Achtsamkeitsübung “Flight”

Achtsamkeitsübung »Flight«

zum Gedicht »Montagsgedanken«

MONTAGSGEDANKEN


Hey du Montag
Bist du ein Lieber?

Wie fühlst du dich an?

Nach einem leeren Notizbuch
Dessen Seiten unendlichen Raum
Für Abenteuer haben?

Nach einem gefüllten Buch
Mit Erinnerungen und Erfahrungen
Und wenig Raum für Neues?

Hey du Montag
Bist du eine Liebe?

Wie fühlst du dich an?

Nach Sonne und Kaffeeduft
Dessen Genuss und Freude
Für Zuversicht sorgen?

Nach Schatten und Wind
Mit kühlem, frischem Kopf
Und ganz viel Raum für Neues?

Dieses Gedicht enthält eine Achtsamkeitsübung. Hast du sie entdeckt? 

Falls ja, denkst du dir vielleicht, was das soll? Zu banal? Sieht doch jede*r? 

Oft ist es genau das Offensichtliche, das übersehen wird, was wir übergehen, schnell und unachtsam. 

Für alle, die sich im Alltag in Achtsamkeit üben wollen, ist also selbst das Erkennen der Botschaft eine solche.

Wie oft passiert das? Wie viel sehen und erkennen wir und nehmen es doch nicht wahr oder nur flüchtig? Wenn wir über ein Gedicht wie die Montagsgedanken nur drüber fliegen, wie viel haben wir dann den Tag über nicht achtsam wahrgenommen?

Natürlich können wir nicht 100 Prozent aufmerksam sein. Immer präsent. Doch wünschen wir uns nicht, zumindest etwas mehr unserer Erlebnisse wertzuschätzen? Es fehlt nicht an Zeit. Es ist eine Übungssache. 

Wir können das jetzt gemeinsam machen. Ich zeige dir eine Übung in Achtsamkeit, die du in deinen Alltag einbauen kannst. Ich mache sie gerne Abends vorm Einschlafen, weil sie mich beruhigt und ich durch sie schöne Gedanken mit in den Schlaf nehme. 

Aber die Übung lässt sich immer machen, auch zwischendurch. Denn sie dauert so lange du möchtest. Alleine den Zeitpunkt zu fühlen ist schon eine Übung in Achtsamkeit – dir selbst gegenüber.

Achtsamkeitsübung »Flight«

Setze dich bequem hin, auf einen Stuhl oder in die Meditationshocke, ganz wie du möchtest und so, dass du frei atmen kannst.

Wenn du weder schwanger bist, noch an einer Herz- / Kreislauferkrankung leidest, empfehle ich dir die 
sogenannte 4-7-8 Atmung.

Atme 4 Sekunden tief in den Bauch ein.
Halte den Atem 7 Sekunden an.
Atme langsam - 8 Sekunden - vollständig wieder aus.

Ich liebe diese Art zu atmen, sie beruhigt mich und lässt mich tiefer eintauchen, in die Meditation oder Achtsamkeitsübung. Während einer Medi halte ich ganz natürlich den Atem lange an und atme auch sehr langsam wieder aus, sodass die 4-7-8 Atmung für mich sehr gut passt.

Dennoch ist sie nur eine Empfehlung und nicht notwendig für die Übung, die ich dir nun gleich schildere. Du kannst atmen wie es für dich am entspannendsten ist.
Wiederhole die tiefe Atmung so lange, bis du spürst, dass du ruhiger wirst, die Außengeräusche leiser werden, du tiefer eintauchst in den Moment …

Und nun begib dich in Gedanken an heute Morgen. Stell dir vor, du siehst dich und deinen Tag wie einen Film aus der Perspektive einer Drohne. Du fliegst also durch deinen Tag. Langsam, vor allem langsam.

Aufwachen, aufstehen, Bad, Küche, Gespräche, aus dem Haus gehen oder ins HomeOffice … einkaufen, putzen, joggen, was auch immer.

Halte die Gedanken, die Erinnerung nicht fest, flieg durch deinen Tag. 

Es geht nicht darum, etwas zu bewerten oder nicht zu vergessen. Je nachdem wie gut du dich spürst, wirst du bei manchen Situationen eine Veränderung wahrnehmen. Das kann ein Zwicken im Bauch sein, ein unbeabsichtigter tieferer Atemzug, oder du hältst plötzlich den Atem an, oder dein Puls verändert sich … Die Zeichen sind unterschiedlich, doch je achtsamer du durch deinen Tag „fliegst“, umso leichter wirst du sie bemerken.

Wenn es geschieht, dann drücke - in Gedanken natürlich - die Pause-Taste an der Drohne. Halte inne. Vielleicht siehst du nicht sofort, warum da ein Impuls war. Dann „zoome“ in den Moment hinein. 

Denn während des Tages hast du unbewusst etwas wahrgenommen und diesem Etwas widmest du jetzt deine Aufmerksamkeit. Vielleicht ist es ein Gedanke, vielleicht eine Liedzeile, vielleicht ein Slogan auf einer Werbetafel, vielleicht ein Satz in einer E-Mail, ein Blick eines Menschen, ein Lächeln … Zoome in den Moment und schau ihn dir an.

Wenn es sich gezeigt hat, kannst du dich innerlich bedanken und wieder weiter durch deinen Tag fliegen. 

Es ist auch möglich, dass sich anfangs gar nichts zeigt oder du keine Impulse wahrnimmst. Stresse dich nicht damit, es kann dauern, doch auch das Üben hilft dir schon. Irgendwann wird es so weit sein und du wirst selbst das leiseste Zeichen wahrnehmen.

Manchmal zeigt sich ein solcher Moment, manchmal mehrere. Es spielt keine Rolle. Was ich erlebe ist, dass mit etwas Übung, diese Momente schon während des Tages, während des Erlebens bewusster wahrgenommen werden. Dann ist die Achtsamkeitsübung im Alltag angekommen. 

Wenn dein Flug zu Ende ist und du am jetzigen Zeitpunkt angekommen bist, kannst du gerne die positiven Aha-Momente in ein Notizbuch schreiben. Ich nenne es Dankbarkeitsbuch und ich notiere darin täglich mindestens drei Dinge oder Erlebnisse für dich ich dankbar bin.

Diese Übung für heute aufgeschrieben und geteilt zu haben, schreibe ich ganz sicher hinein. Ich bin dankbar, mir selbst gegenüber, dies tatsächlich gemacht zu haben.

Atmen wir noch einmal gemeinsam tief, tief ein und wieder aus, das tut gut und verbindet.

So, und was die Achtsamkeitsübung im Gedicht „Montagsgedanken“ betrifft, kommt hier die Auflösung:

Es beginnt mit dem Montag in der männlichen Form. DER Montag und der zaghaften Frage, wie er sich wohl anfühlen wird? Oft ist Angst oder zumindest Unwohlsein ein Begleiter des Montags. Deshalb stelle ich ihm eine »Montagin« zur Seite. Wie bei Yin und Yang. Das Gedicht ist eine Harmonie und diese Energie möchte ich in den Worten mit in die Woche geben.

Die Harmonie wird unterstrichen durch gleichlautende Satzanfänge.

Schau nochmal hin, von „Hey“ bis „Und“ beginnen er und sie mit denselben Worten.

Oft beginnt im Leben etwas gleich und endet doch völlig anders. Eine Frage des Blickwinkels und eben auch der Achtsamkeit.

In diesem Sinne,

hab eine schöne Zeit, sie ist für dich.

Judith

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