Du kannst dich nicht verlieren

Du kannst dich nicht verlieren

»Du kannst dich nicht verlieren.«

Als ich das zum ersten Mal hörte, wurde ich wütend. Natürlich konnte ich das, sonst würde ich mich ja nicht suchen. 

»Du bist stets nur einen Atemzug von dir entfernt.«

Pah! Atmen. Was soll das bringen? Mache ich doch sowieso die ganze Zeit.

»Suchst du dich im Spiegel? In deinen Erfolgen? Hast du Angst, dich in deinem Scheitern zu sehen? Willst du gesehen werden? Wenn du gesehen wirst, musst du da sein, deine Suche wäre unsinnig, du könntest über dich lachen und dich anlehnen an jene, die dich sehen, bis, ja bis zu zweifelst.«

Und mich wieder suche, ja! Weil es nichts nützt, wenn wer anderer mich findet.

»Doch du hast dich nicht verloren, dir gefällt vielleicht nicht, was du siehst, du suchst nach anderen Zügen in dir, wer oder wie willst du sein? Sanft wäre schön, gut zu dir selbst, liebevoll in deinen Gedanken, fürsorglich in deinem Handeln. Ja?«

Ja. Hinsehen und fühlen. Das ist, was du mir sagen willst. 

»Du findest dich in der Annahme deiner Selbst. Und im Vertrauen darauf, dass du dich wandelst und wandeln kannst, dich entwickelst und Entscheidung um Entscheidung an dir wächst.«

Danke. Jetzt atmete ich tatsächlich anders.

»Du kannst dich nicht verlieren. Wohl aber kannst du vergessen, wo und wie du dich findest.«

// Solche Dialoge entstehen, wenn sich nach ein paar Gedanken Sternenflaum einbringt, Fragen ins Gefühl bringt … Ich mag es, mit Sternenflaum zu schreiben und wenn du es lesen magst, gerne. Es gibt die Sternenflaum-Geschichte Band 1 als E-Book und Band 2 entsteht gerade.