Die Sternenflaum-Geschichte | Kapitel 38 »Magst du dich?«

Die Sternenflaum-Geschichte | Kapitel 38 »Magst du dich?«

»Das letzte Kapitel erinnerte mich an die Frage einer meiner Herzmenschen: ›Magst du dich?‹. Damals konnte ich damit nichts anfangen. Oder, besser gesagt, ich wollte mit dieser Frage nichts anfangen können. Ja, genau. ›Mich selber mögen‹, so was. Wie soll das denn gehen? Noch Jahre später bin ich ihm und dieser Frage dankbar.« -Judith Eherer

Magst du dich?

Da sitze ich nun und denke nach und nach und nach. Ich möchte meine eigenen Antworten finden, innen in mir. Selbstwert und Selbstliebe, hat Sternenflaum gesagt, sind miteinander verknüpft. Ja, das verstehe ich schon, denn wie soll Selbstliebe funktionieren, wenn der eigene Wert … Wie soll ich an Selbstliebe denken, wenn ich mich an so vielen Tagen nicht mal mag?

Liebste Fee, darf ich mich zu dir gesellen?

Licht! Natürlich! Ich freue mich, sehr sogar.

Frag dich doch einmal, was dich liebenswert macht.

Oh Licht, diese Frage zu beantworten, ist eine große Aufgabe.

Ja, weil es dich komplett meint, alles, den Geist, das Denken, das Wollen, das Ist, die Seele, das Fühlen, die Meinungen und Ansichten, das Glauben und das Wissen. Auch den Körper, das Aussehen, die Kleidung, den Stil. Deine Taten und Entscheidungen, deine Courage und deine Feigheit. Deine Empathie und deinen Selbstwert.

Ich traue mich gar nicht mehr zu atmen. All dies für mich zu hinterfragen, setzt eine absolute Ehrlichkeit zu mir selbst voraus. Und Objektivität noch dazu. Licht, hilfst du mir? Oder muss ich da allein durch? Was macht mich liebenswert? Bin ich denn überhaupt liebenswert?

Ich bin da und dennoch wirst du Mut brauchen, denn, willst du wirklich alles von dir wissen?

Oh … doch wohl schon, oder? Okay, ja, ich denke, dass es genau das ist. Es 

gibt viele Aspekte, die ich lieber nicht sehen will. Entscheidungen, die ich besser anders getroffen hätte. Erlebnisse, für die ich mich sogar schäme. Erfahrungen, die noch in der Erinnerung schmerzen. Vieles Ungute bringe ich in Bezug mit mir selbst. Liebenswert ist wohl auch manches, doch reicht das?

Wenn du nicht verletzbar sein willst, wenn du nicht abhängig von jemand anderes sein willst, wenn du einfach nur lieben und geliebt werden willst, dann wirst du diese Ehrlichkeit und Klarheit brauchen.

Ich muss mich kennen, komplett.

Stell dir vor, du wüsstest alles von dir. Und du liebst dich, so wie du bist. Wo wäre dann noch dein Angriffspunkt? Sobald du dich authentisch leben kannst, hast du eine Ausstrahlung, die alles an dir liebenswert macht. Verstehst du, Fee? Alles wärst du und nichts davon wäre falsch. Wer sich dann in dich verliebt, der liebt dich so wie du bist. Kein Versteckspielen mehr, kein Anpassen mehr. Das ist dann nicht mehr notwendig, denn du würdest automatisch dein Gegenüber ebenso ansehen, wie dich selbst. Du würdest den Menschen so nehmen, wie er ist.

Das ist sehr schön und fühlt sich nach echter Freiheit an. Liebe = Leben = Freiheit = Freude = Liebe = Leben = Freiheit, etc. Ein wundervoller, sehr erstrebenswerter Kreislauf, wie ich finde. Und da am Anfang die Liebe steht und der beste Anfang immer bei einem selbst beginnt, sind wir wieder beim Thema angelangt – sich selbst lieben. 

Du hast dich dem Thema schon öfter gewidmet, doch mit dem großen Wort der Liebe dich im Weiterkommen blockiert. Beginne damit, dich zu beobachten, wohlwollend, als wärst du deine Freundin. Mach dir selbst Komplimente, sei stolz auf dich und froh, wenn du etwas gut gemacht hast. Wenn du dich nicht magst, wirst du andere, die dich mögen, zurückstoßen – weil du ihnen nicht glaubst. 

Oder ich werde Beweise fordern und es immer und immer wieder hören wollen.

Willst du das?

Nein, natürlich nicht. Ich möchte mich schon gerne selbst mögen. Ich möchte ein Mensch sein, den man mag. 

Schattenbild mit Herz

Den du selbst magst.

Licht, das klingt wirklich schwierig. Denn versuche ich nicht genau das permanent? Ein Mensch zu sein, der gemocht wird? Der geschätzt wird? Und ist es nicht seltsam, sich selbst zu mögen? Ich möchte auf keinen Fall selbstverliebt sein, ich sehe solche Menschen, peinlich sag ich dir.

Verzeihst du Freunden Fehler?

Schon …

Magst du andere nur, wenn sie ganz besonders liebenswert sind?

Licht! Ah, wie das klingt! Nein, nein. Ob ich jemanden mag, das hängt tatsächlich oft von Kleinigkeiten ab. Wenn ich sehe, dass jemand lieb zu Tieren ist oder sich für andere einsetzt, zum Beispiel. 

Und wenn so jemand dann an sich nur Fehler sieht und Fehlentscheidungen?

Dann will ich diesen Jemand trösten und Zuspruch geben.

Umarme dich selbst.

Bitte?

Umarme dich selbst.

Ich verstehe. Danke Licht.


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Judith Eherer • feelingwords

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