Gedanken zum 3. Advent

Gedanken zum 3. Advent. Wandel ist es, was bewegt. Wandel ist der Weg, ist Leben (…)

»Ich gehe nicht mehr zurück.« Diese Worte fühlte ich vor über 10 Jahren so intensiv, so wahr in mir, dass sie bis heute unvergessen sind.

Sie bezeichnen nicht nur eine äußere Veränderung, viel mehr beinhalten sie eine natürliche Wahrheit.

Rückwärts schauen ja, rückwärtsgehen nein.

Alles ist nach vorne gerichtet, das ganze Leben, alles. Dennoch meint es nicht Wachstum um jeden Preis. Nach vorne heißt nicht größer, schneller, weiter.

Am schönsten sehen wir das an den Bäumen und den Jahreszeiten.

Wandel ist es, was bewegt. Wandel ist der Weg, ist Leben.

Oft fühlte ich mich, als würde ich mich im Kreis drehen, nicht vorwärtskommen, immer wieder am selben Punkt landen. Ich mochte das nicht. Las darüber, fand, dass ich noch etwas zu sehen habe oder zu lernen, zu erkennen vielleicht. Mein Verstand bejahte das, doch mein Gefühl nicht. Etwas schien dabei nicht zu stimmen.

Heute sehe ich, der Kreis ist ein Kreislauf, es ist der natürliche Weg, die Wandlung. Selbst, wenn ich dachte, an dem Punkt war ich doch schonmal, war das nur zum Teil richtig. Denn ich war eine andere, ich war bereits gewandelt, es ist Zeit vergangen, viele Erlebnisse und Erkenntnisse und Jahreszeiten waren darin. Es ist niemals dieselbe Judith am selben Platz. 

Ein Baum, der diesen Herbst die Blätter fallen lässt, ist nicht derselbe Baum, der nächstes Jahr die Blätter fallen lässt. Zumindest ein Jahresring kam hinzu. Viel hat er erlebt. Vögel und Insekten kamen und gingen. Winter, Frühling, Sommer, Sonne, Regen, Winde …

Wantalunga, das altdeutsche Wort für Wandlung

Die Natur fühlen. An einen Baum gelehnt, Zeit genießen. Gedanken zum 3. Advent

Der Kreislauf des Lebens meint nicht, alles immer wieder zu erleben, sondern die Zyklen zu durchlaufen, wieder und wieder und dabei sich entwickeln, wachsen und gedeihen, stark werden und für andere stark sein.

Ein Baum wächst nicht unendlich in den Himmel. Ein Wald lebt in Symbiose. Die Bäume kommunizieren miteinander, tauschen sich über Blattwerk und Wurzeln aus. Sie helfen sich mit Wasser und Informationen, sie wachsen miteinander und aneinander.

Selbst in Wäldern, in die sich der Mensch einmischt, sind nicht alle Bäume gleich. Nicht einmal in der Zucht. Doch wir Menschen sollen es sein, gezüchtigt und erzogen, nach irgendjemandes Bild. 

Die Adventszeit ist Nachdenkzeit. Rückzugszeit. Nicht Rückwärtszeit. Die Blätter sind gefallen, der Winter ist da. Tiefe, Stille, Kälte, Ruhe. Es ist nicht die Zeit für Neues, für Erschaffen und Schöpfung. Diese Zeit kommt bald wieder, im Frühjahr. 

Adventszeit fühlen

Fast hätte ich das ignoriert, mich über die Jahreszeiten hinweggesetzt, so wie wir Menschen das ja tun. Wir machen unsere eigenen Gesetze, an die wir uns dann selbst nicht halten, weil sie eh nicht funktionieren. Doch seit einiger Zeit bin ich der Natur wieder näher. Bin wieder offen dem Fühlen und Wahrnehmen.

So spürte ich, dass im Dezember etwas Neues zu kreieren, zu veröffentlichen, nicht der richtige Zeitpunkt ist. Mein Verstand wehrte sich erstmal heftig, gab mir aus seinem Erfahrungsschatz viele kluge Ratschläge und Hinweise, sogar Drohungen und Ängste. 

Doch die innere Ruhe und das Verständnis, das wieder gewachsen ist, die Verbindung und das Gefühl des Verbundenseins, sind mittlerweile so kräftig, dass sie diesem Sturm im Kopf standhalten. 

Hier eine Auswahl von Texten, die, wie ich finde, gut in diese Zeit passen:

Wir sind fühlende Wesen

Stille

Den eigenen Weg finden

Wachse in deinem Tempo

Meditation »Fühl dich«

Auch hier zeigt sich, zurückschauen ist Wohlgefühl. Es spielt keine Rolle, an welchem Datum, zu welcher Zeit die Beiträge entstanden. Es geht um die Botschaft darin, zeitlos, wertvoll, begleitend.

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Judith

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»feelingwords sind Mindset-Poesie und gerne Inspiration und Begleitung. Mit meinen Gedanken, Gedichten & der Sternenflaum-Geschichte möchte ich dir zeigen, dass Fühlen wertvoll und ein feiner Kompass durchs Leben ist.« Judith Eherer

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