Die Sternenflaum-Geschichte | Kapitel 31

Die Sternenflaum-Geschichte | Kapitel 31

»Mögen dir diese Worte dienlich sein, wenn du vor einer Herausforderung stehst, etwas schon länger oder gar zu lange verdrängst. Diese Geschichte ist ein zauberhafter, berührender und inspirierender Dialog für alle, die fühlen, dass die erhofften Antworten aus dem inneren kommen und auch für alle, die diesem Gedanken Raum geben.«

Judith Eherer

Dein Glück

Wenn du das Gefühl hast, etwas müsste sich ändern, dann ist es doch so, dass du dich, so wie es jetzt ist, nicht wohlfühlst. Da du dich aber immer noch in dieser Situation befindest, hast du wahrscheinlich das »Wie kann ich es ändern« noch nicht gefunden.

Oder das »Wie« gefällt mir nicht, Flaumi.

Du suchst noch. Fee, bitte, wie lange willst du suchen? Oder darauf warten, dass sich vielleicht alles von selbst ergibt? Dass irgendjemand anderes als du dazu beiträgt, die Lage zu verbessern? Wie viel Zeit willst du dieser negativen Angelegenheit noch opfern? Es ist deine Lebenszeit, vergiss das nicht.

Du sprichst auf mein Wort »Jetzt« an, ich hab unser Gespräch noch deutlich im Kopf. Von wegen »nur ein Wort«.

Was hält dich davon ab, dieses »Jetzt« ernst zu nehmen? Es als Antwort zu betrachten, auf deinen Hilferuf

Ja Flaumi, aber wenn sich doch noch etwas ändert?

Kennst du jemanden, der etwas ändern könnte, sodass sich alles zum Positiven wenden würde? Wenn ja, was müsste dieser Jemand tun? Fee, hörst du?

Ja, Sternenflaum, ich höre dich. Doch ich will dich nicht hören. Ich will einfach nicht!

Okay, Fee, Herz, wie fühlt es sich für dich an, an den Tag zu denken, ab dem alles gut wäre? Gefällt dir die Aussicht?

Natürlich, davon träume ich oft.

Was meinst du, gibt es für dich die Möglichkeit, die Sache doch selbst in die Hand zu nehmen? Dass also du das machst, was deiner Meinung nach eigentlich ein anderer tun müsste?

Nein, ja, Flaumi, bitte, kannst du mir nicht helfen? Oder Licht?

Was denkst du, was wir gerade tun? Wir helfen dir, dir selbst zu helfen. Fee, Liebes, was glaubst du, wie es für dich wäre, hättest du die Veränderung, dein Thema, geschafft, weil DU die Verantwortung und das Tun übernommen hättest, ganz gleich wie es um die Schuldfrage steht?

Es tut mir leid. Hach, Flaumi, ich bin undankbar gerade. Ich will mich aus der Verantwortung ziehen, das stimmt schon. Es ist einfach so schwer!

Das verstehen wir doch. Nochmal die Frage: glaubst du, dass du dich stolz fühlen würdest? Und glücklicher?

Kann sein.

Wie schwer wiegt die Überwindung dazu im Vergleich zur verwarteten Lebenszeit, im Vergleich zu dem Hochgefühl, das dich erwartet, quasi als Belohnung? Denk darüber nach. Denn dir wird sicher bewusst sein, dass diese Belohnung ausbleibt, wenn du die Veränderung jemand anderes überlässt.

Flaumi, bitte!

Ich meine, du möchtest doch glücklicher sein und stolz auf dich, nicht wahr? Sonst würdest du ja nicht daran denken, die Situation zu verändern. Also, Fee, Herz, hol dir das Glück. Du willst es doch. Warte nicht darauf, dass es dir jemand schenkt, denn das könnte unter Umständen sehr lange dauern.

Nicht zu vergessen, die Erfahrung, die du dabei machen wirst.

Licht! Du bist auch da! Danke, ja, ich verstehe das schon, doch in mir drin sträubt sich alles. Ich will einfach nicht!

Was willst du nicht? Wachsen? Weiterkommen im Leben? Stärker, weiser und erfahrener werden? Bist du dir sicher?

Ach Licht, nein, so meine ich das nicht. Ich fühle mich wie ein kleines Kind, das nicht zugeben will, dass es einen Fehler gemacht hat und das jetzt hofft, dass alles wie von Zauberhand wieder gut wird. Ich fühle mich so überhaupt nicht erwachsen und erfahren und weise. Ganz im Gegenteil.

Umso wichtiger ist es jetzt, die Sache selbst zu regeln. Die Erfahrung dadurch ist eine weitere Belohnung, die dich stärken kann, in Zukunft mit solchen Situationen besser umzugehen oder nicht mehr in solche zu geraten. Du weißt, dass eine von anderen gemachte, dir erzählte Erfahrung, nicht mit der, die du selbst erlebt hast, mithalten kann.

Ja, Licht, danke für deine Geduld mit mir. Ich habe euch hier und jammere dennoch herum. Es ist an mir, etwas zu verändern, einfach danke zu sagen reicht da nicht. Okay, ich packe das an und zwar jetzt. Das hilft mir, der Situation und es ist ein echtes Danke.

Fee, und ich denke, daran, ob du nun selbst die Dinge in die Hand nimmst oder nicht, kannst du gut sehen, wie viel dir wirklich am Glück gelegen ist.

Flaumi, danke. Mein Glück in meiner Hand. Ein Freund sagte einmal zu mir: ›Früher dachte ich, auf eine negative Situation müssen zehn positive folgen, um sie ausgleichen zu können. Heute weiß ich, es ist genau umgekehrt. Ein positives Erlebnis kann locker zehn negative auffangen.‹ Danke Flaumi, danke Licht. Wirklich. Ich weiß eure Hilfe und Hartnäckigkeit zu schätzen. Ich fühle mich geliebt, obwohl ich mich nicht gerade liebenswert verhalte. Das schenkt mir Zuversicht und Mut und ich versuche, das jetzt zu fühlen, anzunehmen und ja, mein Thema anzupacken.

Es gibt sie

Ja
Es gibt
Sie
Die Liebe
Die echte und
Wahre und
Wundervolle

Die
Deren Schmerzen
Nicht weh tun
Die
Sich anfühlt
Wie ein Flaum
Auf dem Herz

Voller Hoffnung
Und
Sehnsucht
Ist sie
Immer da
Und dennoch stets
Gesucht

Ein Traum ist sie
Gelebter Wunsch
Das bleibt sie auch
Denn nichts
Kann sie
Begreifen
Und erklär'n

Sie ist das
Größte aller
Wunder
Drum geb ich
Niemals auf
An sie zu 
Glauben

Danke der Seele fürs
Haben dürfen
Fühlen gern
Fürs Suchen
Sehnen
Finden
Und spür'n

–

Sternenflaum ist eine Fortsetzungsgeschichte.
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