Die Sternenflaum-Geschichte | Kapitel 37 »Für dich und mich«

Die Sternenflaum-Geschichte | Kapitel 37 »Für dich und mich«

»Diese Zeilen … für dich und auch für mich. Ein bisschen wie ein Selbstgespräch, doch tröstend und so gar nicht seltsam. Sich nach innen wenden, dem Fühlen mehr Aufmerksamkeit geben, das ist der Weg zu Nara, unserem natürlichsten Raum.«
-Judith Eherer

Für dich und mich

Manchmal ist da Hoffnung
und manchmal
Einsamkeit

Manchmal ist da Alleinsein
und manchmal
fühlt sich das gut an

Manchmal ist da Sehnsucht
und manchmal
weint das Herz

Manchmal ist da Freude
und manchmal
die Suche nach Daheim

Manchmal ist da Glück
und manchmal
auch ein Schmetterling

Manchmal ist da Mut
und manchmal
ändert sich nichts

Manchmal ist da Furcht
und manchmal
erinnere ich dich daran

dass Liebe nicht nur
manchmal
ist

͠

Fee, Liebes, wie fühlst du dich?

Sternenflaum, hi, ich fühle mich gut, etwas nachdenklich. Weißt du, ich freue mich, dass ihr mir Nara gezeigt habt, also als Zugang zu mir selbst in der Tiefe und dass ich mehr und mehr verstehe, wozu das gut ist.

Schön! Doch, es klingt, als käme da noch ein »Aber«

Ja, Flaumi, aber – aber, ich kann doch nicht einfach abtauchen, mich in mich zurückziehen, die Welt dreht sich ja weiter und Probleme und Themen lösen sich nicht von alleine.

Verstehe. Erlaubst du mir auch ein »Aber«?

Natürlich … 

Aber, mal ehrlich, das ist doch nicht, was dich wirklich beschäftigt?

Flaumi! Ach, du, ja und nein, es geht um das dahinter, wie werde ich behandelt, wenn ich mich zurückziehe? Wie wirke ich auf andere? Seltsam? Sonderlingmäßig?

Es geht hier also um deine Selbstwahrnehmung in Bezug auf andere. Also um die Wertigkeit, dein Selbstwertgefühl, richtig?

Ja, richtig! Das sind doch Fragen, die ständig um einen sind. Was sind wir wert? Was sind wir uns selbst wert, und wie hoch schätzen uns die anderen ein? Wir wollen wer sein, was darstellen. Auch sichtbar für die anderen. Darum sind wir nett und freundlich, darum lernen wir gerne Menschen kennen. Wir umgeben uns mit Menschen, die uns wertschätzen und die wir wertschätzen. Bis zu einem gewissen Grad. Ein zu viel empfinden wir als Heuchelei oder Schwärmerei, ein zu wenig als Desinteresse. Ob wir uns in der Zukunft oder in der Vergangenheit mit dem Thema Wert beschäftigen, immer wollen wir wissen, wer wir sind oder waren, was wir sind oder waren, wer oder wie wir sein könnten, und auch, warum wir sind. Gerne sollen uns das auch andere sagen, oder wir lesen es in Büchern. Wem das nicht genügt, der geht schon mal weit in die Vergangenheit zurück, bis in frühere Leben. Immer auf der Suche nach »da war ich wer«. Ich war mal das und das. Ablenken von der Frage, wer ich heute, jetzt, bin. 

Wow, Fee, da hast du ja einiges an Themen reingepackt. Du sprichst auch nicht nur von dir …

Wir mögen uns nicht so wie wir sind, möchten gerne anders sein, aber wir ändern nichts. Wir machen es uns lieber einfach und akzeptieren uns »so wie wir nun mal sind«. Das macht uns unzufrieden, mehr noch als wir es so schon sind. Und, es lässt uns auf andere aufschauen, die vermeintlich »mehr« sind. Wir werten. Uns und die anderen. 

Ich seh’ schon, da hat jemand, über den du scheinbar nicht sprechen willst, nicht besonders positiv auf dich und Nara reagiert. Du hast dich ihm/ihr anvertraut, bestimmt völlig begeistert und du wurdest bewertet, anders als du erhofftest.

Ja! Ach, Flaumi, du weißt immer schon alles. Doch ich bin froh, ich hätte es nicht erzählen mögen.

Fee, bitte, jetzt kommt es darauf an, wie und ob du dich selbst wertest. Nach deinem Gefühl oder dem Maßstab anderer. 

Das ist gerade nicht leicht. Ich fühle das so als Trennung, dabei sind wir doch alle eins, nicht?

Das Thema Selbstwert ist eng mit Selbstliebe verknüpft. Beide sind vom eigenen Blickwinkel abhängig, von der Zeit, die man sich für sich selbst nimmt und auch wie ehrlich man zu sich selbst ist.

Nicht einfach.

Doch machbar und lohnenswert.

Gut mein lieber Sternenflaum, dann sehe ich mir das, was ich dir gerade erzählt habe, noch einmal an, diesmal so, als würdest du mit mir sprechen. Ja, das ist gut. Du würdest niemals so anklagende und wertende Worte zu mir sagen.

Wie du zu dir selbst?

Flaumi!

Okay. Auf zu Nara und diesmal nicht versteckt und zurückgezogen, sondern nach innen gekehrt, in die Ruhe und Mitte und …

Zu deinen eigenen inneren Antworten.

Ja, Licht, ja, danke!

Sternenflaum ist eine Fortsetzungsgeschichte.
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Judith Eherer • feelingwords

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