3. Kapitel | Nachtlicht

Nachtlicht

Ruhelos wandere ich
durch die Nacht.
Der Mond,
begleitet von glitzernden Sternen,
hält mich wach.
Ich darf ihn ansehen,
bewundern.

Du siehst ihn auch.
Verbunden
durch die Kraft der Natur.
Gottesgeschenk.
Zeit und Raum verlieren sich,
im Gesicht
des hellen Lichts.

Angekommen bin ich jetzt,
fühl Ruhe, friedliche Ruhe.
Nun kann ich schlafen gehen
und das Licht
mit in meine Träume nehmen.

»Oh, das ist so schön! Wie ein Gute-Nacht-Gedicht von Menschen die sich liebhaben. Darf ich das behalten? Ich möchte es gerne einem ganz besonderen Menschen geben. Das wird uns helfen, uns trösten, wenn wir uns oftmals sehr vermissen …«

»Alle Worte auf deiner Reise sind ein Teil von dir, liebste Fee, du wirst das merken, wenn sie dir merkwürdig vertraut vorkommen.«

»Heißt das, dass ich mich auf dieser Reise an vieles erinnern werde?«

»Ja genau. Du bist klug und aufmerksam, aber was ist mit dir? Du wirkst plötzlich so traurig …«

»Ach, das ist nur, weil ich mich an einiges in meinem Leben lieber nicht erinnere. Hoffentlich war es kein Fehler, mich so leichtfertig auf diese Reise einzulassen, beziehungsweise sie für einen Traum zu halten …«

»Du kannst Angst haben vor was du willst, doch lass dir sagen, hier ist das unsinniger als sonst wo. Du bist umgeben von Licht und auf dem Weg, mehr von dir selbst zu erfahren, Antworten zu finden und Fragen neu zu definieren. Wurdest du verletzt? Hast du jemanden verletzt? Glaubst du, dass du dich ohne Grund hier inmitten einer Reise befindest? In jedem Fall kannst du dir sicher sein, dass wir dich niemals alleine lassen. Sobald du meinst, dich zu fürchten, leg bitte eine Hand auf dein Herz und atme ruhig und bewusst. Stell dir vor, in jedem Atemzug ist pures Leben, reinste Energie, die Luft ist voller Liebe – nimm davon soviel du kannst.«

»Danke, Sternenflaum. Das ist so verrückt, wie es sich gut anfühlt. Also, weiter gehts. Sag mal, sind das Wolken? Ich sitze hier auf watteweichenflausch … ja was, Buchstaben?«

»Fee, hast du gewisse Erinnerungen in Watte gepackt? Hmm?…«

Kapitel 4 | Verletzlich

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2. Kapitel | Reise

Die Reise zum Ich

Kennst du das Gefühl
»Jetzt reicht es!«

Kennst du das Gefühl
»So nicht mehr!«

Kennst du das Gefühl
»Warum immer ich?«

Kennst du das Gefühl
»Es muss doch noch mehr geben!«

Kennst du diese Gefühle? Die Frage dahinter ist immer das »Wie?«. 
Wie kannst du etwas ändern, wie durchsetzen, wie weißt du, dass es klappt, wie bringst du das den anderen bei, wie soll es weitergehen? Dabei trägst du die Antwort bereits in dir und die eigentliche Frage ist in Wahrheit: »Traust du dich? Hast du den Mut und die Kraft, deinen eigenen Weg zu gehen, den Weg zu dir selbst?«

Dieser Weg ist nichts Plötzliches, sondern ein Prozess. Schritt für Schritt darfst du dabei neue Erfahrungen machen und dich über Erkenntnisse freuen. Diesen Weg in Dankbarkeit zu gehen fühlt sich wundervoll an und du bist stets eingeladen den nächsten Schritt zu machen, hin zu dir selbst, weg von der Maske der Gesellschaftsregeln. Dabei gilt es unter anderem von eingefahrenen 
Verhaltensmustern Abschied zu nehmen. Muster, die dich immer nur so sein lassen, wie es für andere passend scheint. Doch eine der Erfahrungen, die du auf dem Weg machen wirst, ist, dass es schwieriger ist beim alten Ich zu bleiben, als sich seinem wahren Selbst zu nähern.

»Wer spricht hier? Wer bist du, der das alles zu mir sagt? Und wo bin ich eigentlich?«

»Ich bin ein Sternenflaum. Hallo liebe Fee, ich grüße dich. Du bist auf der ersten Station deiner Reise zu Nara.«

»Ein Sternenflaum? Das hab ich noch nie gehört. Kannst du dich mir zeigen? Wie siehst du aus? Und wieso sagst du, wie das Licht, ›Reise zu Nara‹, wenn du doch eben von der ›Reise zum Ich‹ sprachst – hängt das zusammen? Dasselbe ist es ja wohl kaum …«

»Ich möchte dir etwas zeigen mit dessen Hilfe du selbst auf die Antworten deiner Fragen kommen kannst. Du wirst auf deiner Reise noch so manchem Sternenflaum begegnen – besser gesagt, sogar ziemlich vielen. Manchmal erzählen wir dir etwas, ein anderes Mal werden wir zusammen plaudern – so wie jetzt, und oftmals wirst du glitzernde Schriftrollen finden, auf denen Worte stehen, die dir weiterhelfen möchten.«

»So wie diese hier, die ich schon die ganze Zeit anstarre, doch nicht wusste, was es sein soll?«

»Ja, genau. Du kannst ihr Geheimnis entdecken, wenn du dein Herz öffnest und dem Licht in dir vertraust, dass es dir stets deinen Weg leuchten wird. Wenn du die Worte zu fühlen vermagst, werden sie sich dir zeigen und mehr als schöne Wörter sein.«

»Danke Sternenflaum, ich werds versuchen. Oh warte, du sagtest ›dem Licht in mir?‹ Was meinst du damit? Ich dachte erst, du meinst das Licht, das mich geweckt hat und mich auf diese Reise einlud, doch nun … Hallo? Wo bist du hin? Sternenflaum?«

»Nicht vergessen, Feodora: Herz öffnen und vertrauen. Wir sind da, alle und immer.«

Kapitel 3 | Nachtlicht

“Von Dankbarkeit begleitet, geht sich jeder Weg leichter.” Sternenflaum No. 2 – jetzt zum Download im feelingwords-Shop


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1. Kapitel | Fee

Eines Nachts erwachte Anna und fuhr sich mit der Hand übers Gesicht, so als würde sie eine Fliege vertreiben wollen oder etwas, das sie kitzelt. Nochmal und nochmal, bis sie endlich müde und träge die Augen öffnete. Blinzelnd erblickte sie erstaunt einen Lichtstrahl, der ihr genau ins Gesicht schien. Verblüfft setzte sie sich auf und sah sich im Zimmer um. Unbewusst laut fragte sie:

»Wo kommst du her?«

Anna fasste mit der Hand nach dem Licht, doch es war ebenso, als wäre es ein Sonnenstrahl am hellen Tag. Zudem meinte sie, ganz leise eine Stimme zu hören, die nach ihr rief. Fee, Fee. Traurig wandte Anna sich ab, legte sich wieder hin und zog sich die Decke weit über den Kopf. Fee. Das kann nicht sein! Das sind Kindheitsträume. Fee! Was soll das?! Dafür bin ich zu alt! schimpfte sie mit sich selbst. Doch wieder hörte sie die Stimme: Fee. Fee.

Tränen krochen ihr in die Augen, die Kehle schnürte sich immer enger zu und dann war’s geschehen – die Bilder der Kindheit waren wieder da. Fliehen ist unmöglich, das wusste Anna, und so ließ sie die Tränen laufen, ließ zu, dass sie ihre Mutter vermisste, ließ das innere Schreien zu, Mama! Mama, wo bist du? Hilf mir! Lass mich nicht alleine, Mama! Schick mich nicht fort! 

Fee. Fee. Ich bin da. Bitte mein Kind, lass mich dir nah sein.

Schluchzend kuschelte sich Anna immer tiefer in die Kissen. Niemals hat ihre Mutter sie Fee genannt. Das war nur Annas Wunsch. In ihren Träumen und wenn sie Schulfreundinnen erzählte, dann war sie für ihre Mutter Fee.

Anna heißt mit zweiten Vornamen Feodora und sie liebt diesen Namen. Aus Feodora wurde Fee und aus Fee das geliebte Kind der immer fernen Mutter … 

›Mama, warum nennst du mich nicht Feodora?‹

›Feodora ist ein starker Name, Annie.‹

›Ich bin stark!‹

›Ja, wahrscheinlich bist du das.‹

Heute ist sich Anna dessen nicht mehr sicher. Feodora steht nur noch auf ihrem Pass und Fee lässt sie nächtens weinen.

Mit einem tiefen Seufzer, die Augen noch tränennass, lugte Anna unter ihrer Bettdecke hervor und stellte staunend fest, dass dieser Lichtstrahl immer noch da war. Wieder setzte sie sich auf und versuchte mit der Hand nach dem Licht zu greifen. Auch suchte sie nach der Lichtquelle und eventuellen Schatten, den ihre Hand ja verursachen müsste, doch da war nichts dergleichen – nur das Licht.

Nun doch leicht verängstigt, tappte Anna nach dem Schalter ihrer Nachttischlampe, doch just in dem Moment als sie ihn drücken wollte, hörte sie eine tiefe, sanfte, samtig weiche Stimme:

»Liebste Fee, mein Herz, hab keine Angst vor dem Licht. Was du siehst, ist ein Teil von dir, ein sehr schöner Teil von dir.«

»Wer bist du? Wieso nennst du mich Fee? Und wo bist du? Ich höre dich, aber …«

»Ich bin überall und du kennst mich gut. Viele Fragen hast du an mich gerichtet und mir ebenso viele Dankesworte gewidmet. In letzter Zeit warst du oft traurig und fühltest dich hilflos und alleine – deswegen nimmst du mich anders wahr als sonst. Um dir zu helfen, siehst du das Licht heller und klarer, ja?«

»Natürlich sehe ich es, doch ich verstehe immer noch nicht …«

Hab Geduld bitte.

»Sieh dir das Licht an, sieh genau hin, lass dich darauf ein, lass es in dein Herz leuchten und es so eine Brücke sein. Eine Brücke zu einer Welt, in die ich dich nun einlade. Kommst du mit auf eine Reise? Es wurde einiges für dich vorbereitet …«

»Eine Reise? Jetzt? Mitten in der Nacht? Nun ja, ich fühle schon, dass ich das will, aber warte … ich sollte mich doch eigentlich fürchten, oder mich zumindest fragen, ob ich verrückt geworden bin? Licht sehen, Stimmen hören … oder träum ich? Ja, das wird es sein, ich träume bloß. Also gut, dann ist es schön, ich komme mit!«

»Wunderbar. Ob träumend oder nicht, öffne dein Herz, lächle ins Licht und wir werden in eine Welt fliegen, die dir gleichzeitig fremd und vertraut vorkommen wird. Wir reisen zu Nara, dem natürlichsten Raum.«

»Natürlichster Raum? Das klingt gut, da fühl ich mich jetzt schon wohl. Also auf gehts, ich bin neugierig auf Nara!«

Und in Gedanken fügte Anna hinzu ›Mach schnell, bevor ich darüber nachdenken kann, ob ich wirklich träume …‹

Kapitel 2 | Reise

“Lass dein Licht leuchten und es eine Brücke sein – zu dir selbst.” Sternenflaum Spruch No. 1 – jetzt zum Download im feelingwords-Shop


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Sternenflaum | Vorwort

Die Sternenflaum Geschichte

Den Gefühlen und der Reise zu sich selbst gewidmet

Sternenflaum ist wie alle feelingwords bitte nicht mit dem Verstand zu lesen. Was nicht heißt, dass sie einen nicht zum Nachdenken anregen können. Doch zuallererst geht es um unsere Gefühle. Sie kommen in unserer hektischen Hochleistungswelt eindeutig zu kurz. Wir lähmen uns mit Aussagen wie „reiß dich zusammen“ oder „du bist doch kein Kind mehr“. Natürlich ist es auch wichtig, etwas durchzustehen, zu lernen mit den Emotionen umzugehen, doch das ist eben ein großer Unterschied. Unsere Emotionen sind nicht unsere Gefühle, sie sind ihre Symptome.

Auf dieser Reise, die von Sternenflaum begleitet wird, mache ich mich auf die Suche nach Antworten. Die verschiedenen Arten zu fühlen, welchen Bezug haben Gedanken und Gefühle, wie kann ich meinen Gefühlen vertrauen und was ist das eigentlich alles für ein Durcheinander in mir drinnen?

Schreiben wie lesen hilft zu verstehen. Das kann ich aus eigener Erfahrung wirklich sagen. Natürlich kommt die Erkenntnis, die uns weiterbringt aus unseren Inneren, doch auch da haben wir Worte und unser Inneres ist nicht abgeschnitten von der äußeren Welt.

Alle feelingwords entstehen wie ich sie fühle. Manches Mal fühlten sich Worte überhaupt nicht gut an, doch wenn ich das in mir prüfte, stellte ich fest, dass sie sich dennoch richtig anfühlten. Auch das ist ein großer Unterschied.

Zeit & Raum, Nachtlicht, Schönes, Ent-täuschung, Verletzlich, Fühlst du dich, Seelenfreunde, Jetzt, Engel, Dankbarkeit, Zauberkerze, Licht …

– Themen in der Sternenflaum Geschichte

Komm mit, lerne Sternenflaum kennen und Fee und das Licht und wer sonst noch alles so auftauchen wird auf dem Weg, auf dieser Reise …

Ich teile meine Erfahrungen und Erkenntnisse auf diesem Weg mit dir, weil ich davon überzeugt bin, dass wir ihn sowieso nie alleine gehen.

Von Herz zu Herz

Judith Eherer

25 Kapitel der Sternenflaum Geschichte sind hier gratis zu lesen.
Ich bitte im Sinne der Fairness, die Kapitel nicht zu kopieren, sondern gerne zu teilen.

1. Kapitel | Fee

Die Sternenflaum Geschichte

Sternenflaum ist eine wundersame Begleitung auf der Reise zu sich selbst.

In der Geschichte lässt sich Feodora, genannt Fee, auf dieses Abenteuer Leben ein. Sie lernt Sternenflaum kennen und noch so manch anderes Wunder. Wir dürfen mitkommen und uns so begleiten lassen, auf unserer eigenen Reise, mit unseren eigenen Fragen …

Kapitelübersicht

Kooperation: Sternenflaum und dein Business

NEU: Das E-Book entsteht

Die Reise geht weiter

Mein erster Blogpost war am 29.09.2009. Der Titel »Die Reise zum Ich«

Es ist Zeit, dies nun wieder aufzugreifen. Die Reise geht weiter. Natürlich tut sie das stets, doch meist nicht so bewusst. Mit dem Beitrag »Verwandelplatzter Traum« endete mein erstes Blogger Abenteuer im Januar 2014.

Jetzt haben wir August 2018 und einen Kinobesuch. »Deine Juliet«. So beginnt es also wieder, das Schreiben. Mit einem Film. Gut, wieso auch nicht?

Passend dazu, dass es in dem Film um Bücher geht, ums Lesen und ums Schreiben. Ja, und darum dem Herzen zu folgen. Klingt kitschig? Schade, denn es ist der wohl einzige Rat, der den Namen verdient hat: »Folge deinem Herzen«.

Ich habe das schon mal gemacht – und auch nicht. Bin meinem Herzen schier nachgerannt und hab andermals der Vernunft den Vorrang gelassen. Dabei drängelte sie nicht, es reichte ihre plötzliche Anwesenheit. Schwups machte das Herz dem Verstand platz. Weinend natürlich. Melodramatisch und voller Selbstmitleid versteht sich.

Ein Kinobesuch lässt mich nach Jahren wieder zu Stift und Notizbuch greifen …

Im Grunde wartet das Herz nur auf das Happy End. Es kann ja leicht zurückstecken, traurig sein inmitten der Liebe. Es weiß, dass es gewinnt. Nur weiß ich das auch? Lebe ich noch, wenn es denn soweit sein sollte? Ich meine, erlebe ich den Schluss des Buches? Des eigenen Lebensbuches wohlgemerkt und vorausgesetzt der Fantasie, dass es so eines tatsächlich gäbe.

Weißt du, was mir manchmal hilft? Zu denken, ich bin erst irgendwo in der Mitte des Romans (ich sag jetzt bewusst nicht Drama oder Komödie). Es gilt nicht, Seiten zu überspringen und den Schluss vorab zu lesen! Dieses Buch hat für mich unzählige Seiten und die meisten davon sind leer. Zwischendurch tauchen Sätze auf, manchmal nur Worte, oft Namen oder Orte oder auch ein Film. So wie der von heute, »Deine Juliet«.

Eigenartiger Titel »Deine Juliet« (dabei ist der Originaltitel noch viel eigenartiger: ›The Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society). Beim Suchen nach einem Montagskino las ich diese zwei Worte »Deine Juliet« und was dachte ich? Ein Brief. Der Film handelt sicher von einem Brief und dieser Juliet, die ihn schrieb. Kinokarte reserviert. Klarer Fall, schöner Montagabend. Sehr sehenswerter Film.

Ich merke gerade, dass ich in den Themen springe. Bitte sieh es mir nach, ich schreibe heute seit langer langer Pause mal wieder. Jahre vergingen … Wie viele Seiten das in meinem Lebensbuch wohl waren?

Hier weiter lesen: Die Reise geht weiter | Teil 2