es sein und professionell in der Ausführung und so lernte ich, was Schmutzseiten sind und ein Impressum etc. Ich mag mein Buch immer noch, auch wenn ich es nicht mehr anbiete, zumindest nicht mehr in der Form. Sigruns Buch gibt es noch, überall wo es Bücher gibt und natürlich auf ihre Webseite.

Ein kreativer Prozess für inneren Frieden

Es ist gut geworden und schön und ich bin auch stolz darauf, das alles ohne mega Ausstattung hinbekommen zu haben. Die eigentliche Herausforderung war aber nicht das Layout. Auch nicht das Cover, das zwar einige Anläufe brauchte, letztlich aber ein wundervoller kreativer Prozess war – nein, es war der Inhalt. Die Aussagen des Erzengels. Ich kam mit manchen davon überhaupt nicht klar! Mit Sigrun stellte ich unsere Freundschaft damit auf die Probe, ja, wir hatten heftige Gespräche deswegen. Letztlich ging alles gut.

Ich habe eine Menge gelernt dabei. Auch, dass es richtig ist, zu prüfen worunter ich meinen Namen schreibe, zu prüfen, was ein “feelingwords” Buch ist und was nicht (ich habe einige Anfragen deshalb abgelehnt, da ich mit den Themen nicht überein kam). Ich bin nicht die Autorin, ich bin nicht in der Verantwortung für den Inhalt. Dennoch war es mir wichtig, zu verstehen. Mein Dialog mit Gabriel lief daher nicht so respektvoll und demütig ab, wie es sich eigentlich gebührte. Ich werde nie vergessen, wie Sigrun entsetzt darüber war. 

Ich habe meinen Frieden mit Gabriel gefunden und freue mich auch heute noch über so manches Gespräch. Dennoch, unser Verhältnis war nie wirklich herzig, ich würde es heute aber respektvoll nennen. Ja, das stimmt schon. Ich habe begriffen, dass wir nicht einer Meinung sein müssen, dass ich nicht alles Wort für Wort wahr-nehmen muss und auch, dass ich mit der Zeit, mit meinem Leben, meinen Erfahrungen, meine Ansichten darüber ändern kann.

Aus Engelssicht sieht halt auch alles anders aus.

Was mir noch bei Sigruns Arbeit gefällt, ist, dass sie nicht nur channelt, sondern auch lehrt, wie das funktioniert. Für sich selbst channeln ist meiner Meinung nach die korrektere Art, mit den Engeln und Erzengeln u. ä. zu kommunizieren. Wir alle haben unsere Muster und Filter, durch die Informationen niemals 1:1 weitergegeben werden können. Auch im normalen Gespräch nicht.

Nimm als Beispiel ein Buch, egal welches. Du liest es, bist begeistert und erzählst anderen davon. Selbst wenn du manches exakt zitierst, wirst du DEIN Bild des Buches, deiner Eindrücke wiedergeben. Das ist völlig normal.

Umso wichtiger, sich jemanden zu suchen, dem man vertraut und der mit sich und den eigenen Mustern einen reflektieren Umgang pflegt. Zu lernen, wie man für sich selbst channelt, ist eine Lebenshilfe, für die es keinen Vergleich gibt. Dass Sigrun das kann und anbietet, ist ein Geschenk für diese Welt. 

Das Buch “Gespräche mit Erzengel Gabriel” war für Sigrun Ender der Beginn eines neuen Bereichs in ihrer Arbeit als Coach. Über die Jahre ist dieser wundervoll gewachsen und es gibt neben Engelsbildern und Legekarten eine ganze Reihe von zauberhaften Produkten, die einem die Engel und Erzengel näher bringen. 

Sie sind Freund und Freundin, Beschützer und Begleiter, Ansprechpartner, Zuhörer, liebevoller Beistand, kreative Stupser …

Ein Geschenk für die Welt

Sich den Engeln zu öffnen, dafür braucht es auch Mut. Weniger sich selbst gegenüber, denn da hört man einfach auf sein Gefühl, auf das innere Rufen. Nein, Mut braucht es für die anderen, die einen vielleicht schief anschauen, belächeln, sich über einen lustig machen. Oh, ich weiß, wovon ich rede …

Dabei habe ich letztlich erkannt, dass es trotz allem besser ist, dazu zu stehen, zu sich zu stehen, zu der Verbindung zu stehen, statt alles zu verleugnen und zu verheimlichen. Menschen spüren das und sie wollen Authentizität. Die lautesten Lacher werden still, wenn du dich davon nicht beeindrucken lässt. 

Ich habe Menschen mein und/oder Sigruns Buch ehrfürchtig berühren sehen, Menschen, die mir erstaunt mitteilten, dass sie “eigentlich nicht so sind” oder “eigentlich nicht an sowas glauben”. Innen spüren wir diese Verbindung und auch die leise Hoffnung, dass da doch noch mehr ist, sein könnte …

Buchprojekt – feelingwords und Sigrun Ender

“Das Leben ist leicht und wunderbar! Gespräche mit Erzengel Gabriel” von Sigrun Ender

Mit diesem Jahrestag und der Erinnerung daran verbinde ich aber noch mehr. Ich erlebe selten Erkenntnisse oder Entscheidungen punktgenau, auf den Tag genau. Es ist ein Prozess über Tage oder Wochen. Oft zeigen sich Zusammenhänge erst in der Rückschau. So habe ich mein Angebot, für Menschen wieder einzeln, direkt und persönlich zu schreiben, wieder aufgenommen – aber nicht nur. Ähnlich wie Sigrun, möchte ich interessierten Menschen zeigen, wie sie auch für sich selbst schreiben können. Wie sie den Zugang zu den inneren Worten (wieder) finden können.

Außerdem arbeite ich daran, mein Buch “Die Sternenflaum-Geschichte Band 1” mit dem Titel “Die Reise nach innen” doch als Druckausgabe zu veröffentlichen. Derzeit gibt es sie “nur” als E-Book. Die Erinnerung an Sigrun und ihr Buch ließ mich recherchieren, was es denn heute, so viele Jahre später, für Möglichkeiten gibt. Ich war erstaunt, wie wenig sich auf dem Buchmarkt verändert hat. Über Monate hinweg suchte ich nach einer Book-on-demand bzw. Print-on-demand Lösung, die nachhaltiges Drucken auf Recyclingpapier anbietet. Doch leider vergeblich. Es bliebe entweder der Gang zu einem Verlag, aber auch da gibt es erst wenige, die sich mit ökologischem Druck beschäftigen oder in spezialisierten Druckereien alles selbst in Auftrag zu geben. Beides kommt für mich derzeit nicht infrage, aus diversen Gründen (es kann sein, dass ich darüber noch einen eigenen Beitrag schreibe).

Mein erstes “feelingwords” Büchlein und eben das von Sigrun wurden mit lulu.com realisiert. Das klappte gut und deshalb fiel auch diesmal wieder die Entscheidung darauf. Für Wald, Umwelt und mein Gewissen werde ich Baumpflanzprojekte unterstützen. Das mache ich zwar auch jetzt schon, bzw. die letzten Jahre schon, doch für die Sternenflaum-Geschichte werde extra noch Bäume pflanzen lassen. Sobald ich da genaueres weiß, schreibe ich natürlich darüber.

Buchprojekt “feelingwords”

Mein Wunsch an mich ist, dies alles noch in 2021 zu schaffen, doch das größere Versprechen ist, auf mein Gefühl zu achten, auf meine innere Stimme zu lauschen und die Gedankenstimme dafür leiser zu drehen. Mein Herz kann vernünftig sein und meine Vernunft auch mal voll Gefühl. 

Solltest du jetzt auf die Idee gekommen sein, selbst auch ein Buchprojekt anzupacken, melde dich gerne, tauschen wir uns aus und wer weiß, vielleicht finden wir zusammen und ich kann dich bei deinem Abenteuer unterstützen …

Denn das es ein Abenteuer ist, steht außer Frage! 

Ein Buch zu veröffentlichen ist soviel mehr, als Wörter auf Papier zu bringen. Es sind unfassbar viele Schritte zu machen, es ist ein wunderschöner Prozess und Weg. Immer wieder.

9 Jahre gibt es Sigruns Buch also schon. Wie gut, dass ich kein Zeitgefühl habe. Die Themen sind ja an sich auch zeitlos und die Engel sowieso.

Zum Buch gibt es auch ein professionell eingesprochenes Hörbuch und ein Kartenset mit Affirmationen. Schau gerne in Sigruns Shop rein, da wimmelt es vor liebevoller Engelsenergie!

Für Fragen rund um das oder ein neues Buchprojekt nutze bitte das Kontaktformular, ich melde mich baldmöglichst zurück.

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Heilende Worte

12.11.2021 | Judith Eherer | feeling&words

Ohne Sprache und Schrift ist die menschliche Entwicklung nicht vorstellbar. Heute benutzen wir Worte als Wörter, nebenbei oft, selbstverständlich.

»Das habe ich nicht so gemeint.« Wohl aber gesagt.

Vieles müssen wir uns denken, uns zusammenreimen. Im Wort steckt Macht und Missverständnis.

aus “Gespräch mit einem Freund”

Heilen mit Worten*

Mit Achtsamkeit und Wertschätzung ist es möglich, mit Worten zu heilen, durch Worte zu heilen.

Heilen im Sinne von “Seelenfrieden”, “mit sich im Reinen sein”, “neue Blickwinkel zulassen”, “sich öffnen”, “sich verbunden fühlen”.

Ich meine “heilen” nicht als Krankheiten heilen. Doch Worte, die wir lesen, gesagt bekommen und auch Worte, die wir selbst schreiben oder sprechen, können eine große Wirkung auf uns haben. Wir wissen alle, wie sehr Worte verletzen können. Doch ebensogut auch das Gegenteil. Ein Wort des Trostes, der Liebe, der Anerkennung geht direkt ins Herz, nicht wahr?

Mindset-Poesie

So nenne ich meine Texte gerne. Im Begriff »Mindset« ist zusammengefasst, wofür wir in der deutschen Sprache mehrere Seiten Erklärung bräuchten. Es geht um unser Denken, die Gedanken, die bewussten und unbewussten, aber auch um unsere Gesinnung, Werte und die Einstellung zu uns selbst.

Poesie hat die Kraft, in ihrer Zartheit, Worte in unser Inneres zu transportieren. Poetische Worte können heilen, weil sie unser Herz erreichen und den Geist animieren, gar beflügeln.

Über Mindset-Animation habe ich h i e r mehr geschrieben.

Im Schreiben steckt auch der Schrei

Es geht um Ausdruck, Selbstausdruck, das Finden der richtigen Worte, es geht um unser Inneres, die Seele, unsere Sehnsucht und darum, gehört zu werden.

Ich schreibe für dich oder schreiben wir gemeinsam?

Mein Angebot an dich ist einfach: schreiben. Wenn ich gefragt werde, was ich mache, sage ich »schreiben«. Schreiben ist, Worte zur Heilung ermächtigen. Schreiben ist zuhören, ist verstehen.

In den Antworten steckt das Wort.

Wir suchen oft Antworten in anderen Menschen oder in Taten, Hobby, Jobs, im Erfolg und der Erfüllung von Wünschen.

Schreibe es auf

Schon mal gehört? Bestimmt. Worte geben deiner Stimme Raum. Was trägst du in deinem Inneren, was gesagt, geschrieben, gehört werden will? Lass mich dir helfen, es herauszufinden. Ich habe viel Übung darin.

Buche dir deinen Seelenbrief, wir treffen uns online, reden, meditieren und dann schreibe ich für dich. Verbunden und vertrauensvoll. Anschließend können wir gemeinsam schreiben, ich zeige dir meinen Schreibprozess, gebe dir Tipps, wie du dein Notizbuch so füllen kannst, dass es dein Herz zum Leuchten statt zum Weinen bringt.

*Anmerkung: Heilen mit Worten meint keine Heilung im therapeutischen oder ärztlichem Sinne.

Warum ich hier schreibe

05.11.2021 | Judith Eherer | feeling&words

Warum ich schreibe, werde ich immer mal wieder gefragt. Manchmal frage ich mich das selbst. Kürzlich wurde ich jedoch gefragt, warum ich nicht mehr “persönlich” schreibe, also nur noch so allgemein, für alle. Ich habe darüber nachgedacht und bin dankbar für diese Frage. Sie hat mir meine Gabe wieder vor Augen geführt und auch, dass und warum ich sie versteckte.

Ja, ich darf

Ja, ich darf helfen, auch wenn ich selbst Hilfe in Anspruch nehme.

Ja, ich darf für andere da sein, auch wenn ich selbst wen um mich brauche.

Ja, ich darf reden, auch wenn ich nicht alles weiß.

Ja, ich darf sagen, was ich mir denke, auch wenn ich es morgen womöglich anders sehe.



Mit dem Blick und dem Ja zu mir.



Ich muss nicht irgendwie »weit« sein.

Ich muss nicht fehlerfrei sein.

Ich muss nicht schon alles gelernt haben.

Ich muss nicht angstfrei sein.

Ich muss nicht in einer Beziehung sein.

Ich muss nicht erfolgreich sein.



Aus dem Blickwinkel anderer.



Welche Schritte ich in meinem Leben gemacht habe, wie weit sie mich gebracht haben, wie sich das für mich anfühlt, ob es mir weit genug ist oder war oder eben nicht, ist für andere unsichtbar.

Was für mich ein Fehler war, was letztlich ein Segen, wie ich Fehler definiere, ist für andere unsichtbar.

Mein innerer Stolz, wenn ich einen Meilenstein geschafft habe, ist für andere unsichtbar.

Wie gut es sich für mich anfühlt, anderen geholfen zu haben, auch wenn es mir selbst in dem Moment nicht gut ging, ist für andere unsichtbar.

Mein Danke zu mir, wenn ich mutig war, wo andere nur lachen, ist für andere unsichtbar.

Der ganz innere Punkt, der pocht, wenn es um ein Ja oder Nein in einer Beziehung geht, ist für andere unsichtbar.

Was für mich Erfolg bedeutet, wann und wodurch ich mich erfolgreich fühle, ist für andere unsichtbar.



Ich muss keine Zauberin sein, um all das für andere sichtbar zu machen.



Du musst das nicht sehen.

Du musst das nicht verstehen.

Du musst auch mich nicht verstehen.



Doch wenn du fühlen kannst, was ich meine, wenn du ein inneres Ja spürst, dann verneige ich mich in Dankbarkeit. Ich ehre die Herzen, die, und sei es nur für einen Moment, gleich schwingen. Ich ehre das Lächeln, das ich in meinen Augen spüre.

– Judith Eherer

Ja, es geht weiter.

Und wenn es dir guttut was du liest, wenn es dich berührt, dann ja, dann schreibe ich gerne für dich – oder schreiben wir gemeinsam?

Seit gut zwei Jahren veröffentliche ich hier, auf meiner Webseite. Ein Blog, so nennt sich das, doch mir gefiel die Bezeichnung nie, also benannte ich es neu. Es ist mein Notizbuch, mein Online-Notizbuch, in welchem ich dich lesen lasse, welches ich mit dir teile.

Warum? Weil mir vor Jahren gesagt wurde, dass es guttut, darin zu lesen. Weil ich darum gebeten wurde, meine Worte öffentlicht zu machen und ich unzählige Danke dafür erhalten habe. 

Persönliche Seelenbriefe

Ob du nun an eine Seele glaubst oder nicht, wenn du hier liest und es immer noch tust, dann ist da zumindest etwas, das du in dir spürst und über das du mehr wissen möchtest, ja?

Meine feelingwords, Gedanken, Geschichten & Gedichte sind für alle und leicht zugänglich. Dein Seelenbrief ist nur für dich. Den schreibe ich auch nur in deiner Gegenwart (online). Ich biete dir kein Coaching, kein Mentoring, keine Therapie. Ich biete dir meine Gabe, zu schreiben, was gelesen werden will. 

Du kannst den Brief natürlich mit zu deiner Therapie oder deinem nächsten Coaching nehmen, falls das für dich gerade auf dem Weg ist. Der Inhalt ist zwar nur für dich und wird auch nur dir etwas bedeuten, doch als Gesprächsgrundlage kannst du ihn sehr wohl nutzen.

Mit viel Gefühl

Ich sehe Menschen ihren Brief an sich drücken wie einen Teddy oder ein Kuschelkissen oder das Bild eines geliebten Menschen.

Ich sehe, wie über die Bücher und Briefe und Bilder sanft gestreichelt wird und ich sehe die Blicke, die glänzenden Augen, die Hoffnung und Berührung darin.

Lange war mir das zu viel, ich konnte es nicht nehmen, nicht annehmen, nicht verstehen. Zweifel kamen hoch und die Gedanken, ob ich das darf? Darf ich Menschen so nahekommen? Mit Worten? Also zog ich mich zurück, schrieb nur noch mit Abstand. Die Bitten um weitere Worte schob ich von mir. Das tut mir sehr leid, doch es war mein Prozess, mein Weg zu begreifen, zu reifen. 

Heute halte ich auch noch Abstand, nur nicht mehr von den Worten, sondern davon, sie persönlich zu nehmen, die Reaktion darauf persönlich zu nehmen. Es sind die Worte, um die es geht, um die Botschaft darin.

Ich schreibe sie für dich.

Von Herzen

Darf ich für dich schreiben? Ich freue mich auch über deine Worte, Fragen, Feedback …

K o n t a k t

Samhain, Halloween, Dojo-Erde, Allerheiligen, Allerseelen

31.10.2021 | Judith Eherer | feeling&words

Um den 31. Oktober, 1. und 2. November ranken sich Mythen und Geschichten, Glaube, Rituale …

Vieles gibt es dazu im Web zu finden. Es heißt, man wäre sich uneins, warum diese Feste zusammenliegen. Ich glaube, man traut sich es nur nicht zu sagen. Es liegt immer noch eine gewisse Angst dem Heidnischen gegenüber.

Samhain, so heißt es, ist ein keltisches Fest.

Es geht auch um die Angst vor dem Tod, die Angst vor den Toten, den Seelen der Toten. Es geht um das eigene schlechte Gewissen, die Furcht, dass Vergebung vielleicht doch nicht existieren könnte …

Das Ende des Sommers, könnte Samhain übersetzt aus dem irischen auch heißen. Erntedank und der Beginn des Winters. Hart waren die Zeiten damals, die Winter besonders. Es galt sich zu verbinden mit dem Guten und sich zu lösen von dem Unheil.

Heute können wir uns ebenfalls verbinden, mit unseren Ahninnen und Ahnen, in Dankbarkeit und Wertschätzung. Dafür muss man keine gruseligen Akte vollbringen. Vergebung geschieht aus einem selbst.

Wr gehen in die Erde über.
Wir sind Samhain, wir sind Dojo, wir sind die Heiligen,
wir sind die Seelen. Ob wir wollen oder nicht.

Wer möchte, dass ihm vergeben wird, beginnt damit, sich selbst zu vergeben. Ansonsten wäre es nur ein ängstlicher Wunsch. Hoffen auf Vergebung, weil man mit sich selbst nicht ins Reine kommt.

Räuchern nützt da auch nichts, aber es hilft, wenn man denn möchte. Rituale unterstützen uns seit jeher, und das aus gutem Grund. Wir fühlen uns durch sie verbunden, stehen mit dem Thema nicht alleine da.

Allerheiligen kenne ich von Kind her als den Tag, an dem wir in der Kälte an den Gräber stehen müssen, die Menschen tratschen wegen der Mode der Mäntel und Hüte, wer da ist, wer fern blieb, welches Grab gepflegt ist und welches nicht. Es riecht übertrieben stark nach Weihrauch und man muss sich beherrschen, nicht zu lachen oder sonst wie aufzufallen. Zum Aufwärmen gab es anschließend Kaffee und Kuchen bei Oma. Über die Toten, die Seelen wurde nicht gesprochen. Vielleicht noch über die Daten, wer schon wie lange Tot ist.

Heute denke ich, dass das alles eine Ablenkung ist. Alles, bloß nicht in die Tiefe gehen, bloß nicht fühlen, bloß nicht hineinsteigern, die Trauer nicht zulassen, sich zusammenreißen, nach Vorne schauen. Über den vielen Weihrauch lässt sich spekulieren. Fürchten die Katholiken die Toten? Ich glaube nicht, dass dies an der Religion festzumachen ist. Wir haben doch alle eine seltsame Art, mit dem Tod umzugehen. Am liebsten wäre es doch allen, es gäbe ihn nicht, oder?

Nur, was dann? Ewiges Leben? Wie viele kennst du, die ihre 70, 80 Jahre so sehr genießen und genossen haben, dass es ewig so weitergehen könnte? Wir hätten dann wahrscheinlich eine andere Angst. Irgendeine entwickelt sich ja immer. Wegen der Dualität, heißt es.

Apropos Dualität. Heute, an Halloween oder an Samhain, je nach Gesinnung, erleben wir einen Übergang darin. Die Übergänge haben es mir angetan, ich mag das, es ist eine besondere Energie. Laut dem Kalender der TCM befinden wir uns in der Dojo-Zeit Erde.

So haben die Kulturen ihre Bräuche und Feste, doch das, was dahinter liegt, das eint uns. Mit gestern und morgen, mit Verstorbenen und allen, die noch geboren werden.

Zeit für Ruhe, Zeit für stilles Gedenken, Zeit für Wertschätzung, Dankbarkeit und Verantwortung. Zeit innezuhalten, bewusst zu atmen und begleitet weiter zu gehen.

Hier findest du weitere Texte, die in diese Zeit passen, du kannst sie gerne auch als Meditationseinleitung benutzen. Vielleicht machst du dir eine Kerze an, räucherst Kräuter und Weihrauch, denkst an deine Ahnen … Du kannst die Worte auch auf dein Handy aufnehmen, um sie dir dann als deine ganz eigene Meditation anzuhören.

Es gibt viele Möglichkeiten der Dankbarkeit, such dir eine, die du fühlen magst.

Im Herzen verbunden,

Judith

»Mindset-Poesie ist Inspiration, Begleitung und Herzlichkeit. Mit meinen Gedanken, Gedichten & der Sternenflaum-Geschichte möchte ich dir zeigen, dass Fühlen nicht nur möglich, sondern der Kompass durchs Leben ist.«

Judith Eherer

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Ein Dankefilm & Fürsorglichkeitstränen

20.10.2021 | Judith Eherer | feeling&words

Dankbarkeit berührt mich. Meine eigene schonmal zu Tränen.

Ein neues Video ist entstanden, ich habe mein Danke an die Sternchen der letzten Tage aufgenommen. Es waren so viele! Würde ich über alle in der Form erzählen, wie sich mich berührten und nachhaltig bewegen, gäbe jedes davon ein Buch. Dafür ist in einem Leben nicht die Zeit, sind es “ja nur” die letzten Tage … und ich will ja auch offen sein, für alles was noch kommt …

Daher nahm ich das Video auf, ein Dankefilmchen und hier folgen ein paar Worte dazu.

Alles Erwähnte im Video hat viele Sternchen von meinem Leben bekommen, es geht also nicht um die Reihenfolge:

// Werbehinweis: Dieser Beitrag enthält Links und Empfehlungen, alle von Herzen, unbeauftragt und unbezahlt, sondern als Danke für die Geschenke, Einladung etc.

Anastasia Umrik

Anastasia Umrik ist die Auslöserin dieses Videos. Ihr gilt mein Dank, nicht nur für ihr Geschenk. Denn sie hat mir damit eine Reise in die Vergangenheit gegeben, eine schöne feine Erinnerung. Auf Anastasia Umrik wurde ich über ihr neues Buch aufmerksam: “Du bist in einer Krise. Herzlichen Glückwunsch”. Sie ist für das Magazin “Amazonen” interviewt worden, daher das Geschenk, bzw. der Gewinn. Auf Instagram fragte sie nach “meinem” Traum, also sie fragte nicht mich alleine, sie postete das, doch ja, was soll ich sagen, ich fühlte mich direkt angesprochen, also antworte ich ihr mit meinem Traum, ganz intuitiv und ohne sie wirklich zu kennen. So gewann ich das Magazin und als ich es vor zwei Tagen in den Händen hielt, flossen gleich die Tränchen.

Amazonen Magazin

Ja, dieses wunderschöne Buch hat mich zum Weinen gebracht. Allerdings nicht auf die traurige Weise, sondern die schöne. Fürsorglichkeitstränen. Im Video erzähle ich euch davon. Danke ihr Amazonen, dass ihr dieses Magazin ins Leben gerufen habt. Es ist so so wertvoll für die Welt.

Cradle to Cradle | Das erwähne ich nicht nur im Video, denn dieses Verfahren begeistert mich und ich werde mich noch eingehender damit beschäftigen. Nachhaltig schönes Drucken mit Substanzen, die wieder in den biologischen Kreislauf rückgeführt werden können. Das Amazonen Magazin ist auf diese Weise gedruckt und es fühlt sich wunderbar an.

Katharina Heilen

Katharina ist dir hier auf meiner Seite schon begegnet, ihr durfte ich bereits mehrmals ein Danke widmen. Eine wundervolle Frau. Die letzte Masterclass hatte es echt in sich. Es ging u. a. um Zweifel … Großes Thema, welches sie sehr gut handeln kann. Sich mit ihr zu verbinden kann ich nur aus vollem Herzen empfehlen.

Andrea Pernsteiner & Reena Winters

Diesen beiden Frauen, diesen Zauberwesen haben wir es zu verdanken, dass es die Videos gibt. Die Videos mit mir drauf und drin. Der Wunsch danach war schon länger da, die Umsetzung zog sich dahin. Erst ein Ahnenclearing mit Andrea und die darauf folgende Session “Healing Voice”, mit ihr und Reena Winters, ebneten den Weg dazu. Ohne die zwei gäbe es zwar diesen Blogpost, doch ganz bestimmt nicht das Video. Verbinde dich gerne mit ihnen, wenn du das Gefühl hast, dass dir dein weiterer Weg irgendwie im Hals steckt, wenn du nicht ausdrücken kannst, was dich bewegt, du nicht die richtigen Worte findest oder sich dein Weg nicht wie eine schöne Melodie anfühlt … Nach einer Session mit den beiden klingt alles anders, weicher, tiefer …

Leopoldmuseum

Das Leopoldmuseum wurde kürzlich 20 und feierte dies u. a. mit einem freien Eintritt. Als ich das letzte Mal dort war, konnte ich mich kaum von Klimts Fakultätsbildern lösen und ich wünschte mir eine Bank vor den Bildern, denn mir wurden die Knie weich. Mein Herz läuft über vor Dankbarkeit, nun noch einmal dort hin zu dürfen, die Bilder erneut zu betrachten und ich freute mich schon die Tage zuvor immens darauf. Dieses Mal verstand ich, warum da keine Bank vor den Bildern ist. Ich würde Stunden dort sitzen. Doch wusste ich ja jetzt schon, dass es da noch viele weitere Bilder gibt, die ich noch einmal sehen wollte. Klimts “Dame mit lila Schal” zum Beispiel. Was für ein Blick! Vor Auchentallers Elfen war es dann wirklich knapp, ich schwankte vor Berührung und Staunen und ich ließ mich von den Elfen mit ins Bild nehmen, lies mich dem Tanz folgen … Zum Glück holten mich Schieles Werke wieder ins Jetzt zurück. Dieser Mann! Ach, den hätte ich gerne gekannt.

Mumok / Wiener-Linien-Tag

Dass ich den Wiener Linien dankbar bin, ist auch endlich mal eine Erwähnung wert. Sie bringen mich sicher durch Wien und sind mehr als “Öffis”, sie sind auch Sightseeing und Lesewagen. Am liebsten fahre ich mit den alten “Bims”, wie sie in Wien liebevoll genannt werden. Kürzlich luden sie zum “Wiener-Linien-Tag” ins Mumok. Ein weiteres Geschenk. Das Mumok – Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, ist ebenfalls ein Museum, welches ich so so gerne besuche. Völlig anders als das Leopoldmuseum, auch wenn sie sich so schön gegenüberstehen, als Gebäude im MQ (Museumsquartier). Beide sind schon an sich selbst so schön, sie wären auch leer einen Besuch wert. Im Mumok freute ich mich auf die Sammlung “Enjoy” und das nicht nur ihres Namens wegen “Enjoy, die mumok Sammlung im Wandel” (ich l i e b e Wandel ja so viel mehr als Veränderung) auch ein ganz spezielles Bild von Heimo Zobernig hat es mir angetan. Es ist ein leuchtend Grünes und hat, wie alle Werke von ihm, keinen Titel. Mit der eigenen Bewegung davor verändert sich die Farbgebung, es ist wie Magie. Ah ja, Magie. Die Leuchten von Dan Flavin sind das auch. Stundenlang kann man mich mit solchen Installationen begeistern. Diese Raumwirkung ist so erstaunlich! In einer meiner nächsten Wohnung werde ich das mal versuchen umzusetzen.

Sternenflaum

Nicht zuletzt Sternenflaum. Es ist für Flaumi kein Problem, am Ende des Beitrags genannt zu werden, denn Flaumi ist beim Schreiben immer präsent. Sternenflaum als meine Schreibstimme, Sternenflaum als meine innere Stimme, Sternenflaum als meine Weisheit aus allen Leben, Sternenflaum als Begleiter, Rat- und Antwortgeber, wenn ich denn bereit bin, zu lauschen … Sternenflaum habe ich eine eigene Geschichte gewidmet, eine Fortsetzungsgeschichte, ganz so wie das Leben ja auch ist. Lies gerne rein, es sind viele Kapitel hier online, zudem gibt es bereits ein E-Book.

Möchtest du weiter dabei sein und keine neuen Beiträge verpassen, dann trage dich gerne in das kostenlose Service-Abo ein. Immer Montags kommt dann eine E-Mail zu dir, mit den neuesten Beiträgen und auch mal mit Geschenken. Die Montagspost für einen feinen, von Sternenflaum begleiteten, Wochenbeginn.

Mehr Bilder, Storys und Videos von mir gibt es auf Instagram.

Habt Dank ihr alle.

»Mindset-Poesie ist Inspiration, Begleitung und Herzlichkeit. Mit meinen Gedanken, Gedichten & der Sternenflaum-Geschichte möchte ich dir zeigen, dass Fühlen nicht nur möglich, sondern der Kompass durchs Leben ist.«

Judith Eherer

sun art • von der Sonne geküsst

11.10.2021 | Judith Eherer | feeling&words

Die Sonne malte heute an meine Decke. Wunderschön, ruhig, meditativ. Sie inspirierte mich, zu atmen, innezuhalten, dankbar zu sein, Schönheit zu sehen.

Das ist übrigens die einzigen “zu” die ich mag. Wenn ich etwas “zu” bin, wende ich mich ab, doch nehme mir die Zeit des Erkennens, lasse das “zu” weg. Zu eigenartig oder eben eigenartig, eigen in der Art, eigen in meiner Art, ich.

Schon öfter habe ich hier darüber geschrieben, du kannst weiterlesen HIER und HIER, wenn du auch meinst “zu” irgendwas zu sein.

Zu seltsam ist mein Liebling.

Seltsam. Seltener Same. Ich.

Was tut sie da? Schaut an die Decke und grinst dämlich? Ist sie jetzt völlig verrückt geworden?

oder

Was sieht sie da? Was ist das da an der Decke, was so leuchtet und sich sanft bewegt? Kann ich mich zu ihr setzen?

Nimm die Sonne

Nimm die Sonne
Sie hat unzählige Ausdrucksarten
Millionen Weisen
Sich zu zeigen
Fühlbar
Mit einer unfassbaren Aufgabe
Lebensnotwendig
Wir lieben
Sie
Und dennoch ist sie nicht immer da
Nicht
Sichtbar
Für uns
Wir verurteilen
Sie
Deswegen nicht
Wissen ja
Dass
Sie
Da ist
Auch wenn wir sie nicht sehen
Spüren
Wir sehen uns nach
Ihr
Ja
Wir konzentrieren uns nicht auf
Ihre Schwächen
Ihre
Andersartigkeit
Einzigartigkeit
Wie froh können wir sein
Dass
Sie nicht nach den anderen schielt
So sein möchte
Wie die Planeten
Die so schön von
Ihr beschienen
Glänzen
Leuchten
Vorbeiziehen

Nimm dich
Erinnere dich an all das
Was dich anders macht
Schon als Kind
Was du anpassen wolltest oder solltest
Was du nachahmtest
Versuchtest

Nimm dich
Schau
Was du jetzt an anderen besser findest
Als an
Dir

Du Sonne
All das bist du
Es sind keine Fehler
Keine Mängel
Nicht deine Gaben
Nicht deine Stärken
Es ist
Du
Auch
Fühlen
Fein fühlen
Ist keine Gabe
Ist keine Bürde
Ist dein
Wesen

Meins auch

Denn so verschieden wir sind
So verwandt sind wir auch

Die Sonne scheint
Wir fühlen

Stärke lässt sich entwickeln
Schau
Die Sonne macht das auch
Unentwegt

Wir entdecken eine Stärke
Und meinen dann
Das war’s
Das ist es jetzt
Endlich
Der Irrtum

Die Sonne scheint auf unsere Besonderheit
Wir dürfen sie sehen
Und zu einer Stärke entwickeln
Unsere Gabe darin erkennen
Wir selbst zu sein

Judith Eherer • feelingwords

Inspiriert von der Sonne, die heute Mittag die Zimmerdecke als Leinwand benutzte
11.10.2021

»Mindset-Poesie ist Inspiration, Begleitung und Herzlichkeit. Mit meinen Gedanken, Gedichten & der Sternenflaum-Geschichte möchte ich dir zeigen, dass Fühlen nicht nur möglich, sondern der Kompass durchs Leben ist.«

Judith Eherer

Sehnsucht

26.09.2021 | Judith Eherer | feeling&words

Schreibimpulsen zu folgen ist immer dann interessant, wenn ich dabei eine innere Melodie vernehme. Ihr zu lauschen ist wie von selbst mit dem Schreiben beginnen.

Die Sehnsucht

Ist eine große Dichterin

Sie schreibt Worte ins Herz

Gefühle in den Geist

Und trägt sich in die Welt

Judith Eherer • feelingwords

Manchmal ertönen auch Worte der Erinnerung. Darf ein neues Lied daraus werden? Heute schon. Die oberen Worte über die Sehnsucht zeugen davon.

Vor Jahren habe ich die Sehnsucht zu meiner Freundin gemacht. Wir mussten uns regelrecht zusammenraufen. Es hat sich gelohnt, denn sie kann wundervolle Träume schenken und richtungsweisend bei Zielen sein. Visionen liebt sie und es gefällt mir, sie in meinem Atem zu wissen.

Klick auf das Bild und du kommst zum “Sehnsuchtsbeitrag der Erinnerung”

SEHNSUCHT LEBEN Blogartikel / Gedicht

No risk, no magic oder Den Mutigen gehört die Welt

08.09.2021 | Judith Eherer | feeling&words

Der Satz begleitet mich seit meiner Jugend und hier, mit diesem Beitrag möchte ich ihn auch dir ans Herz legen …

»Den Mutigen gehört die Welt.« Viel gehört und gelesen, oftmals als motivierend empfunden, aber auch abgetan als ja ja, leichter gesagt als getan.

Kennst du das?

Ich höre immer wieder, dass ich zu den Mutigen zähle. Für Freude, Bekannte, Familie, ist es kaum etwas Besonderes, wenn ich mal wieder mutig war. Wer denn sonst? Klar schaffst du das usw.

Innen sieht das natürlich anders aus. Mutig zu sein heißt nicht, keine Angst zu haben oder nicht nervös oder aufgeregt zu sein. Mutig sein heißt, es trotzdem zu tun.

Ich habe diesen Mut zum Glück in mir und eine liebevolle, sanfte Kraft, die ihn mir immer wieder zuschupst. Denn manchmal kann so ein Mut ein ganz schöner Feigling sein.

Mut ist nicht sorglos, ist nicht verantwortungslos, ist nicht übermütig. Ganz im Gegenteil. Mut weiß, was es bedeutet, mutig zu sein.

Dennoch, um das Glitzern des Neuen zu sehen, muss man zuerst die Türe des Risikos öffnen.

Um das zu schaffen, braucht es eines mehr als Mut, nämlich Vertrauen.

Vertrauen zu sich selbst

Vertrauen in die eigene Kraft

Vertrauen ins Leben

Vertrauen in die Verbundenheit

Vertrauen darauf, dass, selbst wenn alles schiefgeht, es glitzert

Heißt, nichts ist vorbei, nichts ist verloren. Es kann dauern bis die Wunden heilen, doch der Mut stirbt dabei nicht. Er mag sich weit ins Innere verzogen haben, doch er ist eine Diva. Etwas Geglitzer und die Aussicht auf was Neues bringt ihn schnell aus dem Versteck.

Mutig zu sein heißt auch nicht, etwas zu tun, wovor der Verstand einen warnt. Lebensbedrohliches zum Beispiel oder etwas, was sich und/oder anderen schaden könnte. Dennoch ist es zu hinterfragen, was der Verstand einem einflüstert. Denn es könnte sich dabei auch um die Worte des Feiglings handeln.

Den kenne ich auch gut. Nicht immer gehe ich mutig voran oder bleibe dran, was ich begonnen habe. Manchmal ist das okay oder genau richtig, manchmal mag ich mich dabei selbst nicht. Aber auch da bin ich nicht mehr streng mit mir. Es geht vorbei. Ich nehme mir Zeit für mich und meine Ängste, Sorgen oder was auch immer, nicht übertrieben viel, aber genug um sie nicht zu ignorieren, das mögen sie nämlich gar nicht. Früher zerdenkte ich dann alles hundertfach und ich litt darunter. Heute schaue ich hin, lasse sie aber weiterziehen wie Wolken am Himmel. Im Vertrauen darauf, dass der Impuls für neue Gedanken, neue Gefühle, neue Aktivitäten kommen wird.

Für mich heißt das: hin fühlen.

Nicht hineinfühlen, hin fühlen, an den Punkt im Inneren reisen und fühlen, was da ist. Nur im Einklang mit meiner Intuition, einem Ja aus der inneren Führung, einem Ja zu mir selbst, kann ich mich mutig an Neues wagen.

Da auch Angst ein Gefühl ist, braucht es da etwas Übung und achtsames nach innen lauschen. Was ist echt? Was ist maskiert? Was bringt mich weiter? Was will mich blockieren? Warum? Was kann ich ändern? Was darf ich mir anschauen?

Achtung: ich habe erlebt, wenn ich mich zu sehr mit diesen Fragen und der Angst beschäftige, dass das der Angst nur mehr Energie gibt. Also schauen, fragen, fühlen, danken und dann in Ruhe lassen.

Diese sanfte Kraft, die ich vorhin beschrieb, sie ist es, die ich Vertrauen nenne. Sie schupst mir den Mut zu, sie gibt mir das gute Gefühl. Vertrauen will wahrgenommen, angenommen und geübt werden. Wer sich selbst vertrauen will, darf zu erst selbstverbindlich sein. Hältst du ein, was du dir selbst zusagst? Dabei meine ich nicht die Neujahrsvorsätze, die glaubt ja kaum einer bereits beim aussprechen. Aber sonst, so im Alltag. Kannst du dir selbst vertrauen? Tust du, was zu sagst? Falls nicht, übe dich darin. Es ist für dich.

Vertrauen ist auch, vertrauen ins Leben, in das Gefühl des Beschütztseins. Eine Wahrnehmung der Verbundenheit mit dem Leben. An das, was meinen Körper leben lässt, woher mein Herz weiß, wie es zu schlagen hat, meine Organe wie von Zauberhand zusammenspielen. Die Haut weiß, wie sie heilt, wenn ich mich mal wieder am Papier geschnitten habe. Ich vertraue darauf, dass dies bei den körperlichen Angelegenheiten nicht aufhört.

Hoffnung ist meiner Meinung nach fehlendes Vertrauen.

Ist dieses Neue, wozu ich Mut bräuchte, visualisiert ein Kuschelkissen das ich an mich drücken will oder ist es eines, das stinkt und kratzt und welches ich nicht halten möchte? Mir das vorzustellen hilft mir bei vielen Entscheidungen. Probiere es gerne einmal aus und schreib mir deine Erfahrung damit.

Menschen, die wie selbstverständlich auf einer Bühne stehen oder in einer Ausstellung ihre Werke zeigen oder aus ihrem Buch vorlesen, brauchen scheinbar keinen Mut. Es wirkt, als wäre es ihnen eine pure Freude, ihre Botschaft zu vermitteln. Doch glaubt mir, viele davon vergehen kurz davor vor Nervosität. Berühmte Sänger:innen quälen sich mit Lampenfieber – und dennoch singen sie. Dennoch gehen sie auf die Bühne. Sie leben. Sie lassen sich vom Feigling nicht das Leben nehmen.

In Bewundernswert stecken die Wörter “Wunder” und “Wert”. Wenn du es dir wert bist, wirst du dich wundern, was du alles kannst, wird dein Leben zu einem Wunderwerk.

In einer meiner Lieblingsmeditationen von Selbstwärts* heißt es: “Sei stolz auf dich und dankbar für alle Hilfe”.

Ja.

* Mein Dank geht an dieser Stelle an @doris.luber für den Satz “no risk, no magic” und an @katharinaheilen für ihre Motivationsarbeit und an @robertweberartist für die Unterstützung und das Titelbild (aufgenommen in der Schweiz 2012) und an @setsuko_fukushima für die Inspiration zu meiner Teilnahme beim Event “Kunst am Zaun 2021” in Wien.

Wer mich besuchen möchte: Samstag, 11.09.2021 von 12 bis 18 Uhr in Wien beim Börsepark (genau Anschrift: Hermann-Gmeiner-Park, 1010 Wien, hinter der Börse)

Ja, es braucht all meinen Mut um dort mitzumachen, aber mein Herz hüpft vor Vorfreude!

* Empfehlungen / Werbung ohne Auftrag

Ein Geschenk an alle, die das erste “feelingwords” Büchlein noch haben

26.08.2021 | Judith Eherer | feeling&words

Die liebevollen Rückmeldungen und Erinnerungen an das Büchlein von vor 10 Jahren haben dazu beigetragen, dass es diese Webseite und auch die Sternenflaum-Geschichte gibt.

Die Sternenflaum-Geschichte hat sich ergeben, als ich daran arbeitete, das Büchlein “feelingwords Gedanken & Gedichte Band 1” neu aufzulegen und eventuell mit dem noch nicht erschienenen, aber bereits geschriebenen, Band 2 zu verknüpfen.

Wenn du zu denen gehörst, die das erste Büchlein (welches mittlerweile nicht mehr erhältlich ist) noch haben, dann bekommst du von mir einen Coupon/Code für einen Gratis-Download des neuen E-Books.

Es ist ein Teil Dankbarkeit, dass ich dir das schenken möchte und auch ein Teil des Gefühls, Sternenflaum teilen zu wollen. Denn vielleicht denkst du dir, wieso sollte ich mir das E-Book holen, wenn ich doch die Erstauflage habe … Ich habe einige der Texte übernommen, überarbeitet und eben in eine Geschichte verpackt, die es damals noch nicht gab. Sternenflaum tauchte irgendwann beim Schreiben auf und wurde Teil des Ganzen.

Wie kommst du nun zu deinem Geschenk?

Schicke mir entweder auf Instagram, Facebook oder per E-Mail ein Foto deiner Ausgabe des Büchleins “feelingwords Gedanken & Gedichte Band 1”. Ich werde dann Kontakt mit dir aufnehmen und dir den Code für den Gratis-Download schicken.

Keine Angst, es ist kein Spam, keine versteckte Newsletter-Anmeldung (denn ich habe gar keinen) und ich gebe deine Daten auch nicht weiter. Es ist wirklich ein Geschenk von Herzen.

2011 in Laufenburg

Schreibimpuls “Theater” – einmal etwas andere feelingwords

15.08.2021 | Judith Eherer | feeling&words

Sonniger Sonntag. Duftender Kaffee. Alles gut.

Kopfkino. Erledigungszeugs.

Was muss ich alles tun, heute? Was will ich alles tun? Wie will ich mich fühlen, jetzt und am Abend?

Erstmal Balkon und ach schade, es ist laut und schon sehr sehr warm. Okay, ist ja Sommer, also nicht jammern, lieber freuen. Instagram öffnen. Eine Stimme, die mir flüstert, dass das keine gute Idee ist, nur Ablenkung, verdrängen was alles zu tun ist … Jaja, ich weiß, ist ja nur auf eine Tasse Kaffee …

Doch schau, was lese ich da? Schreibimpuls “Theater” von Doris Hönig. Was meint sie damit? Klick ich mal an … 10 Minuten schreiben, ohne nachzudenken, ohne Pause, ohne ausbessern oder schöner machen oder Worte suchen, einfach drauflos schreiben. Das Wort “Theater” als Impuls.

Oh, mein Kopf! Dieses Wort löst ja gleich so einiges aus! Also, bitte, gern, da mache ich doch ganz spontan mit!

Block, Füllfeder und los.

Der Kaffee wurde kalt. Doch das macht mir nichts, Funfact am Rande: ich mag kalten Kaffee. Wirklich.

Hast du schon einmal bei so etwas mitgemacht? Bist du schon mal spontan so einem Schreibimpuls gefolgt?

Erzähle mir gern davon, schreib mir was du davon hältst, auch gerne deine Eindrücke zu meinen “Theater-Impulsen”. Ich freue mich, von dir zu lesen.

> mehr davon? Folge mir und Doris Hönig auf Instagram

Sternenflaum inside • Das E-Book entsteht

18.07.2021 | Judith Eherer | feeling&words

“Die Sternenflaum Geschichte” oder “Die Reise zu Nara, dem natürlichsten Raum”.

Ja, es wird ein E-Book zur Sternenflaum-Geschichte geben. Hier erzähle ich dir davon, warum ich es schreibe und auch, wieso es ein E-Book sein wird.

Wer hier gerne liest, kennt die Sternenflaum-Geschichte, kennt Fee und Flaumi und vielleicht auch Nara.

“Sternenflaum inside” – Ja, sobald du deinen Laptop, Pc, Tablet oder Smartphone öffnest, diese Seite hier aufrufst, ist überall Sternenflaum. Wichtiger jedoch ist Sternenflaum im Inneren, deinem Inneren.

Damit der Zugang zum Inneren (wieder) gefunden werden kann.

Das ist meine Mission, meine Herzensangelegenheit.

Warum E-Book? Nun, der Zugang ist einfacher. Auf jedem Gerät, sogar auf deinem Handy, kannst du dann in der Geschichte lesen und dir sozusagen Sternenflaum in deinen Alltag holen. Das geht zwar mit der Webseite hier auch, doch nicht immer hat man W-Lan oder einen guten Empfang. Das E-Book lädst du dir auf dein Gerät und kannst auch offline darin lesen. In der U-Bahn, beim warten irgendwo, im Park … Ein “richtiges” Buch würde vielleicht genau dann, wenn du Flaumi brauchen könntest, zuhause liegen.

Außerdem kannst du bei einem E-Book die Schriftgröße so einstellen, dass es für dich und deine Augen angenehm ist. Auch der Hintergrund lässt sich dementsprechend verändern.

Du kannst Lesezeichen anliegen, Worte oder Sätze oder ganze Abschnitte markieren (und leicht wiederfinden) und sogar eigene Kommentare einfügen. Worte, die dir in den Sinn kommen und du sonst nichts zu schreiben parat hast.

Ein Sternenflaum E-Book ist ein ganz treuer Begleiter. Und weißt du, was Flaumi so richtig freut? Wenn du irgendwann deinen eigenen Flaumi entdeckst, deine Herzensstimme wahrnimmst. Schreib mir gern, wenn das passiert. Aber bitte kein Stress, wenn du keinen Flaumi finden kannst, bleib gern bei dem hier. Dies ist auch ein Grund, warum ich die Geschichte erzähle und teile.

In der Vorschau siehst du Band 1, 2 und 3. Das ist derzeit noch der Plan. Da alles noch im Entstehungsprozess ist, will ich mich nicht darauf festlegen. Es können weitere Bände folgen … Die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende erzählt.

Möchtest du informiert werden, wenn es Neuigkeiten zu Sternenflaum und dem E-Book gibt? Dann trage dich gerne für das Beitragsabo ein und du bekommst eine Mail sobald hier ein neuer Beitrag erscheint.

Fühl, wie ich an dich denke

21.06.2021 | Judith Eherer | feeling&words

Ich sehe uns.

Wir sitzen auf einer Bank, manchmal still, manchmal angeregt plaudernd. Ich höre uns lachen. Ich fühle, wie wir an jene denken, durch die wir verbunden sind. Die jetzt und die im Herzen. Wir verstehen den Schmerz und auch die Freude, die Dankbarkeit und die Sehnsucht.

Auch wenn uns Kilometer trennen, Jahre, Welten oft
So fühle dennoch
Ich bin da und denk an dich

Wir gehen ein paar Schritte und nehmen die Schönheit des Tages in uns auf. Wir sind im Frieden, auch mit allem, was noch nicht friedlich ist. Irgendwo in uns wissen wir, dass wir das schaffen. Das alles.

Wir atmen tief, fast gleichzeitig und lächeln uns an. Die Verbindung steht.

Fühl doch, du bist nicht alleine.

Wir sind – da.

Gespräch mit einem Freund

10.06.2021 | Judith Eherer | feeling&words

Gespräch mit einem Freund. Seelenbriefe.

„Ich schreibe wieder.“

Das sagte ich heute zu einem Freund, den ich lange nicht gesprochen hatte.

Manchmal weine ich darüber.

Wenn ich tief berührt bin und weiß, dass es das Schreiben ist, was ich mitgebracht habe, in dieses Leben.

Im Schreiben kann ich mich ausdrücken, meinen Verstand beruhigen und fühlen, einfach nur fühlen.

Doch die Worte berühren nicht nur mein Herz. Sie finden in die Seelen, erinnern, verbinden.

Dennoch schrieb ich lange nicht mehr. Warum? Vielleicht war es mir zu nah, die Verantwortung zu viel.

Mit Worten eine Seele berühren. Stell dir vor!

Und doch ist es genau das, was mein Herz klopfen lässt, was ganz warm ist im Inneren, was sich wie ein großes JA anfühlt. Also schreibe ich wieder.

Seelenbriefe.

Interessierst du dich für einen Seelenbrief? Lies gerne hier weiter

Wiener Park-Poesie

06.06.2021 | Judith Eherer | feeling&words

Ein Spaziergang im schönen Liechtenstein-Park in Wien hat mich zu ein paar Zeilen inspiriert …

Du schöner Park
Erwartest mich
Wann immer ich will

Schenkst mir dein Grün
Deinen feinen Duft
Erlaubst mir

Deine Blumen zu schauen
Einzutauchen in das Wunder
Der Blüten

Ich ehre die Zeit bei dir
Mit dir
Verzaubert

Beruhigt, heiler und sensitiver
Erfüllt mit Dankbarkeit

©Judith Eherer


Inspiration und Rosen: Liechtenstein-Park in Wien

Eine Geschichte über kleine und große Herzen und den Ruf nach Mama

03.06.2021 | Judith Eherer | feeling&words

Ein Babyvogelbesuch auf meinem Balkon inspirierte mich zu einer lyrischen Kurzgeschichte. Mein Herz wurde berührt und das möchte ich an dich weitergeben. Von Babyvogelherz zu mir zu dir.

Babyvogelbesuch

Süßer, kleiner Babyvogel
Machst Rast auf meinem Balkon
Magst du Pink?
Ich mag Pink

Du magst wohl lieber den Schatten
Den Schutz vor der Sonne
Ich beobachte dich
Durch die geschlossene Balkontüre

Will dich nicht erschrecken
Also verschiebe ich meine 
Kaffeepause
Schaue dir stattdessen zu

Und freue mich über das Geschenk
Des Zeitvergessens
Dein Schnäbelchen ruft
Nach der Mama

Wo ist sie?
Wo bist du hier bloß?
Du wolltest doch nur ein bisschen fliegen
So wie die anderen auch

Dieser Wind
Der ist so gemein
Hier hast du Ruhe
Der Wind ist schwächer auf dem Balkon

Die Sonne wandert
Dein schützender Schatten wird weniger
Dein Schnäbelchen ruft
Nach der Mama

Dein kleines Herz
Ich spüre es mit dir
Es klopft und ängstigt dich
Wo ist sie?

Unsere Menschenherzen kennen das auch
Egal wie groß oder klein
Der Ruf nach Mama
Und wie es sich im Herzen anfühlt

Wenn sie nicht da ist
Nicht kommt
Schütze dein Herz kleines Baby
Im Geiste umarme ich dich

Bin für dich da
Innen
Dein Flaum weht mit dem Wind
Die Sonne berührt dein Schäbelchen

Und fort
Fort fliegst du
Noch ungelenk
Ich schaue dir nach

Deine Flügel tragen dich noch nicht richtig
Das Spiel mit dem Wind
Darfst du noch lernen
Wirst du

Und du
weißt das auch
Unbewusst
Mit Urvertrauen

Deine Mama
Da ist sie
Sie war immer da
Ganz nah

© Ju. feelingwords

Engel? Echt jetzt?

Über Engel zu schreiben ist eine heikle Angelegenheit. Esoecke, Religion, Aberglaube, Einbildung …

Ich frage mich, ob es Engel bereits vorm Christentum gab … und wenn, wie wurden sie genannt? Die bekannten Namen z. B. der Erzengel sind ja hinlänglich bekannt, Gabriel, Raphael, Uriel usw. Doch die gibt es ja noch nicht sehr lange. Was war vorher?

Was mich auch beschäftigt, gibt es in Gegenden ohne Christentum auch Engelswesen? Wie werden sie dort genannt? Ist es so wie mit Gott? Jede Religion hat ihre eigene Vorstellung davon, ihren eigenen Namen und doch reden alle vom selben?

Ich bin im katholischen Niederbayern aufgewachsen. So sollte klar sein, dass Engel in die Kirche gehören, Flügel haben und dass sie aussehen wie Menschen nur mit etwas entrückteren Gesichtern.

Meine eigenen Engelsbegegnungen stimmen allerdings mit diesem Bild nicht überein, was mich glauben ließ, dass es etwas anderes gewesen sein musste. Engel habe ich bislang nie »gesehen«, es ist mehr ein Spüren, eine Wahrnehmung, doch die meist klar und deutlich. Engel mit den eigenen Augen durfte ich dennoch schon sehen: Gesichter geliebter Menschen in glücklichen Momenten, in seligem Schlaf – so engelsgleich, dass sich die Frage nach Wundern erübrigt.

LESETIPP

Sternenflaum Geschichte | 5. Kapitel | Engel

Ist vom selben die Rede? Nein, keinesfalls. Wohl fehlen uns in der deutschen Sprache mal wieder unterschiedliche Begriffe. Wir haben einfach zu wenig Worte!

Wie viele verschiedene Arten zu lieben wird es geben? Alle heißen gleich. Wie viele Arten von Freunden … Er ist mein Freund. Ach was kann das alles heißen! Ist sie deine Freundin? Nun, nicht direkt, ja doch, eigentlich schon, doch nicht so eng … Wie denn nun? Wieso haben wir so wenig Begriffe?

Zurück zu den Engeln. Engel ist auch ein Kosewort, eine Schmeichelei, ein Kompliment, eine erdrückende Erwartung, ein Käfig, wenn es heißt “du lieber Mensch, mein Engel” – dann ist es vorbei mit Whisky, Zigaretten und Lügen. Wieso machen wir das? Weshalb benennen wir die absolut wundersame, neutrale und stets begleitende Kraft der »Wesenheiten« mit einem Namen, den wir dann auch vielem anderen übertragen? Wer soll sich da noch auskennen?

»Glaubst du an Engel?« Was lässt sich darauf bitte antworten? Natürlich ist mir klar, welche Art von Engel damit gemeint ist, doch was hat das mit glauben zu tun? Was ich wahrnehme weiß ich doch. Das muss ich nicht glauben. Wenn der Wind weht und ich ihn an den Armen spüre, muss ich dann sagen, ich glaube daran, dass es so etwas wie Wind gibt?

Es ist ein Thema, definitiv. Einmal in der Buchhandlung dem Räucherstäbchenduft gefolgt, fliegen einem die Engelsbücher geradezu entgegen. Heute blätterte ich in einer älteren Ausgabe des Engelmagazins. Es ist zeitlos. Ich stelle mir vor, von allen Heften das Erscheinungsdatum zu streichen und dann zu versuchen, sie chronologisch zu sortieren …

Über Generationen hinweg begleitet uns die Frage nach dem Unsichtbaren. Warum lese ich in einem Engelmagazin? Was ist mein Beweggrund? Ehrlich? Mir geht es um Gleichgesinnte. Ich will lesen, dass ich nicht verrückt bin. Es tut gut, mich in Geschichten wieder zu finden, zu lesen, dass es Menschen gibt, die sich trauen dazu zu stehen, auch wenn sie völlig crazy dabei wirken. Das bewundere ich.