»No risk, no magic.« oder Den Mutigen gehört die Welt

Der Satz begleitet mich seit meiner Jugend und hier, mit diesem Beitrag möchte ich ihn auch dir ans Herz legen …

»Den Mutigen gehört die Welt.« Viel gehört und gelesen, oftmals als motivierend empfunden, aber auch abgetan als ja ja, leichter gesagt als getan.

Kennst du das?

Ich höre immer wieder, dass ich zu den Mutigen zähle. Für Freude, Bekannte, Familie, ist es kaum etwas Besonderes, wenn ich mal wieder mutig war. Wer denn sonst? Klar schaffst du das usw.

Innen sieht das natürlich anders aus. Mutig zu sein heißt nicht, keine Angst zu haben oder nicht nervös oder aufgeregt zu sein. Mutig sein heißt, es trotzdem zu tun.

Ich habe diesen Mut zum Glück in mir und eine liebevolle, sanfte Kraft, die ihn mir immer wieder zuschupst. Denn manchmal kann so ein Mut ein ganz schöner Feigling sein.

Mut ist nicht sorglos, ist nicht verantwortungslos, ist nicht übermütig. Ganz im Gegenteil. Mut weiß, was es bedeutet, mutig zu sein.

Dennoch, um das Glitzern des Neuen zu sehen, muss man zuerst die Türe des Risikos öffnen.

Um das zu schaffen, braucht es eines mehr als Mut, nämlich Vertrauen.

Vertrauen zu sich selbst

Vertrauen in die eigene Kraft

Vertrauen ins Leben

Vertrauen in die Verbundenheit

Vertrauen darauf, dass, selbst wenn alles schiefgeht, es glitzert

Heißt, nichts ist vorbei, nichts ist verloren. Es kann dauern bis die Wunden heilen, doch der Mut stirbt dabei nicht. Er mag sich weit ins Innere verzogen haben, doch er ist eine Diva. Etwas Geglitzer und die Aussicht auf was Neues bringt ihn schnell aus dem Versteck.

Mutig zu sein heißt auch nicht, etwas zu tun, wovor der Verstand einen warnt. Lebensbedrohliches zum Beispiel oder etwas, was sich und/oder anderen schaden könnte. Dennoch ist es zu hinterfragen, was der Verstand einem einflüstert. Denn es könnte sich dabei auch um die Worte des Feiglings handeln.

Den kenne ich auch gut. Nicht immer gehe ich mutig voran oder bleibe dran, was ich begonnen habe. Manchmal ist das okay oder genau richtig, manchmal mag ich mich dabei selbst nicht. Aber auch da bin ich nicht mehr streng mit mir. Es geht vorbei. Ich nehme mir Zeit für mich und meine Ängste, Sorgen oder was auch immer, nicht übertrieben viel, aber genug um sie nicht zu ignorieren, das mögen sie nämlich gar nicht. Früher zerdenkte ich dann alles hundertfach und ich litt darunter. Heute schaue ich hin, lasse sie aber weiterziehen wie Wolken am Himmel. Im Vertrauen darauf, dass der Impuls für neue Gedanken, neue Gefühle, neue Aktivitäten kommen wird.

Für mich heißt das: hin fühlen.

Nicht hineinfühlen, hin fühlen, an den Punkt im Inneren reisen und fühlen, was da ist. Nur im Einklang mit meiner Intuition, einem Ja aus der inneren Führung, einem Ja zu mir selbst, kann ich mich mutig an Neues wagen.

Da auch Angst ein Gefühl ist, braucht es da etwas Übung und achtsames nach innen lauschen. Was ist echt? Was ist maskiert? Was bringt mich weiter? Was will mich blockieren? Warum? Was kann ich ändern? Was darf ich mir anschauen?

Achtung: ich habe erlebt, wenn ich mich zu sehr mit diesen Fragen und der Angst beschäftige, dass das der Angst nur mehr Energie gibt. Also schauen, fragen, fühlen, danken und dann in Ruhe lassen.

Diese sanfte Kraft, die ich vorhin beschrieb, sie ist es, die ich Vertrauen nenne. Sie schupst mir den Mut zu, sie gibt mir das gute Gefühl. Vertrauen will wahrgenommen, angenommen und geübt werden. Wer sich selbst vertrauen will, darf zu erst selbstverbindlich sein. Hältst du ein, was du dir selbst zusagst? Dabei meine ich nicht die Neujahrsvorsätze, die glaubt ja kaum einer bereits beim aussprechen. Aber sonst, so im Alltag. Kannst du dir selbst vertrauen? Tust du, was zu sagst? Falls nicht, übe dich darin. Es ist für dich.

Vertrauen ist auch, vertrauen ins Leben, in das Gefühl des Beschütztseins. Eine Wahrnehmung der Verbundenheit mit dem Leben. An das, was meinen Körper leben lässt, woher mein Herz weiß, wie es zu schlagen hat, meine Organe wie von Zauberhand zusammenspielen. Die Haut weiß, wie sie heilt, wenn ich mich mal wieder am Papier geschnitten habe. Ich vertraue darauf, dass dies bei den körperlichen Angelegenheiten nicht aufhört.

Hoffnung ist meiner Meinung nach fehlendes Vertrauen.

Ist dieses Neue, wozu ich Mut bräuchte, visualisiert ein Kuschelkissen das ich an mich drücken will oder ist es eines, das stinkt und kratzt und welches ich nicht halten möchte? Mir das vorzustellen hilft mir bei vielen Entscheidungen. Probiere es gerne einmal aus und schreib mir deine Erfahrung damit.

Menschen, die wie selbstverständlich auf einer Bühne stehen oder in einer Ausstellung ihre Werke zeigen oder aus ihrem Buch vorlesen, brauchen scheinbar keinen Mut. Es wirkt, als wäre es ihnen eine pure Freude, ihre Botschaft zu vermitteln. Doch glaubt mir, viele davon vergehen kurz davor vor Nervosität. Berühmte Sänger:innen quälen sich mit Lampenfieber – und dennoch singen sie. Dennoch gehen sie auf die Bühne. Sie leben. Sie lassen sich vom Feigling nicht das Leben nehmen.

In Bewundernswert stecken die Wörter “Wunder” und “Wert”. Wenn du es dir wert bist, wirst du dich wundern, was du alles kannst, wird dein Leben zu einem Wunderwerk.

In einer meiner Lieblingsmeditationen von Selbstwärts* heißt es: “Sei stolz auf dich und dankbar für alle Hilfe”.

Ja.

* Mein Dank geht an dieser Stelle an @doris.luber für den Satz “no risk, no magic” und an @katharinaheilen für ihre Motivationsarbeit und an @robertweberartist für die Unterstützung und das Titelbild (aufgenommen in der Schweiz 2012) und an @setsuko_fukushima für die Inspiration zu meiner Teilnahme beim Event “Kunst am Zaun 2021” in Wien.

Wer mich besuchen möchte: Samstag, 11.09.2021 von 12 bis 18 Uhr in Wien beim Börsepark (genau Anschrift: Hermann-Gmeiner-Park, 1010 Wien, hinter der Börse)

Ja, es braucht all meinen Mut um dort mitzumachen, aber mein Herz hüpft vor Vorfreude!

* Empfehlungen / Werbung ohne Auftrag

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